Geheimer Geldgeber

04. Juni 2011 23:30; Akt: 04.06.2011 23:19 Print

Ospel kontrolliert die «Basler Zeitung»

Der Ex-UBS-Chef Marcel Ospel soll 70 Millionen Franken in die Hand genommen haben, um Moritz Suter bei dessen Kauf der BaZ finanziell zu unterstützen. Das vermeldet ein Insider aus Suters Umfeld.

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Ein Insider bringt Licht ins Dunkel: Marcel Ospel soll der geheime Geldgeber bei der «Basler Zeitung» sein. (Bild: Keystone)

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Erstmals nennt eine Person aus dem engsten Umfeld von Moritz Suter den Namen des geheimen Geldgebers bei dessen Kauf der «Basler Zeitung»: Demnach soll Ex-UBS-Chef Marcel Ospel die 70 Millionen bereitgestellt haben. Dies bestätigen gegenüber der «SonntagsZeitung» zwei weitere Persönlichkeiten der bürgerlichen Elite in Zürich, mit denen Ospel regelmässigen Kontakt unterhält.

Die Auskunftspersonen möchten ihren Namen nicht in der Zeitung lesen; Suters Gefährten haben ihm versprechen müssen, die Identität seines Gläubigers nie preiszugeben. Gemäss der Quellen hat der Tessiner Financier Tito Tettamanti, der drei Viertel der BaZ-Holding besass und Ospel gut kennt, den Coup einfgefädelt. Ospel, der seit seinem Abgang als Präsident der UBS im Jahr 2009 zurückgezogen in Wollerau SZ lebt, will sein Engagement auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren.

Auch Suter will die Sache gegenüber der «SonntagsZeitung» nicht kommentieren, obschon er mit einem Dementi ­seinen Freund Ospel aus der ­medialen Schusslinie nehmen könnte. Ospel tat Suter schon öfters einen Gefallen: 2001, in den Wirren nach dem Swissair-Grounding, konnte Suter seine Crossair noch rechtzeitig aus dem Strudel der strauchelnden Airline retten – mithilfe von Ospels UBS. Und als Rainer E. Gut Suter in der neuen Fluggesellschaft kaltstellen wollte, stellte sich Ospel öffentlich demonstrativ vor seinen Basler Freund. Überdies sassen der Aviatik-Unternehmer und der Banker während mehrerer Jahre zusammen in der exklusiven Stiftung Patronatskomitee Basler Kunstmuseen.

(jam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kurt am 05.06.2011 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    egal

    na und, wäre eine ausländische Beteiligung besser?

  • Kurt Kunz am 28.10.2011 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich verständlich

    Geld hat er ja. Diese Zeitung wird auch nicht untergehen, wenn auch die Linken Gift und Galle speien, dafür aber Tagi und Blick über den grünen Klee loben. Doch diese Kreis haben halt einen Balken im Auge.

  • Kurt Aegeri am 05.06.2011 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    "Söi Häfeli Söi Teckeli"

    Man kennt sich ja noch vom Swissair Groundig, gell... Dass Ospel nie der Prozess gemacht wird, finde ich nach wie vor skandalös. Dass einer wie er mit Geld Medien steuert, empfinde ich als viel stärker stossend. Pfui.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Antoinette Spiess am 11.12.2011 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    BAZ / BLOCHER OSPEL etc.

    Ich bin sehr enttäuscht und werde mich von der BAZ trennen!

  • Kurt Kunz am 28.10.2011 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich verständlich

    Geld hat er ja. Diese Zeitung wird auch nicht untergehen, wenn auch die Linken Gift und Galle speien, dafür aber Tagi und Blick über den grünen Klee loben. Doch diese Kreis haben halt einen Balken im Auge.

  • B. Pieh am 05.06.2011 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Das wird die Beliebtheit der BAZ nochmal kräftig steigern...

  • Max Bosch am 05.06.2011 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schon lustig dieser Ospel

    Schon lustig, der Ospel hat viel Kohle, viel Freizeit, moralisch müsste er sich noch etwas schlecht fühlen wegen dem UBS Schaden... was treibt diesen Mann dazu, ne doofe Zeitung zu kaufen?

    • Xavier Frisch am 05.06.2011 15:07 Report Diesen Beitrag melden

      nicht nur das

      Nicht nur der UBS wegen... da war auch mal noch eine Fluggesellschaft... Und nun groundet er die Baz, die vorher gar nicht so schlecht war.

    • Max Bosch am 05.06.2011 16:25 Report Diesen Beitrag melden

      Vielleicht wirklich nicht sein Geld?

      Vielleicht stimmt, was in einem anderen Beitrag gefragt wurde: Woher stammt diese Geld? Vielleicht ist es nicht sein eigenes, sondern er ist nur der Statthalter. Aber auch wenn dies so ist. Wer glaubt ernsthaft, dass er die heutige Generation noch durch Papierzeitungen im grossen Stil beeinflussen kann? Dies hat sich bei allen SVP Themen gezeigt, und auch jetzt bei der Atomdebatte zeigt sich, dass die Medien zwar darüber berichten können, aber nie und nimmer die Diskussion einseitig lenken könnten.

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  • Kurt am 05.06.2011 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    egal

    na und, wäre eine ausländische Beteiligung besser?