AUA-Übernahme

04. Dezember 2008 15:41; Akt: 04.12.2008 15:46 Print

Niki Lauda poltert

Der einstige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda sieht seine Billigfluglinie «niki» angesichts der Lufthansa-Übernahme der Austrian Airlines (AUA) im Nachteil.

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Niki Lauda im Cockpit einer seiner Niki-Maschinen. (Bild: Keystone)

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Er werde den staatlichen Zuschuss für die AUA im Zuge des Verkaufs nicht kampflos hinzunehmen, kündigte Lauda am Donnerstag nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA an.

Dies sei «brutale Wettbewerbsverzerrung», sagte Lauda demnach dem Magazin «Format». Er forderte für «niki» im Gegenzug für den AUA-Schuldenerlass zumindest zusätzliche Verkehrsrechte für Ziele ausserhalb der EU.

Lauda habe um einen baldigen Termin mit dem neuen Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Josef Pröll gebeten, um über eine einvernehmliche Lösung zu verhandeln, zitierte der Bericht den Haupteigentümer der Fluglinie «niki», an der auch die Air Berlin beteiligt ist. Die Regierungsspitze solle erklären, «wie sie die 500 Millionen Euro für die AUA vor meinen Mitarbeitern rechtfertigen.»

Der Ex-Formel-1-Weltmeister möchte zum Ausgleich «zwei Mal täglich nach Moskau, Kiew oder Belgrad fliegen dürfen, nicht nur ein Mal.» Sollte es keine gütliche Lösung in Österreich geben, will Lauda in Brüssel aktiv werden.

(ap)