Burj Khalifa in Dubai

14. Februar 2014 11:28; Akt: 16.02.2014 18:38 Print

Offene Rechnung – zu Fuss in den 163. Stock

Die Eigentümer der Wohnungen im höchsten Gebäude der Welt sind mit den Zahlungen im Verzug. Fitnessraum und Pool sind für einige Einwohner schon gesperrt. Aber es könnte noch schlimmer kommen.

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Burj Khalifa in Dubai: Mit fast 830 Metern das höchste Gebäude der Welt. (Bild: Keystone/AP/Kamran Jebreili)

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Ganze drei Rekorde hält der Burj Khalifa in Dubai: Der Turm ist das höchste Gebäude der Welt, das Gebäude mit den meisten Stockwerken und er beherbergt das höchste noch nutzbare Stockwerk. Wer ein Ticket für die Liftfahrt auf das 830-Meter-Bauwerk ergattern will, muss sich schon mehrere Wochen vorher anmelden.

Doch neben Souvenirshops, Aussichtsplattformen und teuren Büroräumen beherbergt der Turm auch 1000 Luxusapartments, einen Pool und ein Fitnesscenter. Zu diesen haben die Bewohner zum Teil nun keinen Zugang mehr. Wie die Zeitung «The Independent» berichtet, können sich eine ganze Reihe der Eigentümer die hohen Nebenkosten für Wartung, Instandhaltung und Reinigung des Gebäudes nicht mehr leisten. Die Folge: Die Schlüsselkarten der betroffenen Wohnungen öffnen die Tür zu gemeinsam genutzten Räumen wie eben Fitnesscenter, Pool oder Tennisplätzen nicht mehr.

Treppensteigen?

Wenn das eintrifft, was einige nun befürchten, dürften die Bewohner das Fitnesscenter ohnehin nicht mehr brauchen. Einige Bewohner berichten nun, dass als Nächstes der Zugang zu den Liften gesperrt werden könnte - für Mieter im 163. Stock - so hoch liegt das höchste noch nutzbare Stockwerk
- würde das ein strammes Sportprogramm bedeuten.

Um das Geld möglichst schnell einzutreiben, hat sich die Verwaltung des höchsten Gebäudes der Welt nun etwas einfallen lassen: Man stellt die Sünder an den Pranger. Auf Listen, die im Haus aushängen, stehen die Namen aller Apartments, bei denen die Nebenkosten noch ausstehen. Wurden sie bezahlt, dann folgt der entsprechende rote Stempel. Das Problem sei, so berichten Mieter, dass sie selbst nicht einmal im Verzug seien, sondern die Eigentümer der Apartments. Diese würden zum Teil nicht einmal im Haus wohnen und folglich nicht unter den Strafen leiden. «Denen kann egal sein, ob wir die Treppen hochsteigen müssen», so eine Mieterin.

(laf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hotelier am 16.02.2014 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arroganz der Superreichen

    Habe viel mit sehr wohlhabenden Arabern zu tun. Es ist so dass diese oft sehr arrogant Beträge offen lassen die sie sich locker leisten könnten um zu zeigen dass sie sich um so 'Kleinigkeiten' nicht kümmern wollen. Dass diese Kleinigkeiten aber schnell ein paar Hunderttausend USD betragen, welche denjenigen die es zugute hätten wehtun, ist den Herren egal. Mussten schon mehrmals Anwälte in den UAE, Saudi Arabien oder Qatar aufbieten um offene Rechnungen bezahlt zu bekommen.

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  • mouking am 16.02.2014 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    babal

    Ein neuer Turm zu Babel....Hochmut kommt vor dem Fall.

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  • Philip am 16.02.2014 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    und in

    ein paar Jahren, ist dieses pompöse Hochhaus leer, oder zu günstigen mietkosten zu haben. der Boom nimmt ab anstatt zu. wer will schon dort eine wohnung, viel zu heiss, kein alkohol, total konservative ansichten, keine kultur etc.. war mal prestige, nun noch dubai.... verstehe die leute nicht welche dort ferien verbringen. 2 tage reichten mir, nie wieder. braucht kein vernünftiger mensch....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • mike2000 am 16.02.2014 23:38 Report Diesen Beitrag melden

    CH vs UAE

    Darum liebe ich die Emiraten, es kommt nur der rein der es sich leisten kann, alle anderen fliegen und werden bestraft. Also keine Masseneinwanderung oder es wird bezahlt, aber nicht von den Scheichs Liebe Schweiz, nimm dir ein Beispiel

  • mir egal am 16.02.2014 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problem?

    Wo ist euer Problem? Schreibt doch denen eure Meinung. Denen is eh wurst was Ihr denkt. Auch die Hütte wird mal zu klein für die und fällt auch mal zusammen. Gibt andere Probleme die man mal dringent so exzessiv diskutieren sollte wie bei diesem überdimensionalen Zahnstocher.

  • Agnes B. am 16.02.2014 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oje...

    ...die armen reichen. probleme haben die - unglaublich!

  • Felix am 16.02.2014 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder....

    Ein Grund der Probleme beim BK ist, dass die Verträge und Eigentumsverhältnisse der Inhaber und Benützer meistens äusserst verschachtelt sind.Da gibt es Wohnungseigentümer, Stockwerkeigentümer, Servicedienstleister, Hauptmieter und Untermieter die innert 1 Jahr durchaus mehrere Male wechseln. Oft werden dabei wie in der VAE üblich, Verträge nicht schriftlich vereinbart, manchmal auch nur in arabisch (nicht englisch), was Unlarheiten ergibt. Kommt hinzu, dass es neutrale Gerichtsurteile in der VAE kaum gibt.Der Hauptgrund der Probleme liegt jedoch bei den sinkenden Immobilienpreisen in Dubai.

  • S. R. am 16.02.2014 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teurer Unterhalt

    Ich habe in Dubai von einem Chauffeur den wir auf die Hochbauten und die Palme angesprochen haben, ob dies wohl bestand haben würde? Wir dachten so an eine Monsterwelle die alles mit sich wegfegt, erhielten wir ein altes Sprichwort von ihm, was übersetzt heisst: wenn Araber aufs Wasser gehen, sind sie dem Untergang geweiht, das stehe schon im alten Buch. Aber wenn ich sehe, wie schnell alles am Meer Reperatur anfällig ist, dann kann ich mir schon vorstellen, dass diese Gebäude Extreme Kosten generieren. Glaube auch kaum dass die dortige Elite wohnt, die haben andere Villen.