Ob mieten oder kaufen

04. März 2019 07:32; Akt: 04.03.2019 10:31 Print

Wohnen in der Schweiz wird jetzt günstiger

Ob kaufen oder mieten: Preise für Wohnungen kommen ins Rutschen. Doch es gibt regionale Unterschiede.

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Gute Neuigkeiten für alle, die auf der Suche nach einer Mietwohnung oder einem Eigenheim sind: Der Februar bringt eine erneute Entlastung für das Wohnbudget.

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Dies weisen die aktuellen Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index aus. Die Angebotsmieten sind im vergangenen Monat um 0,5 Prozent gesunken und auch die Preise für Wohneigentum haben leicht nachgegeben.

Für eine typische Wohnung mit einer Fläche von 100 Quadratmeter wird derzeit eine Monatsmiete von rund 2140 Franken verlangt. Noch deutlicher wird die Tendenz sinkender Mieten beim direkten Vergleich mit dem Vorjahr: Für diesen Zeitraum beträgt der Abschlag satte minus 1,7 Prozent.

Regionale Unterschiede

Wie gewohnt zeigt die Mietpreisentwicklung klare regionale Unterschiede auf. So sind die Angebotsmieten in der Zentralschweiz sogar um 1,0 Prozent gesunken. Auch die Genferseeregion, die generell ein hochpreisiges Pflaster für Wohnungssuchende ist, zeigt eine überdurchschnittliche Entlastung von Minus 0,8 Prozent.

Eine leichte Zunahme der Mietpreise verzeichnet das Tessin mit einem Plus von 0,3 Prozent. Kaum eine Veränderung weisen hingegen die Regionen Zürich, Nordwestschweiz und Espace-Mittelland auf (+0,1 Prozent).

Eigentum wird günstiger

Wer sogar über einen Eigenheim-Kauf nachdenkt, profitiert jetzt von einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent. Damit kostet im schweizweiten Durchschnitt ein Quadratmeter Nettowohnfläche rund 6316 Franken.

Eine weitere sanfte Preiskorrektur von Minus 0,2 Prozent ist auch bei den Preisen für Stockwerkeigentum zu beobachten. Mit 7142 Franken pro Quadratmeter Nettowohnfläche liegen die Angebotspreise in dieser Kategorie deutlich höher.

Grosses Wohnungsangebot – Städter haben das Nachsehen

Die kommenden Monate dürften auch weiterhin erfreuliche Nachrichten für Mieterinnen und Mieter bringen. Aufgrund des grossen Angebots an Wohnungen sind spürbare Steigerungen der Mietpreise in weiten Teilen der Schweiz derzeit kaum ein Thema.

Anders jedoch in den grossen Städten: «Hier ist es weitaus schwieriger, eine geeignete und vor allem budgetkonforme Wohnung zu finden», kommentiert Martin Waeber, Director von ImmoScout24. «Ein Grund dafür ist das stetige Bevölkerungswachstum», sagt Waeber weiter.

Die Stadt Zürich beispielsweise verzeichnete im vergangenen Jahr erneut einen starken Zuwachs und zählt aktuell rund 430'000 Einwohner. Bei diesem anhaltenden Wachstum wäre der Rekordstand von 440'000 Einwohnern aus dem Jahr 1962 bereits in zwei Jahren übertroffen.

Auch die Städte Genf und Lausanne wachsen rasant, während es in Bern und Basel in dieser Hinsicht etwas gelassener zu- und hergeht. Alle fünf Grosszentren haben gemeinsam, dass die Bevölkerung weit schneller wächst als der Wohnungsbestand. «Solange diese Tendenz anhält, gehören in den grossen Städten auch steigende Mieten und Warteschlangen bei Wohnungsbesichtigungen zum Stadtbild», erklärt der Immobilienexperte.

(20 Min)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.B. am 04.03.2019 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miete oder Ski?

    was soll die Skiumfrage mit der Wohnungsmiete zu tun haben?

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  • Fabian am 04.03.2019 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Unbezahlbar

    Schade, dass so etwas Grundlegendes und essentielles wie Wohnraum so unbezahlbar bleibt. Wo bleibt die Politik?

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  • Simon am 04.03.2019 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    So sicher wie das Amen in der Kirche

    "Wohnen ist immer noch unbezahlbar!"-Kommentare in 3.. 2.. 1..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ady am 05.03.2019 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleichweit

    Alle haben aus ihrer Sicht recht. Aber auch nach all diesen Kommentaren, ist jeder gleichweit oder lacht darüber.

  • Eugene am 05.03.2019 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    abzocke bis in die hinterste ecke

    beweist es erst mal, dass wohnen günstiger wird. ich suche schon ewigkeiten für meine mutter eine günstige 2 1/2 zimmer. entweder sind die wohnungen viel zu teuer und wenn sie preiswerter sind, stehen 400 personen jeglichen genres an, um die wohnung anzugucken. das löscht mir ab. finde das moralisch verwahrlost, dass in einem so reichen land nicht mal die grundpfeiler des überlebens gewährleistet sind. arbeit und wohnen gehört zu den grundelementen zum überleben. bald kann man als normalo in der schweiz nicht mehr leben, man wird regelrecht gezwungen, auszuwandern. was viele tun werden.

    • Heidi Wirth am 05.03.2019 13:24 Report Diesen Beitrag melden

      Anprüche zu hoch.

      1. In La-Chaux-de-Fonds hat's jede Menge davon 2. Und tut's nicht auch eine 1-Zi ?

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  • Zarco am 05.03.2019 05:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unverschämtheit

    Mieten und Kaufpreise von Immobilien in der Schweiz ? Abzocke !! Dazu kommt dass es einem nie ganz gehören darf . Banken und Staat Hand in Hand , einfach nur Abzocke!!

  • Felix am 04.03.2019 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    Seit mindestens 5 Jahren

    Irgendwie höre ich diesen dummen Spruch "Wohnen wird jetzt günstiger" seit gut 5 Jahre. Aber das Gegenteil ist der Fall - Wie mit den fingierten Arbeitslosenzahlen.

  • Ch.U.R. am 04.03.2019 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die Fakenews von den fallenden Mieten

    kommt jedes Jahr. Und jedes mal frage ich hier, wer sind eure Auftraggeber und was bezwecken sie.