US-Süsswarengeschäft

16. Januar 2018 18:17; Akt: 16.01.2018 20:09 Print

Milliarden-Deal zwischen Nestlé und Ferrero

Nestlé verkauft sein US-Süsswarengeschäft für 2,8 Milliarden Franken an den italienischen Konkurrenten Ferrero. Das teilte der Nahrungsmittelmulti mit.

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Nestlé hat einen Käufer für sein Süsswarengeschäft in den USA gefunden. Der Schweizer Nahrungsmittelmulti einigte sich mit dem italienischen Konkurrenten Ferrero auf einen Verkauf. Die Italiener bezahlen 2,8 Milliarden Dollar in bar.

Der Verkauf soll voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2018 abgeschlossen sein, teilte Nestlé am Dienstagabend mit. Zuvor müssten noch die üblichen Genehmigungen eingeholt und Abschlussbedingungen erfüllt werden.

Mit Ferrero habe man einen geeigneten Käufer gefunden, wird Konzernchef Mark Schneider im Communiqué zitiert. Schneider hatte schon vor Monaten angekündigt, sich von der wenig profitablen Sparte trennen zu wollen. Neben Ferrero war in der Vergangenheit auch über ein Interesse des Schokoladekonzerns Hershey oder der Beteiligungsgesellschaft L Catterton spekuliert worden.

US-Markt weiter bearbeiten

Nestlé wolle in den USA weiter investieren und auf Innovation setzen. Dies gelte insbesondere für Kategorien, bei denen der Konzern eine Führungsposition habe, wie Produkte für Heimtiere, Wasser, Kaffee, Tiefkühlkost und Säuglingsnahrung, schreibt Nestlé weiter.

Nestlé erzielte 2016 mit dem Süsswarengeschäft in den USA einen Umsatz von 900 Millionen Franken. Das entspricht rund drei Prozent des Umsatzes der Nestlé-Gruppe in der Region. Der Bereich umfasst beliebte Schokoladenmarken wie etwa Butterfinger oder Crunch.

Süsswaren bleiben wichtig

Nicht verkauft werden hingegen Nestlé-Backprodukte unter der Marke Toll House. Dies sei eine strategisch wichtige Wachstumsmarke, die das Unternehmen weiter entwickeln werde. Auch am internationalen Süsswarengeschäft will der Nahrungsmittelkonzern festhalten und dieses ausbauen, insbesondere die Schokoriegel-Marke KitKat.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jim Bean am 16.01.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Banditen

    Wirklich geschickter Schachzug... Nun können sie sich den wichtigen Sachen widmen, wie die Grundwasserspeicher in anderen Länder zu leeren und den Menschen die Lebensgrundlage zu nehmen. Respekt Nestle weiter so.

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  • Zuckermäuschen am 16.01.2018 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zucker

    Sehr intelligent von Nestle. Zucker ist ja anscheinend der grössere Gesundheitskiller als das Fett. Die Schäfchen nun ins trockene bringen.

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  • sepp am 16.01.2018 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nestle

    Nestle, Kriminelle Firma, Grundwasser aus dem Boden pumpen und den Einheimischen teuer verkaufen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alain Surlemur am 17.01.2018 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Kluger Entscheid

    Wenn man feinfühlige Antennen für künftige Trends hat merkt man dass Schleckmäuler die zukünftigen Aussätzigen sind die es zu bekämpfen gilt, so wie den Tabak heute...

    • Miarter am 17.01.2018 11:33 Report Diesen Beitrag melden

      Klug für Ferrero, expandieren

      Naja. Ist eine reine Marketingfrage. Es kostet nicht viel die Produktion von Zucker zu anderen Süsstoffe zu wechseln. Ausserdem: Wer wirklich glaubt, dass Menschen in den USA plötzlich aufhören Snacks und Süssigkeiten zu konsumieren, liegt ziemlich sicher falsch. Nestle brauchte Geld. Ferrero hat es.

    • Rocher am 17.01.2018 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Alain Surlemur betreffend Nestle

      Ja klar und dann aber munter Wasser aus Drittweltländer abpumpen und den Einheimischen verwehren. Oder Arbeitsbedingungen? Oder Pestizide etc etc...

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  • Menschlich am 17.01.2018 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ferrero 1, Nestle 0

    Wer durch die für ihr gutes Essen und ihren guten Wein bekannte Langhe-Region rund um Alba reist, hört nur Gutes über Ferrero. So haben die Ferreros die ländliche Struktur intakt gehalten, indem sie ihre Mitarbeiter mit eigenen Bussen aus den Dörfern abholten und so hässliche Arbeitersiedlungen rund um die Fabrik vermieden. Ferrero unterstützt das Studium von Angestellten-Kindern, bis sie 26 Jahre alt sind. Wenn ein Mitarbeiter stirbt, erhält die Familie noch drei Jahre lang das volle Gehalt. Solche Gesten machen die Gründerfamilie beliebt.

    • Rebreg am 17.01.2018 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Menschlich

      Ja genau und wie ist das mit dem palmöl?

    • Bernd am 17.01.2018 19:07 Report Diesen Beitrag melden

      @rebreg

      Scheint als wärst du in eine Fakenews Falle geraten.

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  • Piemonte am 17.01.2018 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Schlau von Ferrero

    Der US Markt ist der weltweit grösste. Mit einem Schlag ist der Gigant aus Alba (It) der dritt und bald zweitgrösste Snack und Süsswarenhersteller der USA. Für 2.8 Milliarden ein Geschenk. Irgendwas haben sie nicht zu befürchten da Nestle für ihre Produkte im Fall der Fälle noch nachträglich haften müsste.

  • Mad Volcano am 17.01.2018 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich?

    Zahlen sie die 2.8 Mia. wirklich in bar? Cash auf die Kralle?? Das glaube ich kaum...

  • Mäcke am 17.01.2018 06:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtig gerechnet?

    2.8 Milliarden für eine Sparte mit 900 Millionen Umsatz? Was für Manager unterschreiben so einen schwachsinnigen Deal?

    • Marc am 17.01.2018 09:27 Report Diesen Beitrag melden

      Eher tief

      Für die Grösse des Umsatzes und die Bedeutung des US-Marktes finde ich den Kaufpreis von 2.8 Milliarden eher am unteren Rand.

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