Wenig Chefinnen

25. Juni 2012 22:44; Akt: 26.06.2012 09:04 Print

Nur Griechenland ist schlechter

Die Schweiz schafft einen neuen Negativrekord im Vergleich mit der EU: Nur in Griechenland sind weniger Frauen in Führungspositionen als in der Schweiz.

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Die Chefin: In der Schweiz haben nur 19 Prozent der Berufstätigen eine Frau als Vorgesetzte. (Bild: thinkstockphotos)

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Sonst vergleichen wir uns auch nicht mit dem Land, das zurzeit mit dem finanziellen und politischen Zusammenbruch kämpft - mit Griechenland. Doch wenn es um Frauenquoten geht, ist die Schweiz nur knapp besser als der Euro-Austrittskandidat. Dies zeigt die 5. Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen, die im Jahr 2010 durchgeführt und am Montag vom Staatssekretariat für Wirtschaft Seco publiziert wurde.

So gaben lediglich 19 Prozent der in der Schweiz befragten Arbeitnehmer an, eine weibliche Vorgesetzte zu haben. In der EU sind es durchschnittlich 29 Prozent der Arbeitnehmer, die eine weibliche Person als Boss haben. Nur Griechenland liegt mit 16 Prozent klar hinter der Schweiz, während Malta mit weiblichen Führungskräften mit unserem Land gleichauf liegt, wie Maggie Graf vom Seco gegenüber 20 Minuten Online ausführt.

Schweizer Frauenquote sogar rückläufig

Ein Blick auf die umliegenden Länder der Schweiz zeigt ein ganz anderes Bild: In Österreich sind Frauen mit 27 Prozent in den Chefetagen vertreten, in Italien immer noch mit 22 Prozent. In Frankreich beträgt der Anteil weiblicher Führungskräfte sogar 28 Prozent, bei unserem nördlichen Nachbarn Deutschland immerhin 24 Prozent. Am häufigsten sind Frauen als Vorgesetzte in Estland, Schweden und Grossbritannien zu finden, wie es im Seco-Bericht heisst.

In der Schweiz geht der Anteil der weiblichen Führungskräfte sogar wieder zurück: Während in der EU der Chefinnen-Anteil zwischen 2005 und 2010 von 25 auf 29 Prozent stieg, sank er in der Schweiz von 21 auf 19 Prozent (siehe Grafik 2).

(egg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani am 26.06.2012 07:05 Report Diesen Beitrag melden

    viele Frauen wollen nicht

    vor Leuten stehen und reden; das ist etwas, das Frauen oft nicht wollen.

  • Zimmi am 26.06.2012 00:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GLEICHberechtigung

    Es gibt wahnsinnig wenige primarlehrer. Wo bleiben die männerrechtler?!

  • Natürlich Mann am 25.06.2012 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Und ?

    Geht's der CH-Wirtschaft jetzt schlechter? Nein sicher nicht. Merkel zeigt ja auch die Qualitäten der Frauen an der Macht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • susanne b. am 26.06.2012 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochqualifizierte

    wir haben topqualifizierte Frauen und in Führungspositionen. Leider werden diese in unserem Land nicht gefördert. Die unterdrückung der Frauen ist stark zu spüren. Auch wenn eine Frau eine Führungsposition einnimmt muss sie mehr leisten als ein Mann und verdient viel weniger.Es liegt nicht am Wille der Frauen sondern am Systhem und der Einstellung zu den Frauen . In den letzten Jahren wurden gute Führungsktäfte auf übelste Weise aus der Firma hinausbefördert und durch 25 jährige ersetzt. Heute werden so viele Teilzeitstellen von Frauen besetzt billig eben obwohl sie sehr gut qualifiziert sind. Die Firmen sparen auf Kosten der Frauen .Wenn firmen für jede Teilzeitkraft den Pensionskassenteil bezahlen müsste würde sich da so einiges ändern.

  • Rafael am 26.06.2012 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe das nie verstanden

    Wie ging es nochmals? Alle Firmen sind Gewinnorientiert? Frauen verdienen schlechter als Männer bei gleicher Qualifikation? Anzahl der weiblichen Führungskräfte rückläufig? Logik? Diese globalen Aussagen haben keinerlei Wert, da einfach nicht weit genug ausgeholt wird. Wie viele pot. weibliche Führungskräfte betreiben bspw. Job-Sharing im Gegensatz zum Mann? Wie wärs mit Gleichstellung wo es auch reguliert werden kann?

  • Stefan Siegel am 26.06.2012 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Umkehrschluss

    Umkehrschluss: Aufgrund dem tiefen Anteil weiblicher Führungskräfte hat die Schweiz in Europa die tiefste Arbeitslosigket, die tiefste Verschuldung, sind die produktivsten, die geringste Steuerbelastung, etc.

  • unternehmer am 26.06.2012 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    leider schlecht erfahrungen

    gut so! chefinen versagen immer häufiger! sorry das ich das so sagen muss, aber ich spreche von meinen persönlichen erfahrungen! die abteilungsleiterinnen oder auch kaderfrauen, wellche ich in meinenm leben beschäftigt habe, sind alle entweder viel zu sehr damit beschäftigt männdlich zu sein, oder besser, keine schwäche zu zeigen. oder sie sind emotional nicht dafür gemacht, rede und antwort zu stehen und auch mal den kopf hinzuhalten oder köpfe rollen zu lassen! sorry aber das sind leider meine erfahrungen. und es geht nicht nur mir so!

  • josef am 26.06.2012 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    das wundert kaum

    das wundert einen nicht. die schweiz wird bei vielen dingen schlechter abschneiden . vor allem bei denen, wo es um humanitäre und soziale fragen geht.