Schwulenfeindlich

27. September 2013 12:32; Akt: 27.09.2013 17:29 Print

Pasta-Hersteller Barilla gerät in Shitstorm

Nach schwulenfeindlichen Aussagen von Guido Barilla sieht sich der Teigwarenhersteller einem Shitstorm ausgesetzt. Er wolle keine Schwulen in seiner Werbung, sagte der Firmenchef.

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Er wolle keine Werbung mit Schwulen machen, sagte Guido Barilla in einem Interview. Andere Unternehmen zeigen deutlich weniger Berührungsängste.

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Für einmal bringt der Pasta-Gigant Barilla nicht das Wasser zum Kochen, sondern die Gemüter der homosexuellen Community. Er wolle keine Werbung mit Schwulen machen, sagte Guido Barilla in einem Interview mit dem italienischen Sender Radio 24.

«Für uns ist das Konzept der heiligen Familie ein fundamentaler Wert in der Firma», so Barilla. Sein Unternehmen lege keinen Wert auf solche Kunden. «Wenn ihnen unsere Pasta gefällt und unsere Botschaft, gut. Wenn nicht, können sie eben andere Pasta essen. Man kann nicht immer allen gefallen», doppelte der Pasta-Chef nach.

Er respektiere Homosexuelle, sagte Barilla. Er sei nicht gegen die Homoehe, aber er sei gegen ein Adoptionsrecht. «Man kann ja nicht jedem gefallen, bloss um niemandem zu missfallen», meinte er weiter.

Boykott-Aufrufe in Italien

Es dauerte nicht lange, bis ein Shitstorm über Barilla hinwegfegte. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens und auf Twitter (#boicottbarilla) schimpfen Kunden gegen den Nudelkonzern und seinen Chef.

Die Aussagen von Guido Barilla führten in Italien zu Boykottaufrufen. «Wir akzeptieren seine Einladung, seine Pasta nicht zu essen», sagte Aurelio Mancuso, Chef der Gruppe «Equality Italia», zur Nachrichtenagentur Ansa. Daraufhin sah sich Barilla veranlasst, sich zu entschuldigen.

Auf der Facebook-Seite von Barilla hat Guido Barilla unterdessen eine Entschuldigung gepostet: «Ich entschuldige mich, wenn meine Worte Missverständnisse erzeugt haben und wenn sie die Gefühle von einigen Menschen verletzt haben.» Er habe grössten Respekt vor Homosexuellen.

(dno)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eric Mueller am 27.09.2013 23:35 Report Diesen Beitrag melden

    einmal mehr...

    Einmal mehr beunruhigen mich die Kommentare hier mehr als der Artikel selber. Seit wann ist es salonfähig geworden Schwule und Lesben als mühsame nörgelnde mühsame Minderheit zu bezeichnen? Vor nicht allzulanger Zeit war Homosexualität illegal und wurde bzw. wird in gewissen Gegenden noch mit dem Tod bestraft. Jetzt, mit halbwegs gleichen Rechten sollen auf einmal die bösen intoleranten Schwulen gefälligst mal ihren Mund halten? Ist doch meine Sache, wessen Nudeln ich kaufe, aber Intoleranz muss ich jetzt wirklich nicht tolerieren!

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  • giovanni am 29.09.2013 01:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    boykottiere

    diese pasta eh schon seit jahren. schlechte qualität und massenprodukt

  • Ernst erhu am 27.09.2013 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlichkeit?

    Wir sind ja nicht in Russland, weshalb wir sagen dürfen, wenn wir Schwule mögen. Warum dürfen wir eigentlich nicht sagen, wenn wir Schwule allenfalls nicht mögen? Ist Ehrlichkeit nicht mehr gefragt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mark am 29.09.2013 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dass er keine schwule Familie in der Werbung will.

    Okay! Muss auch nicht sein, machen andere Firmen ja schon. Ob sich dieser 'Aufwand' wirtschaftlich rechnet, glaube ich persönlich nicht. ABER: als Geschäftsmann sind solche Aussagen ziemlich dumm, denn wenn jetzt wirklich ein Teil , wenngleich auch ein kleiner, der gay-Kunden inkl Sympatisanten die waren nicht mehr kauft, wird dies schon spürbar sein. Auch als Gay kann ich nachvollziehen, dass manche Dinge, die man als hetero von einigen von uns sieht und als schwul erkennt, als 'seltsam' empfindet, geht mir auch so. Aber als Konzernchef müsste man schon etwas weniger weich in der Birne sein..

  • Pro Familien am 29.09.2013 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gastronmen

    Ist gut so, wir kaufen, als Gastronomen bei Familientauglichen Barilla unsere Pasta weiter.

  • giovanni am 29.09.2013 01:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    boykottiere

    diese pasta eh schon seit jahren. schlechte qualität und massenprodukt

  • Interista am 29.09.2013 01:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so..

    Weiter so Barilla. Niemand hat das Recht jemandem vorzuschreiben wie er zu werben hat. Jedem das seine. Ausserdem finde ich gehört Homosexualität nicht in die Werbung. Schon gar nicht bei einem ehemaligen Familienunternehmen, welches auf familiäre Werbung setzt. Richtig so.

  • Andy. F am 29.09.2013 01:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gott erschuf..

    Gott erschuf Adam und Eva und nicht Adam und Sadam. Sollte allen klar sein.