Wütende Reaktion

05. September 2018 10:02; Akt: 05.09.2018 10:02 Print

Amerikaner zünden ihre Nike-Schuhe an

Weil der NFL-Star Colin Kaepernick Teil einer Werbekampagne von Nike ist, zerstörten Twitter-Nutzer aus Protest ihre Schuhe des US-Sportartikelherstellers

Ärger: Antirassismus-Protestführer Colin Kaepernick polarisiert. (Video:Tamedia/AFP/AP)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Football-Quarterback Colin Kaepernick, der vor gut zwei Jahren die Nationalhymnen-Proteste im US-Sport ausgelöst hatte, ist Teil der neuesten «Just Do It«-Werbekampagne des US-Sportartikelherstellers Nike.

Umfrage
Was halten Sie von der Kampagne?

Der 30-Jährige ist einer von mehreren Athleten, mit denen Nike das 30-Jahr-Jubiläum des Markenmottos «Just Do It» (Mach es einfach) feiern wird.


Auf Twitter reagieren einige Nutzer auf die Neuigkeit mit Protestfeuern. Sie posten Bilder und Videos davon, wie sie ihre Nike-Schuhe anzünden:


Ein anderer User beschloss, seine Nike-Socken zu zerschneiden. Er postete ein Foto von den Überbleibseln:


Seit Protest ohne Club

Kaepernick, der zuletzt 2016 für die San Francisco 49ers in der amerikanischen Profi-Liga NFL spielte, postete ein Foto der neuen Werbekampagne auf seinen sozialen Kanälen. Das Foto zeigt eine Nahaufnahme von Kaepernicks Gesicht mit dem Werbeschriftzug: «Glaube an etwas. Auch wenn das heisst, alles zu opfern».

Nike wirbt mit geschasstem Football-Star

Nebst dem ehemaligen NFL-Spieler, der nach seinem Protest keinen Club mehr fand, sind unter anderem auch Odell Beckham Jr. (American Football), Serena Williams (Tennis) und LeBron James (Basketball) Teil der «Just Do It«-Kampagne. Kaepernick wird seit 2011 von Nike gesponsert.

In Trumps Augen «Hurensöhne»

Im August 2016 begann mit Kaepernick die Welle an Protesten von NFL-Profis, die sich durch ihren Kniefall oder erhobene Fäuste gegen Polizeibrutalität und Rassenungleichheit aussprechen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete kniende Spieler vergangenes Jahr als «Hurensöhne» und hat seitdem seine Kritik an der Liga und den protestierenden Spielern mehrfach bekräftigt.

(sda/dob)