Kehrtwende

10. Mai 2012 14:07; Akt: 10.05.2012 14:20 Print

Neuer UBS-Präsident will Boni senken

Axel Weber überdenkt die Bonus-Zahlungen an seine Manager. Der neue UBS-Präsident will die Boni besser austarieren, nachdem deren Höhe in der Vergangenheit oft scharf kritisiert worden war.

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Axel Weber will die Boni-Zahlungen besser austarieren. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Der neue UBS-Präsident Axel Weber hat sich die Kritik von Aktionären an der Bonus-Politik der grössten Schweizer Bank offensichtlich zu Herzen genommen. Er will die Manager-Boni demnach besser austarieren.

Er habe einen Dialog eingeleitet mit dem Ziel, die Bezahlung der Manager und den Nutzen der Aktionäre in ein Verhältnis zu bringen, das von den Anteilseignern der Bank als fair betrachtet werde, sagte Weber am Donnerstag auf einer Wirtschaftskonferenz in London. «Vom ersten Tag an habe ich einen breit angelegten Prozess mit Aktionären und unseren Angestellten begonnen», sagte er.

Ziel sei ein Modell, das die Interessen der Angestellten und der Aktionäre auf eine fairere Art und Weise ausbalanciere. Auf der UBS- Generalversammlung in der vergangenen Woche hatten Aktionäre die Boni der Manager scharf kritisiert und der Vergütungsbericht der Bank fand weniger Zustimmung als im Jahr davor. In einer Konsultativ-Abstimmung sank der Anteil der Ja-Stimmen auf 60 Prozent von 64 Prozent im Vorjahr.

Sorgen mit der Eurozone

In seiner Rede in London warnte Weber davor, dass Banken bei der Beschaffung von Eigenkapital Probleme haben könnten und als einziger Ausweg ein Verkauf von Bilanz-Aktiva bleibe. Das sogenannte Deleveraging sei wahrscheinlich die einzige gangbare Alternative, sagte er. Die UBS selbst komme mit ihren Kapitalplänen gut voran, sagte Weber.

Die grundlegenden Probleme der Eurozone seien noch nicht angegangen worden, sagte er weiter. Er rechne nicht damit, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheide. Die Lage der spanischen Wirtschaft und der spanischen Banken berge aber ein grosses Ansteckungsrisiko für Italien und den Rest der Eurozone.

Auch der deutsche Bankensektor sei nicht immun. Auf die Probleme mit einer Erhöhung der Staatsausgaben zu reagieren, sei ein «Giftbecher» und «ein Rezept für ein Desaster und nicht für eine Lösung».

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pit Rorschach am 10.05.2012 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Verstaatlichen

    Es gibt nur eine Lösung des Problems. Chavez würde die Banken verstaatlichen und die Lohnobergrenze bei 500000 festnageln. Und genau das sollten wir tun!

  • henry am 10.05.2012 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eine farce

    eine farce ohne gleichen. er selber kassiert ohne leistung 4 mio und badet sich nun in einer selbstgefaelligkeit ohne grenzen: die anderen boni austarieren. unglaublich!

  • Bentalino am 10.05.2012 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Fernseherprediger

    Er sollte selbst seine eigene Boni auf das Niveau des normalen Angestellten senken. Er ist nur Profiteur und erzeugt weder Mehrwert für Kunden noch für Angestellten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pit Rorschach am 10.05.2012 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Verstaatlichen

    Es gibt nur eine Lösung des Problems. Chavez würde die Banken verstaatlichen und die Lohnobergrenze bei 500000 festnageln. Und genau das sollten wir tun!

  • Emil S. am 10.05.2012 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Okay

    ...und wieviel? 3 Prozent?

    • P. Romille am 10.05.2012 15:37 Report Diesen Beitrag melden

      soviel

      3 Promille. Das geht dann direkt ins Blut :-)

    einklappen einklappen
  • Hans am 10.05.2012 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    blabla ihr Kritiker

    Bitte unterlast Kommentare zur Entschädigung, welche er erhalten hat beim Stellenantritt. Alle Aktionäre, welche an der GV waren haben von K. Villiger eine Erklärung erhalten, dass dies lediglich die Zahlungen der vorherigen Bank ersetzt. Anhand von euren Kommentaren lese ich, dass ihr nicht an der GV teilgenommen habt und somit mal Stammtischwissen weitergebt.

    • Banker am 10.05.2012 16:07 Report Diesen Beitrag melden

      Aha wir sind in der Champions League

      Ja Ja natürlich du bekommst ja wie Ronaldo und co auch die Zahlungen die Du bei deinem "alten" Arbeitgeber bekommen hättest wenn Du die Stelle wechselst oder? Oder sagt dir der alte vielleicht "Du bekommst ja am neuen Ort mehr wieso soll ich dir noch was geben?

    • Martin G. am 10.05.2012 17:00 Report Diesen Beitrag melden

      Zahlungen?

      Was für Zahlungen??? Wenn die andere Bank so gut zahlt, warum wechselt er dann zur UBS? Solange ein Bank staatliche Gelder (AHV-Gelder) verwaltet, sind solche orbitanten Löhne in keinster Weise gerechtfertigt. Lieber Hans, denk mal ganz einfach darüber nach, wie viel Kundengelder Zinsen abwerfen müssen um auch nur die 4 Millionen zu decken. Klinkt einfach, IST ES AUCH! Sich nicht immer betroffen fühlen, nur den gesunden Menschenverstand benutzen ;-)

    einklappen einklappen
  • Bentalino am 10.05.2012 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Fernseherprediger

    Er sollte selbst seine eigene Boni auf das Niveau des normalen Angestellten senken. Er ist nur Profiteur und erzeugt weder Mehrwert für Kunden noch für Angestellten.

  • henry am 10.05.2012 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eine farce

    eine farce ohne gleichen. er selber kassiert ohne leistung 4 mio und badet sich nun in einer selbstgefaelligkeit ohne grenzen: die anderen boni austarieren. unglaublich!