«Grosser Mist»

05. Mai 2019 03:24; Akt: 05.05.2019 18:14 Print

Retouren führen zu Chaos an den Kiosken

Der Service, Retoursendungen an Zalando, Digitec-Galaxus und Co. an Kiosken anzunehmen, ist beliebt, stellt aber Angestellte und Kioskbetreiber vor grosse Probleme.

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Retouren von Zalando, Digitec-Galaxus, Intersport und anderen Onlinehändlern sorgen in den Kiosken des Detailhändlers Valora für Stress. Das schreibt die «SonntagsZeitung». Online-Shopper können an den K-Kiosken von Valora Pakete zurückbringen.

Der Service ist beliebt. Angestellte und Kioskbetreiber stellt das vor grosse Probleme. In den oft kleinen Läden fehlt es an Platz, die Päckli zu verstauen. «Es ist ein grosser Mist», sagt eine Berner Kioskverkäuferin der Zeitung. Die Zusatzarbeit habe in letzter Zeit deutlich zugenommen. Längst könne man nicht mehr alle Päckli annehmen.

Sicherheit beeinträchtigt

Eine Betreiberin mehrerer Kioske aus dem Kanton Zürich kämpft mit ähnlichen Schwierigkeiten. «Die Päckli stehen den Verkäuferinnen im Weg. Doch wenn wir sie nicht annehmen, reklamieren die Kunden». Das Chaos könne sogar die Sicherheit der Angestellten beeinträchtigen, schreibt die «SonntagsZeitung». «Der Fluchtweg für das Personal ist öfter mit Paketen zugestellt», sagt sie.

Mitunter bringen Kiosk-Kunden auch grosse Rücksendungen wie Bettgestellte, Teppiche und Fernseher. Laut mehreren Agenturleitern lohnt sich der Paketservice für sie nicht. Die Kommission sei gering, und den Absatz kurbeln die Päckli-Retouren nicht an. «Diese Kunden kaufen meist nicht mal einen Kaugummi», sagt eine Kioskleiterin.

Valora kennt die Probleme kaum

Der Kioskbetreiber Valora winkt ab: «In den vergangenen drei Monaten haben wir von der grossen Mehrheit der Verkaufsstellen keine entsprechenden Rückmeldungen erhalten», sagt Sprecherin Christina Wahlstrand zu 20 Minuten. Nur am Wochenende gebe es manchmal Probleme, weil die Pakete nicht täglich abgeholt würden.

Wenn die Platzverhältnisse die Annahme von Paketen erschwere, suche Valora mit den betroffenen Verkaufsstellen eine Lösung – man organisiere dann etwa mehr Abholungen oder miete einen separaten Raum an.

Valora arbeitet für die Paket-Dienste mit Päckli Punkt, UPS, Swisscom und der Schweizerischen Post zusammen. Einzelne Verkaufsstellen können laut dem Unternehmen nicht mitbestimmen, ob sie Pakete annehmen oder nicht. Im Fall von Päckli Punkt liege es bei besonders grossen Paketen aber im Ermessen der Verkaufsstelle, ob diese angenommen werden oder nicht.

(chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ralf Berger am 05.05.2019 04:55 Report Diesen Beitrag melden

    Happy Marketing

    Kioske wollen jetz auch eine Post sein was ihr gutes Recht ist wenn die Post auch ein Kiosk sein will. Bald kaufen wir Brot beim Metzger und der Bäcker hat an Mittwoch Velohelme im Angebot.

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  • Rabe am 05.05.2019 04:46 Report Diesen Beitrag melden

    Schwarzer

    Tja so ist die heutige Welt. Am Freitag für das Klima demonstrieren und am Samstag online Shoppen welches umhergefahren wird und dann dich wieder zurück gesendet wird, Sonntags Essen aus aller Herren Länder konsumieren welches hierher gekarrt wirde. Am montag dann mal schnell für 2 Tage nach New York. Konsum komsum komsum das ist unsere Wirtschaft und und unser verderben. Kranke Menschen überall welche nur mit mehr Konsum glücklich werden. Konsum zerstört die Umwelt. Und dann gibt es Leute welche sich mit einzelnen guten Taten brüskieren und die Masse löuft mit und jubelt diesen influencer zu.

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  • Swiss1291 am 05.05.2019 04:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn es sich nicht rentiert

    dann einfach streichen? Wo ist das Problem? Ist ja nicht so, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, Valora will es ja anbieten entsprechend sollte man die Beschwerde an dieser Stelle anbringen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • WastingMan am 06.05.2019 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Valora mit Box-Shop ohne Personal ....

    .... da nimmt dann wohl ein Handy die Pakete retour oder wie oder was ? Einfach nur noch schizophren unsere Konsum- und Wegwerfgesellschaft !

  • Anna am 06.05.2019 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Lösung muss her... !

    Da der Online-Handel ohnehin nicht weniger werden wird, muss sich die Post hierzu endlich etwas einfallen lassen! Ideal wäre doch, wenn die Post mobile Postfilialen (also am besten gleich Postfahrzeuge) in den Quartieren platziert, wo man die Pakete direkt aufgeben kann und das Postfahrzeug abends dann alle Pakte in einer einzigen Fahrt zur Postdistribution fährt. Das andauernde Herumfahren zum Einsammeln der Pakete bei den Pick-Post-/Päckli-Punkt-Stellen ist m. E. ökonomisch / ökologisch ein totaler Unsinn.

  • Klaus07 am 06.05.2019 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Schuldiger

    Interessant, dass alle hier nur auf Valora herumhacken! Das eigentliche Problem sind die immensen Rücksendungen an alle Onlineshops! Ein ökologischer Unsinn!

  • Sämi Moor am 06.05.2019 03:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der fisch stinkt vom kopf

    Dass bei einem Konzern wie Valora die Probleme der Frontmitarbeiter nicht kennen ist normal. Dass negative Rückmeldungen von der Basis nicht bis zur Chefetage vordringen ist in Unternehmen ab einer gewissen Grösse Teil des Systems. Und wer sich scon einmal einen durchschnittlichen Kiosk angeschaut hat, müsste eigentlich erkennen, dass so ein Häuschen als Paketannahmestelle zu nutzen kaum an Dummheit zu übertreffen ist. Aber das lernt man im Wirtschaftstudium halt nicht.

  • blopi am 05.05.2019 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    11:55?

    Die Menschen werden sich nicht ändern. Das beste was wir tun können ist daher die Welt so schnell wie möglich zu zerstören und uns auszulöschen. So kann sich die erde erholen. und noch was... solange der Bundesrat und co für ein kurzes Gespräch um die halbe welt fliegt, solange werde ich mich in garnichts einschränken!