Neue Preise

28. Juli 2016 16:01; Akt: 28.07.2016 16:23 Print

Netflix wird für treue Kunden bald teurer

Netflix erhöhte vor einem Jahr die Standard-Abo-Preise. Wer bereits Kunde war, zahlte bisher weiter den alten Preis. Nun läuft die Gnadenfrist aus.

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Netflix erhöhte die Preise für das HD-Abo in der Schweiz vor einem Jahr um 2 Franken. Das Unternehmen machte den Ausbau des Angebots mit neuen Filmen und Serien dafür verantwortlich. Ausserdem würden beliebte Originale wie «Orange Is the New Black» (im Bild) oder «Marco Polo» die höheren Kosten verursachen. Diese Serien sind auf Netflix besonders beliebt: In «Arrested Development» dreht sich alles um eine schrecklich reiche Familie, die vom einen auf den anderen Tag durch die Inhaftierung des Vaters (Jeffrey Tambor, links) verarmt. Einzig Michael Bluth (Jason Bateman, rechts) bemüht sich, die Familie über Wasser zu halten. In der Comedy-Serie auch mit von der Partie: Comedian David Cross, Will Arnett und Ellen DeGeneres' Frau Portia de Rossi. Auch «American Horror Story» ist eine Show, die man gesehen haben muss. In den Hauptrollen: Zachary Quinto ... ... und die talentierte Jessica Lange, die schon seit 1976 Erfolge vor der Kamera feiert. «Bates Motel» ist eine Art Prequel zu Alfred Hitchcocks Horrorklassiker «Psycho». In der Hauptrolle als Norman Bates ist der junge Brite Freddie Highmore zu sehen. Eine Comedy-Familie der Superlative: «Modern Family» beleuchtet die Generationen der Familie Pritchett im Mockumentary-Stil. Das Oberhaupt des Pritchett-Clans wird von Ed O'Neill gespielt, den viele aus «Eine schrecklich nette Familie» kennen. Dexter Morgan ist die Hauptfigur in der gleichnamigen Sendung «Dexter». Bei Tag ein Forensiker, bei Nacht ein Serienmörder, den man irgendwie gern haben muss. Übrigens waren die beiden Hauptdarsteller Michael C. Hall (Dexter) und seine Filmschwester Jennifer Carpenter (Deborah) während der Dreharbeiten für drei Jahre verheiratet.

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Viele Schweizer, die im Internet mit Netflix Filme streamen möchten, müssen dafür bald mehr bezahlen. Eigentlich hatte der Anbieter aus den USA die Preise seines Standard-Abos bereits vor einem Jahr von 12.90 auf 14.90 erhöht. Doch wer vor Ankündigung des Aufschlags bereits Netflix-Kunde war, zahlte bisher weiterhin 12.90 Franken. Doch die Gnadenfrist läuft nun aus.

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Das genaue Datum der Umstellung hänge mit der Laufzeit des jeweiligen Abonnements zusammen, erklärt ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage von 20 Minuten. Die entsprechenden Benachrichtigungen werden seit dem 18. Juli nach und nach bis Ende des Jahres jeweils 30 Tage vor Ablauf per E-Mail an die Mitglieder verschickt. Diese können dann entscheiden, ob sie das Standard-Abo (2 Streams, HD-Videoqualität) zum neuen Preis von 14.90 Franken nehmen oder ob sie zum Basis-Abonnement (1 Stream, SD-Videoqualität) zum Preis von 11.90 Franken wechseln.

Als Grund für die Verteuerung nannte Netflix die Erweiterung des Film- und Serien-Angebots. Aber auch beliebte Netflix-Originale («Orange Is the New Black», «Marco Polo») seien für den Preisanstieg verantwortlich. Netflix startete im September 2014 in der Schweiz.

Weniger Filme als in den USA

Die Preiserhöhung könnte bei den Schweizer Kunden auch deshalb für Missmut sorgen, weil ihnen im Gegensatz zu anderen Ländern deutlich weniger Filme zur Verfügung stehen. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, liegt der hiesige Katalog nur auf Rang 79 von 241. An der Spitze steht der Heimmarkt von Netflix, die USA.

