Tiefrote Zahlen

09. Januar 2019 07:26; Akt: 09.01.2019 08:19 Print

Nationalbank schreibt 15 Milliarden Franken Verlust

Die Nationalbank leidet unter den Kurseinbrüchen an den Börsen. Für 2018 weist sie einen Verlust von 15 Milliarden aus. Dennoch gehen die Kantone nicht leer aus.

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Von den Kursstürzen zum Jahresende ist auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) nicht verschont geblieben. Sie schreibt fürs Gesamtjahr 2018 einen Verlust von 15 Milliarden. Das teilte die SNB unter Verweis auf provisorische Berechnungen am Mittwochmorgen mit.

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Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen betrug rund 16 Milliarden Franken. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 300 Millionen Franken. Der Erfolg auf den
Frankenpositionen belief sich auf 2 Milliarden Franken.

Dank Erfolgen in den Vorjahren werden Bund und Kantone dennoch wie gewohnt eine Ausschüttung von 2 Milliarden Franken erhalten. Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 2 Milliarden Franken geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Im Jahr 2017 hatte die SNB noch einen Rekordgewinn von 54,4 Milliarden Franken erzielt.

SNB hielt Schaden in Grenzen

Die SNB dürfte laut einer UBS-Analyse den Schaden in ihrer Bilanz dank den Investitionen in relativ sichere Anlagen minimiert haben. Die UBS ging bereits vor wenigen Tagen davon aus, dass die SNB im Gesamtjahr 2018 einen Verlust von 14 Milliarden Franken schreiben wird.

Der klare Verlust für das abgelaufene Jahr kommt nicht überraschend. Bereits im dritten Quartal war die SNB in die Verlustzone gerutscht. Das ist für sie aber zu verkraften. Ende 2018 dürfte sie immer noch ein Eigenkapital-Polster von rund 120 Milliarden Franken haben, nach 137 Milliarden Ende 2017.

Das Ergebnis der Nationalbank ist überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Starke Schwankungen sind deshalb die Regel. Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird am 4. März publiziert.

(dob/sas/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fred am 09.01.2019 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage

    Ob der Ersteller der Umfrage, weiss was Funktion und Aufgabe der SNB ist? Aufgrund der Fragen, wohl eher nicht.

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  • ufo362 am 09.01.2019 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts spezielles

    Das ist ansichts der Tatsachen sogar recht human. Aktuell befindet sich die SNB seit der letzten Finanzkrise in einer Sonderlage. Die SNB hat dermassen hohe Währungsreserven, dass kleinste Währungsschwankungen Milliarden ausmachen können. Man überlege sich, dass letzes Jahr ein Gewinn von 53 Milliarden geschrieben wurden, wo von 49 auf die Währungsreserven zurückzuführen waren. PS: Die SNB soll nicht Gewinne verzeichnen, sondern Geldpolotik betreiben, was sie übrigens sehr gut macht! Danke.

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  • Daniel. S. am 09.01.2019 07:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache unabhängig!

    Es wird ja wieder genug "sehr kluge" Leute geben, die glauben sie könnten es besser und die NB beeinflussen möchten. Das Team von T. Jordan macht einen hervorragenden Job!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ingelbach am 14.01.2019 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Krisen sind nichts schlimmes

    Krisen sind nicht schlimm. Wir haben Fiat Money. Man hat Geld um Güter zu kaufen respektive Gegenwerte. Wenn sich herausstellt, dass die Geldmenge nicht den Realen Nutzwert widergibt, dann gibt es halt eine Krise. Sprich das Geld und der Reale Wert werden wieder angeglichen. ABER: Die Realen Güter sind ja alle noch da. Die Gebäude, die Arbeitsmittel, das Fachwissen... Alles noch da. Also don't Panik weil paar Finanzheinis den Bach runter gehen, da kommen neue. Bestenfalls gibt es paar günstige Dinge zum aufkaufen...

    • Xeno72 am 18.01.2019 05:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ingelbach

      Das ist schon etwas zu naiv. Renten der PK werden in Geld ausbezahlt!

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  • mäxu am 14.01.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    CHF zum

    Herr Jordan wird zum Vollstrecker vom CHF zum , mit der Hilfe vom Negaivzins.....

