Land am Zugersee

22. März 2015 10:06; Akt: 22.03.2015 10:47 Print

Novartis zerrt Daniel Vasella vor Gericht

Der Pharmariese Novartis und ihr Ehrenpräsident Daniel Vasella sind sich wegen des Preises eines riesigen Grundstücks in die Haare geraten. Die Firma glaubt, Vasella profitiere zu stark.

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Die Stimmung zwischen dem langjährigen Novartis-Chef Daniel Vasella und er der aktuellen Führungscrew ist höchst angespannt. Hintergrund ist ein Streit um ein 53‘000 Quadratmetergrosses Landgut mit Seeanstoss in Risch ZG. Vor rund einem Jahr hatte Vasella das Vorkaufsrecht für die Liegenschaft mit Herrschaftshaus und Bauernhof ausgeübt, nachdem der Pharmakonzern das dort ursprünglich geplante Projekt für ein Ausbildungszentrum fallen liess. «Herr Vasella hat sein Kaufrecht für das Gut Aabach gegenüber Novartis gemäss Vertrag ausgeübt», teilte die Novartis-Pressestelle im März vor einem Jahr mit.

Doch der Verkauf ist noch nicht über die Bühne gegangen, wie die «SonntagsZeitung» in ihrer aktuellsten Ausgabe berichtet. Der Grund: Vasella und Novartis konnten sich nicht über den Kaufpreis einigen. Im Vertrag war festgelegt worden, dass der Preis «dem Durchschnitt des von zwei unabhängigen Schätzern festgestellten Werts entspricht.» Angeblich soll eine erste Schätzung einen Preis von etwa 20 Millionen Franken ergeben haben. Doch Novartis war nicht bereit, das Grundstück für diesen Betrag abzugeben und zog Vasella deswegen vor das Kantonsgericht in Zug. Die Firma verlangte zwei Fachleute für die Schätzung zu benennen.

Zerrissenheit zwischen Vasella und Reinhardt

Weil sich die beiden Streithähne nicht auf zwei Fachleute einigen konnten, bestimmte das Gericht in seinem Urteil vom 15. Januar 2015 zwei Liegenschaftsschätzer und auferlegte den Parteien je zur Hälfte die Gerichtskosten. Der Streit sei kleinlich von beiden Seiten, sagte ein Ex-Novartis-Manger, der sowohl unter Verwaltungsratspräsident Daniel Vasella als auch unter seinem Nachfolger Jörg Reinhardt gearbeitet hat, zur «SonntagsZeitung». Wenn man sich auf diesem Niveau wegen ein paar Millionen nicht einigen könne, zeige das die Zerrissenheit zwischen dem aktuellen Präsidenten und seinem Vorgänger.

Laut «SonntagsZeitung» markiert Reinhardt auch am Hauptsitz in Basel Distanz zu seinem Vorgänger. Angeblich nahm er ihm das grosszügige Büro weg, das gegenüber seinem eigenen im ersten Stock des Verwaltungsgebäudes lag. Ende Jahr musste Vasella laut dem Bericht in ein viel kleineres Büro im zweiten Stock umziehen, das direkt neben der Herrentoilette liegt. Als Novartis-Ehrenpräsident und Coach von Nachwuchs-Führungskräften des Konzerns erhält Vasella bis 2016 jährlich mindestens 250'000 Dollar.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tschovanni am 22.03.2015 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinlich!

    Zu viel Geld verdirbt den Charakter . . .

    einklappen einklappen
  • HPB am 22.03.2015 10:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo viel Geld ist, ist die Gier nah.

    (zu)viel Geld zeigt plötzlich den wahren Charakter.

  • S. Schild am 22.03.2015 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ähnlich wie bei Tieren

    Wie zwei Hunde die ihr Revier markieren...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial Kohler am 23.03.2015 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Alter Kaffee...

    Herr Vasella hat lange genug abgezockt, er sollte jetzt ruhig sein, seine Pension geniessen und in den USA bleiben. Genug negatives gehört von dieser Personne !

  • Steff am 23.03.2015 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Den Hals nicht voll genug kriegen

    Versteht doch endlich , Herr Vasella konnte schon vorher den Hals nicht voll genug kriegen - wieso sollte sich das nun ändern? Einziges Trostpflaster: auch besagter Herr hat kein einziges Stück Geld und keinen Quadratmeter Land wenn er diese Welt verlässt !

  • Nonym am 23.03.2015 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Entschuldigt, ist aber so

    Ich konnte dern Herrn Vasella nie richtig leiden! Dieser Mann ist einfach nur gierig wie kein anderer. So schlimm so was

  • Les aus Zh am 23.03.2015 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    .......

    Das wird auch langsam Zeit, denn kein Mensch kann soviel Geld "ehrlich" verdienen.!

  • Ka am 23.03.2015 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weg

    Vassela soll einfach gehen in nichts mehr weder als Ehrenpräsident noch als Putzmann in Novartis zu tun haben. Dies schadet der Firma enorm.