Nahrungsmittelindustrie

12. Dezember 2011 17:28; Akt: 12.12.2011 19:24 Print

Nestlés Glacé-Geschäft in China schmilzt weg

Nestlé schliesst eine Glacé-Fabrik in China. Grund: Chinesische Konzerne stellen ähnliche Produkte viel billiger her. Auch Danone legt eine Fabrik still.

storybild

Chinesen haben lieber einheimische Glacé. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der chinesische Lebensmittelmarkt macht auch grossen internationalen Unternehmen offenbar erhebliche Schwierigkeiten. Nestlé teilte am Montag mit, es werde seine Glacéfabrik im Osten Chinas schliessen. Das ist eine von drei Nestlé-Glacéfabriken im Land.

Auch verkaufe Nestlé seine Produkte in der Region nicht mehr. Stattdessen konzentriere sich das Unternehmen auf den Norden und Süden der Volksrepublik, sagte Sprecherin Nina Caren Backs auf Anfrage. Die betroffenen Angestellten erhielten andere Jobs bei Nestlé China.

Auch Danone legt Fabrik still

Der französische Lebensmittelkonzern Danone erklärte gleichentags, er werde eine seiner zwei Joghurt-Fabriken in China stilllegen. Danone «arbeitet an einer neuen, zentraleren Strategie für Frischmilch-Produkte auf dem chinesischen Markt», begründete ein Sprecher.

Analysten nannten die scharfe Konkurrenz als Grund: Die chinesischen Konzerne Sanyuan, Yili und Mengniu stellten ähnliche Produkte her wie Nestlé und Danone - aber zu wesentlich niedrigeren Preisen. Die einheimischen Marken seien zudem besser eingeführt.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman Bolliger am 12.12.2011 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    Melamin, etc etc

    Wie der 2008 China aufgeflogene Melamin-Babymilch-Skandal zeigt: Beim schlampigen bis rücksichtslosen chinesischen Umgang mit Umwelt- und Konsumentenschutz kann man sich bei chinesischen Produkten nie sicher sein, womit sie des Profits wegen versetzt wurden. Damals waren die Babymilch-Produkte von über 20 (!) Firmen mit giftigem Melamin gestreckt, einem Aminoplast-Kunststoff, der nun wirklich Nichts in Nahrungsmitteln zu suchen hat !!! Also, wer chinesische Glacen und Joghurts essen will... nur zu!

  • Peter Grünenfelder am 12.12.2011 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kommt ja nicht auf den Gedanken

    Die traditionelle Raketenglace abschaffen, da gibt es anders Zeugs,..wo schlechter schmeckt ..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roman Bolliger am 12.12.2011 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    Melamin, etc etc

    Wie der 2008 China aufgeflogene Melamin-Babymilch-Skandal zeigt: Beim schlampigen bis rücksichtslosen chinesischen Umgang mit Umwelt- und Konsumentenschutz kann man sich bei chinesischen Produkten nie sicher sein, womit sie des Profits wegen versetzt wurden. Damals waren die Babymilch-Produkte von über 20 (!) Firmen mit giftigem Melamin gestreckt, einem Aminoplast-Kunststoff, der nun wirklich Nichts in Nahrungsmitteln zu suchen hat !!! Also, wer chinesische Glacen und Joghurts essen will... nur zu!

  • Peter Grünenfelder am 12.12.2011 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kommt ja nicht auf den Gedanken

    Die traditionelle Raketenglace abschaffen, da gibt es anders Zeugs,..wo schlechter schmeckt ..