Braujahr 2013/14

18. November 2014 11:37; Akt: 19.11.2014 13:44 Print

Prost! Es fliesst wieder mehr Bier in der Schweiz

von Isabel Strassheim - Der Rückgang beim Biertrinken ist gestoppt, und es gibt so viele Schweizer Brauereien wie noch nie. Dennoch fürchtet der Brauerei-Verband das Importbier.

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Gut 464 Millionen Liter Bier wurden in der Schweiz im Braujahr 2013/14 (von Anfang Oktober bis Ende September) getrunken. Das ist ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit geht es wieder aufwärts für den Schweizer Brauerei-Verband. Aber: Der Marktanteil des meist günstigeren Importbiers wächst. Betrug er im Vorjahr noch 26,1 Prozent, liegt er nun bei 26,8 Prozent.

Bier wird vermehrt zuhause statt in Bars oder Restaurants getrunken. Und gerade das macht es Schweizer Brauereien schwer: «Die Bierkultur entwickelt sich, die Markenbindung ist noch nicht überall sehr ausgeprägt», erklärt Verbands-Direktor Marcel Kreber gegenüber 20 Minuten. Wie bei Wein oder anderen Produkten werde ein bestimmtes Bier zu einem speziellen Anlass gekauft. Im normalen Alltag dagegen werde eher zum günstigen Bier aus dem Discounter gegriffen. Und das kommt meistens aus dem Ausland.

So viele Brauereien wie nie

Dennoch gibt es mit 473 Brauereien in der Schweiz so viele wie noch nie. «Das ist Rekord», freut sich Kreber. «Mit jeder kleinen Brauerei, jedem, der am Wochenende sein eigenes Bier braut und an der Rampe verkauft, wächst das Bewusstsein für Bier.»

Kreber zeigt sich zuversichtlich, dass die Swissness-Bestimmungen dies nicht sogleich abwürgen. Momentan ist vorgesehen, dass Schweizer Wasser nicht als Rohstoff für Lebensmittel anerkannt ist. Weil Bier zu rund 90 Prozent aus Wasser besteht und Hopfen und Malz aus dem Ausland importiert werden müssen, dürfte auch in der Schweiz gebrautes Bier nicht als schweizerisch angepriesen werden. «Da werden wir jedoch sicher eine Lösung finden», sagt Kreber.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lukas am 18.11.2014 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Investmentdrinking

    Ich gebe mein bestes! ;) Schön, dass sich meine Investitionen gelohnt haben.

  • Beat Meier am 18.11.2014 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    PET-Flaschen?

    Bierkultur und PET-Flaschen das geht mal gar nicht. Kaufe meinen Süssmost ja auch nicht in Benzinkanister. Schade um das Erdöl, lieber die Kehle ölen :-) Zudem wurde das entsorgen nicht mit einbezogen.

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  • Claudio am 18.11.2014 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Lokale Kleinbrauereien Untersützen

    Ein Hoch auf Klein und Kleinstbrauereien. Siehe Fahrtwind, