2010

22. Dezember 2010 14:16; Akt: 22.12.2010 16:37 Print

Post erzielt bestes Resultat aller Zeiten

Die Schweizerische Post wird 2010 mit einem Rekordgewinn von über 900 Millionen Franken abschliessen. Damit wird sie ihr bisher bestes Unternehmensergebnis erzielen.

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Die Konzernspitze der Schweizerischen Post stellte auch die Unternehmensstrategie bis 2013 vor, die eine stärkere Ausrichtung auf die Kernmärkte vorsieht.

Offiziell gibt die Post die Zahlen für 2010 erste Ende März 2011 bekannt. An einem Weihnachtsapéro für die Medien in Bern mochte Verwaltungsratspräsident Peter Hasler die gute Nachricht jedoch nicht unter dem Deckel halten.

«Das Ergebnis wird sicher über 900 Millionen betragen», sagte er. Damit «sieht es so aus, als ob es das beste Unternehmensergebnis werden könnte, das die Post je hatte». Konzernleiter Jürg Bucher bekräftigte dies: «2010 wird sicher das operativ beste Resultat erzielt.»

Bucher gab auch seine Pläne für seine berufliche Zukunft bekannt. Bis Ende 2011 werde er Chef von Postfinance bleiben und bis zum Sommer 2012 Konzernleiter der Schweizerischen Post.

Stellung stärken und Neues anpacken

Eigentlicher Anlass des Medienapéros war die Vorstellung der vom Verwaltungsrat verabschiedeten überarbeiteten Unternehmensstrategie für die nächsten drei Jahre. Demnach setzt der Mischkonzern Post noch stärker auf die vier Kernmärkte Kommunikation, Logistik, Retailfinanz und Personenverkehr.

Die Strategie leitet sich ab von den strategischen Zielen 2010- 2013 des Bundesrates. Diese sehen die Sicherstellung der Grundversorgung im Post- und Zahlungsverkehr in allen Regionen der Schweiz vor. Sie machen Vorgaben zur Eigenwirtschaftlichkeit, zur Steigerung des Unternehmenswertes oder zu einer fortschrittlichen Personalpolitik.

Die Strategie der Post enthält quantitativ und qualitativ messbare Ziele. So soll die Post auch in Zukunft pro Jahr zwischen 700 und 800 Millionen Franken Gewinn machen. Zudem seien die Kunden- und die Personalzufriedenheit auf hohem Niveau zu halten.

Produkthaus für elektronische Lösungen

Die Strategie geht davon aus, dass das traditionelle Postgeschäft noch über Jahre den Löwenanteil am Ertrag ausmachen wird. Mit der Entwicklung von «innovativen Lösungen an der Schnittstelle von physischer und elektronischer Post» wird Gewicht gelegt auf zukunftsträchtige Dienstleistungen und neue Marktchancen.

Dazu gehören elektronische Angebote. Diese «symbolisieren eine konsequente Weiterentwicklung der Post», erklärte Bucher. In den nächsten Monaten werde bei Swiss Post Solutions ein «Produkthaus für elektronische Lösungen» aufgebaut.

Zur Umsetzung ihrer Strategie legt die Post den Schwerpunkt auf fünf Stossrichtungen, die für alle Märkte gelten: Erstklassige Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden, marktgerechte Preise, nachhaltiges rentables Wachstum, sozialverantwortliche Kosteneffizienz und optimale Nutzung der Rahmenbedingungen.

Keine Abenteuer im Ausland

Im Ausland soll es ein schrittweises und risikobewusstes Wachstum geben. «Abenteuer werden wir keine riskieren», versicherte Hasler. Die Post will Firmen aus der Schweiz ins Ausland folgen und sie dort mit ihren Dienstleistungen international unterstützen.

