Briefzustellung

29. Juni 2011 12:14; Akt: 29.06.2011 12:30 Print

Post streicht 270 Stellen

Die Post automatisiert die Briefsortierung weiter und spart damit 270 Stellen ein. Entlassungen soll es nicht geben. Die Gewerkschaften sind trotzdem empört.

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Die Post will mehr Maschinen weniger Personal bei der Briefsortierung. (Bild: Keystone)

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Die Post investiert rund 28 Millionen Franken in die Briefsortierung und spart dafür aber 270 Vollzeitstellen ein. Betroffen sind laut transfair 500 Angestellte, welche nur noch Teilzeit arbeiten können. Die Gewerkschaften sind empört. Sie befürchten, dass in der Briefzustellung immer mehr Personal nur noch Teilzeit angestellt wird.

«Heute kann ein Vollzeit angestellter Pösteler von seinem Lohn leben, auch mit einer Familie», sagte Fritz Gurtner von der Gewerkschaft syndicom der Nachrichtenagentur sda. Wegen der Automatisierung werde es nun immer mehr Teilzeitstellen geben. «Zu einem Lohn, der nicht mehr reicht», sagte Gurtner.

Er spricht darum von einem «Jobkiller-Programm». Auch die Gewerkschaft transfair befürchtet, dass die Briefzustellung zu einem «Billiglohn-Segment» verkommt.

Ungeliebtes Projekt «Distrinova»

Stein des Anstosses ist das Projekt «Distrinova». Die Post hatte in diesem Rahmen in den letzten Monaten verschiedene Möglichkeiten geprüft, um die Briefzustellung zu optimieren. Die Spätzustellung wurde auf öffentlichen Druck hin fallengelassen, ebenso wurden andere Massnahmen nicht weiterverfolgt.

Im Praxistest bewährt habe sich jedoch die automatische Gangfolgesortierung, wie die Post am Mittwoch mitteilte. Mit dieser Technologie können die Sendungen maschinell in der Reihenfolge der Briefkästen auf den Zustelltouren geordnet werden.

Bis 2013 will die Post nun vor allem in Städten und Agglomerationen auf die automatische Gangfolgesortierung umstellen. Dafür werden die bestehenden Sortieranlagen in den Brief- und Logistikzentren umgerüstet und 15 zusätzliche Anlagen beschafft.

Mehr Teilzeitstellen

Es werde tatsächlich mehr Teilzeitstellen geben, sagte PostMail- Leiter Ulrich Hurni auf Anfrage der sda. Er gibt aber zu bedenken, dass heute über 15 000 Personen in der Briefzustellung arbeiteten, davon 70 Prozent Vollzeit.

Eine grosse Verschiebung werde es wegen der automatischen Gangfolgesortierung nicht geben. «Es bleibt das Ziel der Post, möglichst viele Vollzeitstellen anzubieten», sagte Hurni.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul Studer am 29.06.2011 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    schön reden

    Immer dieser Raubkapitalismus. Unglaublich man kann alles schön reden. Wenn ich jemanden statt 100 % nur noch z.B. 20 % beschäftige,kann man noch miteilen, dass es keine Entlassungen gibt.

  • Eliane am 29.06.2011 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Post!

    Die Post streicht stellen wo sie nur kann! Dass die Mitarbeiter dabei immer mehr "hass" zur eigenen Firma entwickeln scheinen sie dabei zu vergessen. Das ist doch kein Arbeitsklima unter ständigem Druck durch Roboter ersetzt zu werden.. Tut mir echt leid für dia 270 sicherlich fleissigen Arbeiter..!

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  • Paul Studer am 29.06.2011 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    schön reden

    Immer dieser Raubkapitalismus. Unglaublich man kann alles schön reden. Wenn ich jemanden statt 100 % nur noch z.B. 20 % beschäftige,kann man noch miteilen, dass es keine Entlassungen gibt.

  • Eliane am 29.06.2011 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Post!

    Die Post streicht stellen wo sie nur kann! Dass die Mitarbeiter dabei immer mehr "hass" zur eigenen Firma entwickeln scheinen sie dabei zu vergessen. Das ist doch kein Arbeitsklima unter ständigem Druck durch Roboter ersetzt zu werden.. Tut mir echt leid für dia 270 sicherlich fleissigen Arbeiter..!