Notfallplan

20. März 2020 07:38; Akt: 20.03.2020 15:36 Print

Kündigt Parmelin ein 30-Milliarden-Notpaket an?

Der Bundesrat wird noch heute darüber informieren, wie er der Schweizer Wirtschaft in der Corona-Krise helfen will. Dem Vernehmen nach werden 30 Milliarden zur Verfügung gestellt.

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Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. Viele Betriebe sind geschlossen, haben massive Auftragseinbrüche erlitten oder kämpfen mit Stornierungen. Die Folge sind Liquiditätsengpässe und Existenzängste. Bereits letzte Woche hat der Bundesrat 10 Milliarden Franken Soforthilfe gesprochen, um Arbeitsplätze zu erhalten und eine rasche Kündigungswelle zu verhindern.

Da sich die Situation aber bereits verschärft hat, berät der Bundesrat am Freitag über weitere Massnahmen. Laut Recherchen des Tages-Anzeigers beläuft sich das ganze Massnahmenbündel auf 30 Milliarden Franken. Das wäre das grösste Konjunkturpaket in der Geschichte:

6 Milliarden Franken sind dafür vorgesehen, die Kurzarbeit auszuweiten. Davon sollen auch Leute profitieren, die im Stundenlohn oder temporär angestellt sind.

4 Milliarden gibt es für Selbstständige wie Coiffeure oder Gastro-Unternehmer, die wegen der Corona-Krise ohne Einkommen sind. Finanziert werden soll dies über die Erwerbsersatzordnung.

20 Milliarden sind als Nothilfe für Härtefälle eingeplant, die wegen der aktuellen Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Bis anhin hat der Bund 1,5 Milliarden für KMU-Bürgschaften bereitgestellt.

1,5 Milliarden hat der Bund laut Tages-Anzeiger auch für die Kulturschaffenden und den Sportbereich eingeplant. Eine Milliarde soll direkt als Ausfallentschädigung bereitgestellt werden. Seit der Bund Konzerte und Veranstaltungen verboten hat, sind viele Künstler fast ohne Einkommen. Zudem dürfte der Bund für Konzertsäle und Veranstalter zinslose Darlehen gewähren.

Der Bundesrat tagt am Freitag und bespricht weitere Schritte in der Corona-Krise. Eine Pressekonferenz ist auf heute Nachmittag angesetzt. Es wird nicht vor 15 Uhr sein, die genaue Zeit ist noch unbekannt. Der Druck auf Wirtschaftsminister Parmelin ist in den letzten Tagen gestiegen. Insbesondere der Gewerbeverband (SGV) hat Forderungen gestellt, etwa dass die Kurzarbeitsentschädigungen auch an Personen mit befristeten Verträgen ausbezahlt werden. Zudem sollen laut SGV auch Mikrounternehmen vom Instrument der Kurzarbeit profitieren.

Über 99 Prozent der Unternehmen in der Schweiz sind gemäss Gewerbeverband KMU. Sie stellen etwa 66 Prozent der Arbeitsplätze. Gelder aus dem Unterstützungsfonds müssten deshalb ganz fokussiert den bedrohten KMU zukommen, forderte der Gewerbeverband vor wenigen Tagen.

(sas/dob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gigi am 20.03.2020 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung !?

    Würde mich freuen wenn es was gäbe. Nicht nur immer den Banken, Post oder Airline Geld zuschieben. Warten wir ab....

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  • Waldvogel Reto am 20.03.2020 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuererleichterung wäre angebracht

    Für das Jahr 2020 50% Steuerermässigung wäre angebracht

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  • Käti Holms am 20.03.2020 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nationalbank

    30 Mia.? Die Nationalbank hat über 700 Mia. rumliegen....also bitte....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Steffi am 23.03.2020 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    30 Milliarden um 16 Mia aufstocken!

    nämlich um die 16 Milliarden Serafe Zwangsgelder. Das Geld wäre bei den Kleinbetrieben sicher viel besser angelegt als bei den unnützen Medien.

  • Peter am 23.03.2020 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Verhältnismässigkeit?

    "Korrekt ist, dass rund 80 Prozent der Infizierten nur eine leichte Atemwegserkrankung ähnlich einer normalen Erkältung entwickeln. " NZZ vom 21.3.2020. Und deshalb soll die Wirtschaft stillstehen und vom Steuerzahler entschädigt werden?

  • Iris am 23.03.2020 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Was tun?

    Zuerst die Wirtschaft mit Verboten abwürgen, dann Steuergelder verteilen, anstatt Kranke sofort zu isolieren, auf Virus testen, die Corona-Betroffenen in Armee- und Notfallspitälern zu pflegen und das Geld für Schutz- und Pflegemittel einzusetzen, notfalls solche per Dringlichkeitsrecht produzieren zu lassen.

  • Plappersack am 22.03.2020 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bis jetzt

    Hab Ihr nur gequatscht, Taten oder Geld hab ich noch nicht gesehen.

  • Melanie am 22.03.2020 01:26 Report Diesen Beitrag melden

    Party vom BR

    Leider bezahlt die ganze Party der Steuerzahler ... profitieren wird die Wirtschaft. Nein, nicht der normale Arbeiter oder der Selbständige, sondern die Chefetagen und Aktionäre, alles schön vom BR abgesegnet. Warum kann in einer Woche ein solcher Betrag freigegeben werden, das Problem mit der AHV aber nicht gelöst werden?