Schweizer Start-up

12. Juni 2017 20:16; Akt: 14.06.2017 07:56 Print

Nie mehr anstehen, um die Jacke abzugeben

Nach dem Konzert an der Garderobe anstehen ist nervig. Damit dies nicht mehr nötig ist, hat eine Schweizer Firma nun die Selfservice-Garderobe erfunden.

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Trägt man eine Jacke oder hat gar noch eine Tasche dabei, wird der Besuch im Theater oder am Konzert schnell unangenehm. Vor und nach dem Event muss mit langen Wartezeiten an der Garderobe gerechnet werden. Eine Schweizer Firma hat für dieses Problem nun eine Lösung gefunden: eine mobile und modulare Selbstbedienungsgarderobe.

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Das unter dem Namen Zippsafe vermarktete Produkt wurde Ende 2016 in Einkaufszentren der Migros-Aare installiert. Das System besteht dabei aus 15 mit Reissverschluss verschliessbaren Taschen, die an einem Gestell befestigt sind.

Schliessen mit PIN-Codes

Jacken oder sonstige Kleider werden an herausziehbaren Kleiderbügeln aufgehängt. Taschen oder Rucksäcke können ebenfalls deponiert werden. Danach wird die Zippsafe-Tasche mittels Reissverschluss zugezogen und mit einem selbstgewählten PIN-Code verschlossen. Im Fall der Migros-Aare ist die Benutzung von Zippsafe kostenlos.

«In den ersten drei Monaten hat sich die Anzahl Belegungen alle zwei Wochen verdoppelt und sich inzwischen auf mehrere Tausend Benutzer pro Monat eingependelt», erklärt David Ballagi. Gemeinsam mit seinem Partner Carlo Loderer hat der Berner Zippsafe gegründet. Ballagi sagt: «Bereits während unseres Maschinenbaustudiums an der ETH organisierten wir Veranstaltungen und merkten dabei, dass der Aufbau und der Betrieb der Garderobe für uns immer sehr mühsam war.»

Wie funktioniert Zippsafe? Sehen Sie es im Video:

Keine Lust auf Garderoben

Die bisherigen Lösungen wie eine klassische Garderobe mit Personal habe man dabei sehr kritisch betrachtet, so Loderer. Basierend auf einem Smart Fabric – einem besonderen Stoff – habe er mit seinem Partner dann eine diebstahlsichere Anzugstasche entwickelt. Den ersten Prototyp des Zippsafes.

Inzwischen habe man auch bereits im Ausland – namentlich in Dubai und Paris – erste Käufer auf Zippsafe aufmerksam machen können, so Loderer. Und weiter: «Wir sind sicher, dass wir auch dort Erfolg haben werden.» Schliesslich habe man in der Schweiz über tausend Benutzungen pro Monat und in einem einzigen Einkaufszentrum.

Experten an Bord geholt

Um die weitere Expansion voranzutreiben, habe man sich ausserdem Experten in den Verwaltungsrat geholt. So sitzen in diesem neu Jonathan Grahm von Siroop.ch, Stefan Portmann, ehemaliger Mitbesitzer des Modehauses Schild, und Yves von Ballmoos, ehemaliger CEO und Inhaber von Zingg-Lamprecht.

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • NichtNeues am 12.06.2017 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibts seit Jahren

    in Amerika z.B. Auch sehen konnte man diese Idee bei Shark Tanks

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  • René am 12.06.2017 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Anstehen?

    Und wenn es viele Leute hat.... Doch anstehen.

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  • N.D. am 12.06.2017 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Kopiert

    Und wieder ein Start-up das glaubt, etwas völlig neuartiges entdeckt zu haben. Dabei gibt es das schon seit zig Jahren im Ausland. Wird das nicht langsam peinlich, all diese Leute die sich Unternehmer nennen mit solchen kopierten Ideen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • K. Acker am 13.06.2017 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    ..ach so...

    Arbeitsplätze weg und anstehen wird man trotzdem müssen... ...tooooooolle "Erfindung"

  • DieDieImmerMotzt :-) am 13.06.2017 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Unterschied zu einem Schliessfach?

    Was ist der Unterschied zu einem ganz normalen Schliessfach wie z.Bsp. in Hallenbädern (ausser dass diese "Fächer" mit einem PIN/Karte zu schliessen sind? Nichts. Weshalb diese Erfindung nicht gebraucht wird. Meiner Meinung nach.

    • Tom D. am 13.06.2017 23:20 Report Diesen Beitrag melden

      Platzsparender

      Nunja, die Teiler sind auf Kleider ausgerichtet. Somit können bedeutend mehr "Fächer" auf kleinerem Raum angeboten werden als bei Schliessfächer..... Jetzt kannst du sagen dies sei nicht spezielle, und doch, genau das ist es :-)

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  • Reti am 13.06.2017 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Besetzung

    Ein Mitbesitzer des Modehaus Schild im VR? Dann kann er ja gleich Konkurs anmelden.

    • Paul L. am 13.06.2017 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reti

      Experten?!? Ist Schild nicht die Kette die bis 2019 verschwinden soll und Siroop die Plattform bei der niemand bestellt?

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  • ralph am 13.06.2017 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Zu gross

    Ist viel zu gross für Clubs oder dergleichen. Man kann nicht eine einfache drehgarderobe ersetzen, es braucht viel zu viel platz und vor den Kästen steht man ja dann trotzdem an.

  • the misfits am 13.06.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    puah als das es schliessfächer

    in allen variationen nicht seit 250 jahren gibt und anstehen bis man zu seinem dingsbums kommt, muss man trotzdem...eine 'neuerfindung' für nichts und wieder nichts, das kann ich auch...mega mega innovativ, klatsch klatsch leute!!!! ich hatte auch mal einen kumpel der erfinder war, steckte 100tausende in patente, 25 jahre danach? er ist immer noch am schulden abtragen!