Skigebiet Andermatt

12. Dezember 2011 16:50; Akt: 12.12.2011 16:50 Print

Opposition gegen Ski-Arena setzt aufs Netz

Der Urner Umweltrat hat eine Internetseite eingerichtet, welche eine «kritische Plattform zum Ski-Infrastrukturausbau in Andermatt und Sedrun» bieten soll.

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Der Richtplan zeigt, was für ein gigantisches Skigebiet-Projekt in Andermatt-Sedrun entstehen soll. (Bild: ASA)

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Die Dachorganisation der Urner Umweltorganisationen setzt sich zwar für eine Verindung der Skigebiete Andermatt-Sedrun ein, will aber eine Verkleinerung des Projekts ein. Auf gigantismus-andermatt.ch sowie via Facebook solle die Bevölkerung an der Diskussion teilnehmen, teilte der Urner Umweltrat am Montag mit. Umweltrat setzt sich zusammen aus der Alpeninitiative Uri, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Mountain Wilderness, Pro Natura Uri, Tierschutzverein Uri und VCS Uri.

In der Medienmitteilung unterstreicht der Umweltrat, dass er eine Verbindung der Skigebiete Andermatt-Sedrun zwar mittrage. Er wehre sich aber unter anderem gegen Pisten, welche über diese reine Verbindungsanlage hinausgingen - insbesondere am Schneehüenerstock. Gegen eine Sanierung und einen sinnvollen Ausbau der bestehenden Pisten habe der Umweltrat nichts einzuwenden.

Entscheid am Mittwoch

Vor einer Woche hatte Franz Steinegger, Verwaltungsratspräsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen, angekündigt, dass das Skigebiet nicht wie ursprünglich vorgesehen für über 200 Mio. Franken, sondern für rund 130 Mio. Franken erweitert werden soll. Die Verantwortlichen gehen inzwischen davon aus, dass die öffentliche Hand nicht über 80 sondern rund 40 Mio. Franken beisteuern wird.

Trotzdem schreibt der Umweltrat: «Nach wie vor ist keine andere Variante als der Vollausbau beim Bundesamt für Verkehr zur Genehmigung eingereicht.» Solange kein abgespecktes Projekt vorgelegt werde, müsse davon ausgegangen werden, dass weiterhin der Vollausbau angestrebt werde. Der Urner Landrat wird am Mittwoch im Rahmen der Budgetdebatte über eine Beteiligung am geplanten Skigebiet entscheiden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Werner U. am 12.12.2011 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gigantomanie

    Die Investoren heissen wohl kaum Pestalozzi - die wollen eine Rendite. Als müssen 1000de neue Skifahrer anreisen - verstopfte Strassen, überfüllte Züge - auch die Energie ist nicht unendlich. Nein, Gigantomanie führt definitiv in die Sackgasse - nur haben es viele Betonköpfe immer noch nicht geschnallt.

  • AdvocatusDiabol am 12.12.2011 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Rien ne va plus

    In den nächsten 10 bis 20 Jahren werden nicht nur im krisengeschüttelten verunglückten Euroland, sondern auch in der Schweiz und anderen Ländern, die unseren Wintersport alimentieren, die Gürtel mehrheitlich ziemlich enger geschnallt werden müssen. Das frei verfügbare Einkommen wird zum Teil unter die Linie fallen, bei der Leute sich rein gar nichts mehr leisten können. Schon gar nicht Luxuswintersport und seien die Lifte und Pisten noch so luxuriös. Die paar tausend Multimillionäre, die sich das noch leisten könnten, werden sich dann hüten, hierher zu kommen. Aus gutem Grund.

  • wubu am 12.12.2011 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    fast 200.- Tageskarten?

    ist ein solcher Ausbau überhaupt im Interesse der Skifahrer? Glaube kaum, denn die Preise für eine Familie sind ja nicht mehr zu bezahlen. Laax: 2 Erwachsene & 2 Kinder( unter 12J.) = Fr. 181.40. Ohne Getränke, ohne Mahlzeiten. Was der Tag nun kostet, kann jeder selber errechnen. Wer kann denn mit Kindern 220km skifahren? Es gibt eben so schöne und weniger gefährliche Skigebiete, Tagespreis ca. 40% billiger und für Kinder gemütlicher!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Werner U. am 12.12.2011 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gigantomanie

    Die Investoren heissen wohl kaum Pestalozzi - die wollen eine Rendite. Als müssen 1000de neue Skifahrer anreisen - verstopfte Strassen, überfüllte Züge - auch die Energie ist nicht unendlich. Nein, Gigantomanie führt definitiv in die Sackgasse - nur haben es viele Betonköpfe immer noch nicht geschnallt.

  • AdvocatusDiabol am 12.12.2011 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Rien ne va plus

    In den nächsten 10 bis 20 Jahren werden nicht nur im krisengeschüttelten verunglückten Euroland, sondern auch in der Schweiz und anderen Ländern, die unseren Wintersport alimentieren, die Gürtel mehrheitlich ziemlich enger geschnallt werden müssen. Das frei verfügbare Einkommen wird zum Teil unter die Linie fallen, bei der Leute sich rein gar nichts mehr leisten können. Schon gar nicht Luxuswintersport und seien die Lifte und Pisten noch so luxuriös. Die paar tausend Multimillionäre, die sich das noch leisten könnten, werden sich dann hüten, hierher zu kommen. Aus gutem Grund.

  • wubu am 12.12.2011 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    fast 200.- Tageskarten?

    ist ein solcher Ausbau überhaupt im Interesse der Skifahrer? Glaube kaum, denn die Preise für eine Familie sind ja nicht mehr zu bezahlen. Laax: 2 Erwachsene & 2 Kinder( unter 12J.) = Fr. 181.40. Ohne Getränke, ohne Mahlzeiten. Was der Tag nun kostet, kann jeder selber errechnen. Wer kann denn mit Kindern 220km skifahren? Es gibt eben so schöne und weniger gefährliche Skigebiete, Tagespreis ca. 40% billiger und für Kinder gemütlicher!!!

    • pädä am 12.12.2011 17:59 Report Diesen Beitrag melden

      so ist's nun mal

      Nun ja, skifahren ist schon lange nicht's mehr für Normalverdiener.

    • migg roth am 12.12.2011 19:47 Report Diesen Beitrag melden

      Immer teurer...

      Dann gehen Sie doch in ein anderes Skigebiet, welches ihre Ansprüche besser erfüllt. Ich ärgere mich jedes Jahr erneut über die Preise in Zermatt, das ganze Skigebiet sagt mir aber am meisten zu, darum muss ich es wohl oder übel so akzeptieren:)

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