Halbjahreszahlen

31. Juli 2014 07:32; Akt: 31.07.2014 11:33 Print

Nationalbank macht 16,1 Milliarden Gewinn

Die Schweizer Nationalbank vermeldet im ersten Halbjahr 2014 einen Gewinn von 16,1 Milliarden Franken. Dazu trugen sowohl die Goldbestände als auch die Fremdwährungspositionen bei.

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Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank SNB, vermeldet einen Gewinn von 16,1 Milliarden Franken. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Wie Schweizerische Nationalbank (SNB) am Donnerstag bekanntgab, beruht der Halbjahresgewinn zum grössten Teil auf den immensen Fremdwährungspositionen: Diese warfen 12,6 Milliarden Franken ab. Davon gehen lediglich 0,3 Milliarden Franken auf wechselkursbedingte Gewinne zurück.

Vielmehr profitierte die SNB von Zinserträgen (3,7 Mrd.) und Dividendenerträgen (1,1 Mrd.) auf ihren Fremdwährungsanlagen. Das allgemein tiefere Zinsniveau führte zudem zu Kursgewinnen von 5,0 Milliarden Franken auf den Zinspapieren und -instrumenten. Und die Beteiligungspapiere profitierten vom günstigen Börsenumfeld und trugen weitere 2,5 Milliarden zum Erfolg bei. Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 3,5 Milliarden Franken.

Starke Schwankungen bis Ende Jahr möglich

Der Gewinn auf den Frankenpositionen erreichte 137 Millionen Franken. Er setzt sich im Wesentlichen aus Kursgewinnen von 107 Mio. und Zinserträgen von 38 Mio. zusammen, wie die SNB schreibt.

Im ersten Halbjahr 2013 hatte die SNB einen Verlust von 7,6 Milliarden ausgewiesen. Grund war damals der Fall des Goldpreises, der einen Bewertungsverlust von 13,2 Mrd. verursacht hatte.

Die SNB bekräftigt denn auch, ihr Ergebnis sei überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis, das als Basis für die Ausschüttung an Bund und Kantone dient, nur bedingt möglich.

Zuerst Ausschüttungsreserve auffüllen

Für eine gewisse Planbarkeit hat die SNB mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) vereinbart, bis 2015 jährlich 1 Mrd. Fr. an Bund und Kantone zu entrichten, sofern die Ausschüttungsreserve positiv ist. Diese wird nur jährlich im Rahmen der Gewinnverwendung verändert. Nach dem Jahresverlust von 2013 liegt die Ausschüttungsreserve mit 6,8 Mrd. Fr. im Minus.

Um wieder Gewinne ausschütten zu können, müsste 2014 ein Überschuss in der Grössenordnung von über 10 Mrd. Fr. erzielt werden. Denn zusätzlich zum Wiederauffüllen der Ausschüttungsreserve nimmt die SNB jeweils Rückstellungen für Währungsreserven vor. Diese Zuweisung betrug im letzten Jahr 3,0 Mrd. Franken.

(sda)