UBS

10. März 2011 16:28; Akt: 10.03.2011 16:53 Print

Oswald Grübels Gedanken zum Ausland

UBS-Chef Oswald Grübel denkt laut über eine Strukturänderung und einen möglichen Abzug von Teilen der Grossbank ins Ausland nach.

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Die UBS liebäugelt mit einem Abzug ins Ausland. Möglich wäre für UBS-Chef Oswald Grübel eine Holdinggesellschaft, welche die Mehrheit an den verschiedenen Niederlassungen in der Welt hielte, wie er in einem Interview mit der Zeitschrift «Bilanz» ausführte.

Verlangt die Politik eine höhere Eigenkapitaldeckung als ausländische Finanzplätze, hätte das gemäss UBS-Chef Oswald Grübel auch Auswirkungen auf den Werkplatz Schweiz. «Werden die Regelungen umgesetzt, können wir in vielen Geschäftssparten nicht konkurrenzieren», sagte Grübel.

«Wir brauchen euer Kapital»

Eine Auslagerung gewisser Geschäftsteile wäre für Grübel dann eine Möglichkeit. Heute liege das Kapital der Bank in der Schweiz, 80 Prozent der Bilanzsumme jedoch im Ausland, vor allem in London oder New York. «Wenn die Schweiz die Grossbanken nicht mehr schützt, sagen die Engländer und Amerikaner zu Recht: Wir brauchen euer Kapital», so Grübel im am Donnerstag vorab publizierten Interview.

Für die UBS bedeutete das eine Strukturänderung, bei der die Auslandtöchter eigenes Kapital benötigten. «Es würde dann eine Holding Company im Ausland geben, die mit den einzelnen Gesellschaften Outsourcing-Verträge abschliesst.» Im Moment gebe es zwar keine konkreten Pläne, «aber diese Anforderungen werden auf uns zukommen», sagte der UBS-Chef.

(sda)