Gutes Börsenjahr

11. Januar 2013 12:14; Akt: 11.01.2013 12:14 Print

Pensionskassen haben Geld profitabel angelegt

Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr mit ihren Anlagen eine starke Rendite erzielt. Damit ist die 2. Säule aber noch nicht aus dem Schneider.

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Das Sparschwein der Schweizer Pensionskassen hat sich im vergangenen Jahr zwar gut gefüllt, dennoch befinden sich etliche Kassen noch nicht im Gleichgewicht. (Bild: Keystone)

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Nach einem schwachen Vorjahr haben die Anlagen der Schweizer Pensionskassen im Jahr 2012 besser rentiert. Der Pensionskassenverband ASIP errechnete für das vergangene Jahr eine durchschnittliche Rendite von 6,3 Prozent.

2011 hatten die Pensionskassen-Anlagen nicht rentiert und laut ASIP eine durchschnittliche Performance von 0 Prozent aufgewiesen. Insbesondere Anlagen in Aktien entwickelten sich 2012 positiv, während die Obligationen weniger rentierten. Grund dafür ist gemäss dem Pensionskassenverband der anhaltend hohe Druck auf die Zinsen.

Mit einem durchschnittlichen Anteil von 35 Prozent des Anlagekapitals sind Obligationen die wichtigste Anlageklasse der Versicherer. Schweizer Aktien machten rund 10 Prozent und ausländische Aktien rund 21 Prozent der Vermögensanlagen aus.

Noch nicht aus dem Schneider

Mit der guten Performance könnten die Kassen ihre Finanzlage kurzfristig leicht verbessern, schreibt der Verband in einer Mitteilung vom Freitag. Einzelne Kassen hätten auf ihre Anlagen gar eine Rendite von 7 bis 8 Prozent erzielt, sagte ASIP-Direktor Hanspeter Konrad auf Anfrage.

Die positive Entwicklung darf gemäss dem Pensionskassenverband nicht überbewertet werden. In vielen Fällen funktioniere das Zusammenspiel zwischen gesetzlichem Rentenalter, dem vorgegebenen Mindestumwandlungssatz und der mittelfristig effektiv erzielten Rendite noch nicht reibungslos.

Seit 2000 durchschnittlich nur 1,3 Prozent Rendite

Seit der Veröffentlichung des ersten ASIP-Performancevergleichs im Jahr 2000 hatten die Pensionskassen gemäss dem Verband eine durchschnittliche Jahresrendite von 1,3 Prozent erzielt. Dieser Wert liege deutlich unter der notwendigen Rendite.

Der ASIP-Performancevergleich erfasst ein Gesamtvermögen von 175 Milliarden Franken, 60 teilnehmende Pensionskassen und über 90 Portfolios. Den Vergleich führt der Verband halbjährlich durch.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zürcher am 12.01.2013 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Pensionskassengleder sollen solidarisch

    Haftung für alle andern Pensionskassen übernehmen, d.h. der Zürcher BVK unter die Arme greifen welche Milliarden verzockt hat- es muss ein Ausleih-Zins verlangen -Geld ist ja genug vorhanden. Es kann nicht sein, das der Steuerzahler / Staat zur Kasse gebeten werden. Das Problem muss an der Wurzel angefasst werden.

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  • Sandra am 14.01.2013 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Eiheits-AHV-Pensionskasse genügt

    Die Abzockerei mit verschiedenen Pensionskassen-Beiträgen ist ein totaler Blödsinn - zudem wird zuviel Unfug betrieben - die Pensionskassen müssen zu AHV Fusionieren.

  • Supermario am 11.01.2013 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Langfristig denken, kurz bilanzieren?

    Im aktuellen Umfeld mit tiefen Zinsen und teuren Immobilien wirds langfristig (mind. 10 Jahre) ziemlich schwierig eine Gesamtrendite, welche zumindest die Nettogeldentwertung ausgleicht, zu erwirtschaften. Die harten Diskussionen über Rentenzahlungen - sprich Umwandlungssätze - stehen uns erst noch bevor. Eine Schwalbe (sprich Jahr) macht noch lange keinen Frühling.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandra am 14.01.2013 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Eiheits-AHV-Pensionskasse genügt

    Die Abzockerei mit verschiedenen Pensionskassen-Beiträgen ist ein totaler Blödsinn - zudem wird zuviel Unfug betrieben - die Pensionskassen müssen zu AHV Fusionieren.

  • Zürcher am 12.01.2013 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Pensionskassengleder sollen solidarisch

    Haftung für alle andern Pensionskassen übernehmen, d.h. der Zürcher BVK unter die Arme greifen welche Milliarden verzockt hat- es muss ein Ausleih-Zins verlangen -Geld ist ja genug vorhanden. Es kann nicht sein, das der Steuerzahler / Staat zur Kasse gebeten werden. Das Problem muss an der Wurzel angefasst werden.

    • Supermario am 14.01.2013 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      Einheitskasse?

      Dann kannst du gleich eine Einheitskasse einführen; ob diese dann allerdings besser als die BVK arbeitet ist, mit Verlaub gesagt, fraglich. Ich finde ein wenig Konkurrenz - auch im BVG - durchaus nicht die schlechteste Lösung.

    • Markus Meier am 14.01.2013 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      Konkurenz?

      Habe ich als Lohnempänger die Auswahl? Nein, das hat nur der Patron! Und dem ist es ziemlich egal wie gut MEINE PK rentiert. Was für ihn natülich wichtiger ist, dass er wenig Arbeitgeberbeiträge bezahlen muss. Wettbewerb herrscht da eh nicht!

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  • Supermario am 11.01.2013 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Langfristig denken, kurz bilanzieren?

    Im aktuellen Umfeld mit tiefen Zinsen und teuren Immobilien wirds langfristig (mind. 10 Jahre) ziemlich schwierig eine Gesamtrendite, welche zumindest die Nettogeldentwertung ausgleicht, zu erwirtschaften. Die harten Diskussionen über Rentenzahlungen - sprich Umwandlungssätze - stehen uns erst noch bevor. Eine Schwalbe (sprich Jahr) macht noch lange keinen Frühling.

  • Nico am 11.01.2013 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    nicht so schwierig positiv abzuschliesse

    War ja für Pensionskassen nicht so schwierig eine positive Rendite zu erzielen. Aktien gingen rauf, bonds waren positiv, Immobilien waren positiv. Die Frage ist was machen die PK's mit ihrem Bondportfolio wenn mal die Zinsen wieder drehen??

    • Johann T am 11.01.2013 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      Was sie machen?

      Sich weiterhin fette Löhne/Boni's auszahlen und gleichzeitig jammern es gehe ihnen soooo schlecht.

    • Supermario am 11.01.2013 17:51 Report Diesen Beitrag melden

      Und die Immos?

      Vorausschauende PKs verkürzen hoffentlich ihre Duration ein wenig, damit tiefere Bondpreise nicht ganz so voll auf die Rendite durchschlagen. Viel schwierig wirds sein, die Immobilien irgendwie abzusichern, sollten höhere Zinsen auch mal deren Wert tangieren!

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