Schweizer Kunden haben im Vergleich eine mittelprächtige Auswahl. Sie ist deutlich kleiner als in Grossbritannien, Japan oder Australien. Tröstlich ist, dass vergleichbare Länder wie Frankreich, Deutschland oder Italien noch schlechter abschneiden. Die Ursache für die grossen Unterschiede liegen laut Netflix darin, dass die Ausstrahlungsrechte für die Inhalte in jedem Land eigens verhandelt werden müssen.

Preisschere öffnet sich

Mit der Erhöhung verteuert sich das Netflix-Angebot in HD gegenüber der Konkurrenz. Das «My Prime»-Abo von UPC kostet inklusive HD-Angebot nach wie vor 9.95 Franken, Teleclub Play von Swisscom TV gibt es laut Website des Konzerns für 12.90 Franken. Bei anderen Streaming- und Video-On-Demand-Anbietern bezahlen die Kunden pro Film oder Episode einer Serie. Bei Teleboy beispielsweise kosten die Filme zwischen 2.90 und 8.40 Franken. Bei Ex Libris kosten ältere Filme 3.90 Franken, neuere 6.90 Franken, wie ein Blick auf die Website zeigt.

Immerhin sind von der Netflix-Preiserhöhung nicht nur Schweizer betroffen. Auch deutsche Neukunden des Streaming-Dienstes müssen künftig tiefer in die Tasche greifen: Dort kostet das HD-Abo neu 9.99 Euro statt bisher 8.99 Euro. Ob und wann der grosse Netflix-Konkurrent Amazon mit seinem Dienst «Amazon Prime» in die Schweiz kommt, ist nach wie vor unklar.

Mitarbeit: Fabian Lindegger

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S.b. am 28.07.2016 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter service

    Habe scho seit einem jahr netflix und finde dass es zu wenig neues gibt, werde wohl bald kündige

    einklappen einklappen
  • Rr am 28.07.2016 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie sry aber ähm..

    Ich war anfangs ganz zufrieden, doch wenn man das wenige "Schaubare" durch hat, hörts ziemlich schnell auf. Ums auf den Punkt zubringen, 99% ist einfach nur Müll..

  • Netflixer am 28.07.2016 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VPN

    Dank VPN kann man auch in der CH das US Angebot von Netflix nutzen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jon Snow am 29.07.2016 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Ich streame ALLES gratis im Internet... Von Uralten Filmen bis zur neusten Got Staffel am Tag nach der ausstrahlung. Viren auf dem PC ohne Ende aber egaaal. Ist übrigens auch Legal... Nur das hochladen nicht und für mich die einfachste Methode

  • Bob Marley am 29.07.2016 09:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Service

    Es gibt meiner Meinung nach zu wenig Gute Filme und Serien

  • Mr. Netflix am 29.07.2016 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Preiserhöhung ist ok

    Viele Tolle Serien (Marco Polo, Narcos, etc) und tolle Dokus (Chef's Table) halten mich bei Netflix. Wer nur Filme schauen möchte, ist bei Netflix falsch aufgehoben.

  • Nicht sie Er am 29.07.2016 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jährlich ein monat

    also ich kaufe mir jeden sommer eine 20.- netflixkarte. und dann warte ich wieder 1Jahr. Danach gibt es wieder genug serien und filme die ich täglich schauen kann.

  • Sebi am 29.07.2016 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Plex Forever

    Bin ich froh hab ich diese Probleme nicht. Seit 15 Jahren meine eigene Datenbank aufgebaut und da kommt kein Angebot der Welt ran. Müsste man dafür Geld verlangen würden 50.- pro Monat nicht reichen :-) Dazu mit Plex die beste Software der Welt und schon hat man Netflix/Prime 15.0 :-) Ich und meine Kollegen wünschen allen weiterhin viel Spass mit Netflix /Prime usw. :-)