Deal steht

23. Dezember 2008 17:42; Akt: 23.12.2008 22:38 Print

Post, Raiffeisen und ZKB leihen der UBS Geld

Die UBS erhält definitiv wieder Geld von anderen Banken. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB), die Raiffeisen-Gruppe und die PostFinance haben Pfandbriefe im Volumen von rund 2 Milliarden Franken gezeichnet.

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Die Grossbank verpfändet dazu erstklassige Schweizer Hypotheken im entsprechenden Wert an die Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute. Diese gibt Pfandbriefe an ZKB, Raiffeisen und PostFinance aus. Die gezeichneten Mittel fliessen dann zur UBS, die einen Zins leistet.

Die Laufzeit der Pfandbriefe beträgt 1 bis 3 Jahre, wie UBS- Sprecherin Eveline Müller am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Das von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vermittelte Geschäft war vom «SonntagsBlick» publik gemacht worden. Es fehlten aber noch die Unterschriften.

Die Übereinkunft gilt als wichtiges Signal für den Schweizer Geldmarkt. Wegen des Vertrauensverlustes infolge der Finanzkrise war der unbesicherte Interbanken-Geldmarkt in den vergangenen Monaten zum Erliegen gekommen.

Die UBS erlitt milliardenschwere Mittelabflüsse von verunsicherten Kunden, die zu einem bedeutenden Teil zu ZKB, Raiffeisen und PostFinance wechselten. Die UBS musste sich in der Folge immer wieder kurzfristig bei den Zentralbanken refinanzieren.

Auf Pfandbriefgeschäfte greifen Banken für die mittel- und langfristige Refinanzierung seit längerem zurück. Ein Volumen in Milliardenhöhe ist aber neu.

(sda)