Korruptionsskandal

11. Juni 2014 23:02; Akt: 11.06.2014 23:02 Print

Pilgerfahrt und VIP-Reisen für Fifa-Funktionäre

Weiteres Kapitel im Korruptionsskandal der Fifa: Katars Funktionär Mohammed Bin Hammam hat offenbar viel Schmiergeld auf Privatkonten von Fifa-Vertretern überwiesen.

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Mohammed Bin Hammam soll Funktionäre bestochen haben. (Bild: AFP)

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Der ehemalige Fifa-Funktionär Mohammed Bin Hammam soll Dutzende afrikanische Funktionäre bestochen haben. Dies berichtet die «Rundschau» mit Verweis auf exklusiven Dokumente, welche der Sendung vorliegen.

Laut dem Bericht soll der Katarer beispielsweise dem Verbandspräsident von Togo 22‘000 US-Dollar auf ein privates Konto überwiesen haben, damit dieser eine Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien unternehmen kann. Auch sollen knapp 40 Funktionären VIP-Reisen nach Asien gezahlt worden sein – inklusive Flug, Hotel und 5000 Dollar Sackgeld.

«Die Fifa-Chefs haben das Gefühl, sie stehen über dem Recht. Und über weite Strecken hat die Schweiz dies der Fifa auch zugestanden», sagt Strafrechtsprofessor Mark Pieth gegenüber der «Rundschau». «Diese Dokumente gehören untersucht. Es müssen Konsequenzen gezogen werden – und zwar harte Konsequenzen», so der ehemalige Fifa-Korruptionsjäger.

Mohammed Bin Hammam wollte sich bislang nicht zu den Vorwürfen äussern.

(dia)