Euro-Mindestkurs

06. Juli 2012 09:58; Akt: 06.07.2012 12:32 Print

Nationalbank muss tief in die Tasche greifen

Um den Euro-Mindestkurs zu verteidigen, sind die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank im Juni um knapp 60 Milliarden Franken gestiegen. Somit haben die Devisenbestände einen neuen Rekord erreicht.

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Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat für die Verteidigung des Euro-Mindestkurses im Juni erneut tief in die Tasche greifen müssen. Die Devisenreserven der Nationalbank sind erneut markant angestiegen.

Bis Ende Juni sind die Devisenbestände im Vergleich zu Ende Mai um rund 59 Mrd. Fr. auf 365 Mrd. Fr. geklettert, wie aus den von der SNB an den Internationalen Währungsfonds (IWF) übermittelten Zahlen vom Freitag hervorgeht. Das ist ein neuer Rekord.

Aus den Zahlen lässt sich nicht genau ablesen, wie viele Devisen die SNB zur Durchsetzung des Wechselkursziels von mindestens 1,20 Franken pro Euro kaufen musste. Der Anstieg des Devisenbestandes um 19 Prozent ist aber zum grössten Teil auf solche Devisenkäufe zurückzuführen, wie ein SNB-Sprecher der Finanznachrichtenagentur AWP sagte.

Im Mai waren die Reserven um rund 66 Mrd. Fr. angestiegen. Schätzungen zufolge entfielen damals rund 60 Milliarden Franken auf Devisenkäufe. Der Rest ergab sich aus Bewertungsveränderungen.

(sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

M. E. ist das Ganze ein Spiel mit dem Feuer. Monatliche Steigerungen der Devisenreserven um 60 Mrd. Franken geben pro Kopf fast 10'000 Franken Steigerung in nur einem Monat! Und das gleich zwei Monate nacheinander. Wie sollen diese Reserven jemals wieder kontrolliert abgebaut werden? Wann und wie stark kommt die Inflation? Wieviel verliert der Mittelstand? Wer gewinnt? Wer wird ein Volk von "Schuldsklaven" beherrschen? Was kann getan werden, dass es nicht soweit kommt? – Peschä

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 06.07.2012 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Richtigstellung

    Warum eigentlich meint im Bereich Finanzmarkt immer jeder er komme draus, könne mitreden und wisse es sogar noch besser? Am besten sollten mal alle das Ganze nachlesen wie es wirklich ist und sich nachher nochmals eine Meinung bilden. Erstens, macht die SNB keinen Verlust solange 1.20 hält. Zweitens verkaufen sie auch immer wieder EUR gegen andere Währungen(Diversifikation), wobei sie zB mit Ihren USD diesen Monat ziemlich Gewinn erwirtschaftet haben. Und drittens hat die SNB noch längst nicht alle Mittel ausgeschöpft und entsprechend schon noch ein paar Pfeile im Köcher. Also Ball flachhalten

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  • Hans Kummer am 06.07.2012 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Rechne...

    Aus den derzeitigen Devisenstände von über 360 Milliarden, ergibt das ein Verlust von ca 60 Milliarden... Das geht noch ein paar Monate weiter... dann sind wir gleich weit wie der Rest von der EU... Also macht mal, die EU-Länder führen dann wieder ihre alten Währungen ein und wir übernehmen den Euro... da muss die SNB nicht erst extra drucken... Die Sache ist nicht zum Glauben :-(

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  • Roger R. am 06.07.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Dann hört doch endlich auf..

    ... mit diesem Mist. Lasst den Kurs endlich seinen natürlichen Lauf nehmen statt Milliarden an Geldern zu verschwenden die man anders nutzen könnte.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • darling am 07.07.2012 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    euro-crash

    so wie der euro gehätschelt wird, ist der crash eigentlich schon realität. im moment können marktmanipulationen und "rettungspakete" noch das sichtbar-machen verzögern. der euro-crash ist dennoch längst realität und wird in tagen oder monaten für alle sicht- und erlebbar sein. das weiss auch die snb. aber der casino-betrieb geht munter weiter, mit dem volksvermögen.

    • Supermario am 09.07.2012 11:33 Report Diesen Beitrag melden

      Glaub das eher weniger

      Stopp. Kleine Denkpause. Der Euro ist glaub für etwa 500 Mio. Mitbürger offizielles Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel. In langfristiger Betrachtungsweiese (über 10 Jahre) hat sich der Wert des Euros (z.B. ggü USD) immer noch deutlich erhöht. Nochmalige Kursverluste - auch massiver - sind natürlich nicht auszuschliessen; ein vollständiger Crash des Euros würde ca. 10% der Wertbevölkerung ihrer finanziellen Handlungsfähigkeit vollständig entziehen!

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  • Olé am 07.07.2012 02:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ferien

    Die SNB könnte den Mindestkurs von 1.20 während den Sommferien (Juli/August) fallen lassen, damit wir alle günstig unsere Ferien in Europa verbringen können. ;-)

  • Mike am 06.07.2012 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    Luft zu verkaufen, wer hat noch nicht?

    "verdammt" teure Luft! mal schauen wie lange sie das noch durchhalten! Wen wir merken das man Geld nicht essen kann, ist es bereits zu spät! Der Virus Mensch breitet sich aus bis er sich selber frisst!

  • Hans Kummer am 06.07.2012 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Rechne...

    Aus den derzeitigen Devisenstände von über 360 Milliarden, ergibt das ein Verlust von ca 60 Milliarden... Das geht noch ein paar Monate weiter... dann sind wir gleich weit wie der Rest von der EU... Also macht mal, die EU-Länder führen dann wieder ihre alten Währungen ein und wir übernehmen den Euro... da muss die SNB nicht erst extra drucken... Die Sache ist nicht zum Glauben :-(

    • Supermario am 07.07.2012 02:49 Report Diesen Beitrag melden

      Halb so schlimm

      Aehm, das wäre hingegen nicht ganz so schlimm. Die SNB hat ja keine Euro-Noten gekauft, sondern legt ihre Reserven an. z.B. Bund-Papiere oder so. Also erhielte die SNB bei einem Aufbrechen des Euro auch wieder was dagegen; kommt nun nur drauf an WO sie ihre Reserven "parkiert" hat! Sind übrigens sogar ein paar Aktien dabei :-)

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  • David Sommer am 06.07.2012 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Nationalbank muss investieren

    Die Lösung: Mit den Euros im Euroraum investieren. Dann hat mann einen realen Wert für dei Gekauften Euros...