Für die Umwelt hat die Post ein Reduktionsziel beschlossen. Eine Reihe von Massnahmen soll den CO2-Ausstoss gegenüber heute um fünf Prozent senken. Innert drei Jahren soll der jährliche CO2-Ausstoss um 15'000 Tonnen verringert werden. Geplant ist unter anderem der vermehrte Einsatz von Elektrorollern, Gas- und Hybridfahrzeugen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walter am 22.12.2010 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Abenteuer - Risko - Wachstum

    Das risikobewusstsein ist überhaupt nicht vorhanden. Die Post in ein Schweizer und nicht ein Ausland Unternehmen, und sollte es auch bleiben.

  • blauersee am 16.02.2011 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Marken, keine Briefkäste, keine Post mehr

    Soll die Post doch weiter abbauen, bis es sie nicht mehr gibt. Letzte Woche musste ich im Tessin erleben, dass viele Poststellen schon um 11.00 zu sind und auch keine Briefkästen mehr haben!! Da erübrigen sich die Briefmarkenautomaten in der Tat!

  • Fritz Hugentobler am 22.12.2010 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Es ist schon erstaunlich, dass eine Firma, die eigentlich uns allen - den Steuerzahler - gehört, derart dreist einerseits immer mehr Leistungen abbaut, und dann 900Mio als "Rekordgewinn" ausweist. Der Gewinn geht natürlich in "die Staatskasse" - (ost das nich "unsere" ?)! Für diese 900Mio. würde manches Postauto heute noch fahren und manche Poststelle in Randregionen noch zig Jahre lang geöffnet werden können ! Aber nein, es sind lieber Auslanfsengagements im Fokus...! Eine Schande wie das Parlament/Bundesversammlung mit unsern Geldern umgeht. Aber 2011 ist zum Glück endlich Wahl- und Zahltag!

Die neusten Leser-Kommentare

  • blauersee am 16.02.2011 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Marken, keine Briefkäste, keine Post mehr

    Soll die Post doch weiter abbauen, bis es sie nicht mehr gibt. Letzte Woche musste ich im Tessin erleben, dass viele Poststellen schon um 11.00 zu sind und auch keine Briefkästen mehr haben!! Da erübrigen sich die Briefmarkenautomaten in der Tat!

  • Walter am 22.12.2010 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Abenteuer - Risko - Wachstum

    Das risikobewusstsein ist überhaupt nicht vorhanden. Die Post in ein Schweizer und nicht ein Ausland Unternehmen, und sollte es auch bleiben.

  • Fritz Hugentobler am 22.12.2010 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Es ist schon erstaunlich, dass eine Firma, die eigentlich uns allen - den Steuerzahler - gehört, derart dreist einerseits immer mehr Leistungen abbaut, und dann 900Mio als "Rekordgewinn" ausweist. Der Gewinn geht natürlich in "die Staatskasse" - (ost das nich "unsere" ?)! Für diese 900Mio. würde manches Postauto heute noch fahren und manche Poststelle in Randregionen noch zig Jahre lang geöffnet werden können ! Aber nein, es sind lieber Auslanfsengagements im Fokus...! Eine Schande wie das Parlament/Bundesversammlung mit unsern Geldern umgeht. Aber 2011 ist zum Glück endlich Wahl- und Zahltag!

  • MWE am 22.12.2010 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn

    also das ziel des gewinns für einen staatsbetrieb der eigentlich dem service public betreiben sollte finde ich ein bsichen übertrieben. auch wenn man in den medien immer wieder hört wie gespart werden muss, muss? bei 700 bis 800 millionen gewinn. also wenn ich als normalo das mal durch den kopf gehen lasse muss ich sagen "für dumm verkaufen kann ich mich selber".

  • Hinti am 22.12.2010 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich!!!

    Aber trotzdem das Porto weiter erhöhen und Poststellen abbauen!!! Wo hin geht das Geld wirklich?

    • MWE am 22.12.2010 16:56 Report Diesen Beitrag melden

      Woher kommt das Geld

      das wäre doch interessant. Dann könnte man shcauen was den wirklich quersubventioniert wird.

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