Neue Technologie

07. Juli 2014 08:50; Akt: 07.07.2014 11:06 Print

Nestlé guckt bei «Star Trek» ab

von Laura Frommberg - Unter dem Codenamen «Iron Man» arbeitet Nestlé an einer Maschine, die Nahrungsmittel indivduell für jede Person herstellen kann. Das Vorbild stammt aus der Serie «Star Trek».

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Replikator bei «Star Trek»: Vorbild für Nestlés Idee. (Bild: Universal Pictures)

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Man steht auf, geht in die Küche und der Replikator hat bereits das Frühstück ausgespuckt. «Star Trek»-Fans dürften nun aufhorchen. Der Replikator ist eine Maschine aus der Kult-Serie. Er kann Gegenstände und Essen aus dem Nichts herstellen. Kleidung, Ersatzteile, einen heissen Earl Grey für Captain Picard? Für den Replikator kein Problem. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat die Maschine nun als Vorbild für eine Innovation genommen.

Unter dem Codenamen Iron man tüfteln Forscher des Nestlé Institute of Health Sciences (NIHS) an einer Maschine, die jedem Menschen ein individuelles Nahrungsergänzungsmittel herstellt. Genaue Analysen erkennen, welche Vitamine, Mineralien und andere Nährstoffe der Konsument in welchem Ausmass braucht – und so kann die Maschine die perfekte Nahrung kreieren – genau wie der Replikator.

Ähnlich einer Nespresso-Maschine

Irgendwann, erklärt NIHS-Chef der Nachrichtenagentur Bloomberg, könnte die Maschine auch dem Star-Trek-Replikator ähneln. Doch zunächst denken die 15 Forscher, die an dem Projekt arbeiten, eher an ein Design, welches den Nespressomaschinen ähnelt. Die Nährstoffe würden dann in Kapseln gepresst und die Maschine könnte sie verarbeiten.

Nahrung, so ist die Vision von Nestlé könnte dann viel mehr als nur satt machen. Denn wenn jeder die Nährstoffe erhält, die er wirklich braucht, dann wirkt sich das nachhaltig auf die Gesundheit aus. Essen wird zur Medizin. Doch bis es zu dieser Revolution unserer Nahrungsaufnahme kommt, dürfte noch einige Zeit vergehen. «Wir haben erst gerade mit der Grundlagenforschung begonnen», so ein Sprecher zu 20 Minuten. Bis zur Marktreife dürfte denn auch noch mindestens ein Jahrzehnt vergehen.

Auch andere Firmen tüfteln

Nestlé ist nicht der einzige Konzern, der die Nahrungsmittelindustrie revolutionieren will. So hat etwa das Unternehmen Foodini einen 3-D-Drucker herausgebracht, der zum Beispiel Pizza herstellen kann. Gesünder als die vom Italiener ist sie allerdings nicht. Etwas näher dran an Nestlés Vision ist eine Kooperation der Nasa mit dem texanischen Unternehmen Systems & Materials Research Corporation SMRC. Sie entwickeln ebenfalls einen 3-D-Drucker für Speisen.

Dazu werden ähnlich wie bei herkömmlichen Druckern aus verschiedenen Patronen Proteine, Kohlenhydrate und Zucker in Pulverform in verschiedenen Mischungen Schicht um Schicht aufgesprüht, um das individuelle «Menü» zuzubereiten. Vom Aussehen her hat das Ergebnis mit echtem Essen allerdings nicht viel gemein:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Larada am 07.07.2014 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brauchen wir das?

    Die Abhängigkeit von Firmen wie Nestle, Google, Monsato & co verheisst bestimmt nichts gutes..

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  • r.k. am 07.07.2014 09:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    humbug

    "Nahrung, so ist die Vision von Nestlé könnte dann viel mehr als nur satt machen....Essen wird zur Medizin." Mir grausts ab diesen Ideen. Nahrung ist bereits Medizin, nur handeln die wenigsten danach!

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  • Bruder Motzi am 07.07.2014 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Nein danke

    darauf verzichte ich grosszügig. Ich lasse mich auch von Nestle weder manipulieren, noch ausnützen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Umbrecht am 07.07.2014 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird ein Erfolg...

