Löhne

04. März 2011 11:06; Akt: 04.03.2011 11:22 Print

Ostschweizer haben weniger als Zürcher

Bei den Löhnen haben die Ostschweizer das Nachsehen. Sie verdienen 8 Prozent weniger als Zürcher und Basler. Schlechter als den Städtern geht es auch den Innerschweizern.

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Ostschweizer (im Bild St. Gallen) verdienen weniger als Zürcher. Der Grund: Es fehlen die Hochlohnbranchen Banken und Versicherungen. (Bild: Keystone)

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Die Ostschweizer verdienen 8 Prozent weniger als Zürcher und Basler: Das zeigt die Studie «Lohnlandschaft Ostschweiz». Sie basiert auf Daten der Lohnstrukturerhebung aus dem Jahr 2008.

Das im gesamtschweizerischen Vergleich unterdurchschnittliche Lohnniveau in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Glarus, Appenzell und Schaffhausen hat einen Zusammenhang mit der Branchenstruktur: Die Hochlohnbranchen Banken, Versicherungen und die chemische Industrie sind in der Ostschweiz untervertreten.

Im interregionalen Vergleich liegt das privatwirtschaftliche Lohnniveau in der Grossregion Ostschweiz im schweizerischen Mittelfeld, und damit auf der Höhe der Zentralschweiz und des Espace Mittelands.

Jeder 10. verdient weniger als 3660 Franken

Die Saläre innerhalb der Ostschweiz (SG, TG, GR, GL, AR, AI, SH) sind nach Branchen betrachtet, recht unterschiedlich. Werden alle Bruttolöhne auf ein Pensum von vier Wochen à 40 Stunden umgerechnet, verdient in der Ostschweiz jede zehnte Person weniger als 3660 Franken im Monat. Davon betroffen sind viele Ausländer.

Auf der anderen Seite der Lohnskala verdient jede zehnte Person in der Ostschweiz einen Bruttomonatslohn von mehr als 8710 Franken. Zum Vergleich: Über die ganze Schweiz gesehen gehört jeder fünfte Schweizer Mann zu dieser Gruppe der Hochlohnbeziehenden. Bei den Schweizer Frauen ist es etwa jede zwanzigste.

Frauen verdienen 20 Prozent weniger

Frauen haben gemäss der Studie «Lohnlandschaft Ostschweiz» in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Glarus, Appenzell und Schaffhausen über das Ganze gesehen rund 20 Prozent tiefere Durchschnittslöhne als Männer. Diese Lohndifferenz ist seit dem Jahr 2002 etwas zurückgegangen, wie die St. Galler Fachstelle für Statistik am Freitag mitteilte.

Laut den Studienautoren lässt sich einen Teil des durchschnittlich 20 Prozent tieferen Frauenlohns mit persönlichen und stellenbezogenen Merkmalen erklären. Eine Lohndifferenz von elf Prozent bleibe aber unerklärt.

(sda)