  • Irrsinpur am 10.01.2019 14:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    spinne ich oder andere....

    15milliarden Verlust und über 20% Aktienanstieg

    • Xeno72 am 10.01.2019 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Irrsinpur

      Das liegt daran, dass die SNB-Aktie eine relativ kuriose "Fanaktie" ist.

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  • Ales Klar am 10.01.2019 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Soso 15 Mia Minus bei SNB kein Problem?

    Können ja ruhig Dividende trotz Verlust ausschütten. Bei anderen Banken ist es nicht anders: trotz grossem Verlust wird allerlei ausgeschüttet, insbesondere beim Bonus. Das ist die Bankenwelt halt, alles was sie treiben ist immer voll korrekt. Wir sind die besten, wir sind die grössten und der Scherbenhaufen unten interessiert niemanden. Mission accomplished, tremendous success.

    • Xeno72 am 10.01.2019 13:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ales Klar

      Die Ausschüttung an die Kantone ist keine Dividende im Sinne des Aktienrechts, und die SNB als spezialgesetzliche AG untersteht nicht dem OR.

    • Supermario am 10.01.2019 16:34 Report Diesen Beitrag melden

      Bei Dir auch?

      Wenn Du den Mecano einer Zentralbank nicht verstehst, solltest Du bitte gefälligst etwas leiser treten. Die SNB schüttet beispielsweise keine Boni aus!!!

    • Ingelbach am 14.01.2019 21:16 Report Diesen Beitrag melden

      Wer zerstört die Realen Güter??

      Welchen Schaden ensteht dir dadurch?? Rot-Grüne Politik verursacht viel grösseren Schaden: diese lassen (in EU) den Steuerzahler für die Verschrottung von nutzbaren Gütern bezahlen, z.B. alten Autos. Oder Zwangssanierungen von Häusern. Sprich Jungen und Armen wird der günstige Zugang zu günstigen gebrauchten Funktionsgütern verweigert. Sprich Nachnutzung. Rot-Grün zwingt defakto Bürger zur Kreditaufnahme und Zinskosten. Auch dürfen voll Funktionsfähige Occasions-Fahrzeuge nicht mehr aus Europa exportiert werden. Wohlstand entsteht durch langes nutzen von Gütern, nicht deren Verschrottung.

    • Xeno72 am 19.01.2019 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Chabis@Ingelbach

      Die Schweiz hat seit 1848 auf Bundesebene ohne jeden Unterbruch überaus klare "bürgerliche" Mehrheiten. Avon abgesehen hat Ihr Post aber sowieso nichts mit der SNB zu tun.

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  • Mark Krad am 10.01.2019 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen Negativzinsen und so:

    Wenn ich die Kommentare hier lese scheint es mir, dass niemand merkt worum es wirklich geht: die Mittelständler und weniger Betuchten werden ausgenommen - und die Reichen werden reicher - Schweiz eben.

    • P.H. am 10.01.2019 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mark Krad

      Aha und wo lesen Sie das genau? Da wo die SNB unsere Arbeitsplätze sichert?

    • Xeno72 am 10.01.2019 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      immer wirrer@Mark Krad

      Negativzinsen schaden (wenn überhaupt) höchstens den Banksparern. Sind das jetzt die Armen?

    • Ingelbach am 14.01.2019 21:22 Report Diesen Beitrag melden

      Wer verhindert ihren Vermögensaufbau?

      @Mark: Welches Land hat eine der höchsten Steuerprogressionen?? Die USA. Wo geht der Mittelstand zurück?? USA... Sozialisten wollen explizit, dass sie kein Privateigentum haben, explizit dass sie keine privaten Arbeitsmittel haben. Was ist Mittelstand?? Personen mit Vermögenswerten wie Geld, Arbeitsmittel und Güter, so ca. 2+ Jahresgehälter... Wie verhindert man das? Indem man mit Steuern verhindert, speziell Progressiven Steuern, dass Angestellte Vermögen Aufbauen können und zu Eigentümern werden. Nicht Banken oder SNB, sondern Steuerpolitik macht arm.

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