Quartalszahlen

17. Juli 2014 07:43; Akt: 17.07.2014 08:38 Print

Novartis weiterhin im Aufwärtstrend

Umsatz- und Gewinnwachstum: Der Pharmakonzern Novartis kann im zweiten Quartal erneut zulegen. Die Generikum-Konkurrenz könnte aber bald zum Problem für den Pharmariesen werden.

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Joseph Jimenez, CEO, kann sich freuen, wie im ersten Quartal legt die Novartis bei Umsatz und Gewinn erneut zu. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Der Pharmakonzern Novartis legt ein Quartalsergebnis ohne Überraschungen vor: Das weltumspannende Unternehmen hat zwischen April und Juni den Umsatz um 2 Prozent auf 14,64 Milliarden Dollar (rund 13,1 Milliarden Franken) gesteigert. Neue Medikamente und eine gesteigerte Produktivität füllten die Kassen des Weltkonzerns.

Operativ verbesserte sich Novartis um 6 Prozent auf 3,10 Milliarden Dollar, wobei die Wechselkurse die Steigerung drückten, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Ohne Währungseinflüsse wäre das Betriebsresultat um 11 Prozent gestiegen. Der Reingewinn stieg um 3 Prozent auf 2,85 Mia. Dollar, wechselkurseffektbereinigt um 7 Prozent.

Gewinn grösser als erwartet

Beim Umsatz verfehlte Novartis die Analystenprognosen, die laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP im Schnitt Erlöse von 14,75 Milliarden Dollar erwartet hatten. Der Reingewinn liegt hingegen über den Prognosen: Laut AWP-Konsens war das Ergebnis auf 2,52 Mia. Dollar geschätzt worden.

Novartis hat im ersten Halbjahr einen weitreichenden Konzernumbau in Angriff genommen. In mehreren Schritten erwirbt der Basler Konzern etwa die Krebsmedikamentesparten der britischen GlaxoSmithKline (GSK). Im Gegenzug gehen die Novartis-Impfstoffe an GSK. Mit dem Tausch büsst Novartis Umsatz ein, erhofft sich aber bessere Margen.

Pharma-Sparte produktiver

In den Bereichen, die auch künftig zum Kerngeschäft der Gruppe gehören werden, steigerte sich das operative Ergebnis um 3 Prozent auf 3,80 Mia. Dollar (währungseffektbereinigt 6 Prozent). Auch der Reingewinn stieg um 3 Prozent auf 3,28 Mia. Dollar (währungseffektbereinigt ebenfalls 6 Prozent).

Insbesondere die Pharma-Sparte habe ihre Produktivität erhöht und den operativen Hebeleffekt auf die Kernergebnisse des Konzerns gesteigert, sagte Konzernchef Joseph Jimenez gemäss einem Communiqué. Auch neue Medikamente liefen gut.

Der Pharmariese profitierte indessen zum letzten Mal davon, dass sein Blutdrucksenker Diovan in den USA keine Konkurrenz hat. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat nun ein Nachahmermedikament des indischen Konkurrenten Ranbaxy zugelassen. Novartis setzt mit bisher Diovan rund 100 Millionen Dollar im Monat um.

(sda)