    Bei den Kaffee Kapseln dachte auch niemand, dass dies ein Erfolg werden würde. Ich bin überzeugt, dass auch dies beim Essen so sein wird und nachfolgende Generationen uns belächeln werden wie viel Zeit wir zum Kochen gebraucht haben.

  • Robin Lee am 07.07.2014 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    "The way to go!"

    Der Wahnsinn! Das ist genial! :) Jetzt kann mir bitte das "alles Chemie und schlecht" Lager erklähren wie wir die dritte Welt sonst ernähren können?

    • D.R. am 07.07.2014 22:44 Report Diesen Beitrag melden

      @Robin Lee

      Etwas kurzsichtig. Bald werden wir alle die dritte Welt sein, oder verschlafen Sie die künstlich aufrecht gehaltene Wirtschaft. En guetä.

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  • totzauer hans-jörg am 07.07.2014 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    George Orwell

    Hallo...keiner glaubte George Orwell,wer konnte sich auch vorstellen das der TV echt so dünn wird....niemand dachte jemals an 3D-Drucker...doch nun sind sie da....das Gerät kommt irgendwann doch dann ist es um die Menschheit geschehen was sie eigentlich ausmacht...denk ich an das Essen wird mir der Bericht von China wieder bewusst...die Elite wird das nicht haben...die haben nachwievor ihre Gärten

    • HelloKitty am 07.07.2014 16:07 Report Diesen Beitrag melden

      Isaac Asimov

      Lies mal was der schrieb. Alle sagten es wäre wirres Zeug. Langsam kommen sie darauf. Nur wenige wissen wirklich.

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  • JM am 07.07.2014 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aber bitte mit ... wenigen Zusatzstoffen

    bähhh Den Eistee von Nestlé kann ich nicht trinken, danach habe ich immer Bauchschmerzen. Bei Lipton und allen anderen ist es auch so, einzig Migros macht einen verträglichen, welcher auch angenehm schmeckt (ich behaupte nicht, dass dieser keine Zusatzstoffe enthält, jedoch diesen einen Stoff nicht (ich weiss noch nicht mal welcher es ist, ich spüre bei Nestlé nur die Quittung)). Jedenfalls hoffe ich, Nestlé macht das gescheit, sonst wird es ein Erfolg (wenn auch in Jahren), Migros

    • VomFach am 07.07.2014 14:07 Report Diesen Beitrag melden

      Migros ice tea

      Migros d.h. die BINA (Bischofszell AG) kochen den Tee noch selber aus den Rohstoffen. Also KEIN Extrakt und Grünteeextrakt wird verwendet. Jedoch finde ich den vielen Zucker problematisch. Die sollen lieber eine top Stevia ohne Nachgeschmack einsetzen. Sie sagen es richtig. In allen anderen ICE teas sind Stabilisatoren wie Citrate, Säuren, Benzoat, Schwefelmoleküle, Farbstoffe, o.ä. drin.

    • Chris Fogg am 08.07.2014 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      Verweichlichte Mägen

      Was habt ihr denn für empfindliche Mägen? Also ich habe keine Probleme mit diesen Produkten!

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  • Alex T. am 07.07.2014 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    den grössten Schwachsinn

    Sowas zu essen, ist sicher schlechter, als wenn man es frisch zubereiten würde. Alles Chemie, was dieser Apparat dann auspucken würde. Nicht jeder Mensch ist gleich gebaut und somit wirkt sich das auch auf jeden Menschen/Person anders aus. Und mal ehrlich - wer vertraut schon einem Computer? Dümmer gehts nimmer.

    • allan am 07.07.2014 15:46 Report Diesen Beitrag melden

      nein

      wieso schlechter? woher denkst du, kommen all die stoffe in deinen lebensmittel im kühschrank? wenn, dann gleich "schlecht" oder gar gesünder.

    • Steff am 09.07.2014 14:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Alex T.

      korrekt der eine braucht mehr vitamine der andere brauch mehr eisen, der dritte mehr Kalzium, was dieses gerät auf die person abstimmt und somit genial macht. und vitamine etc. sind ob in den früchten oder als pulver beides "chemie"

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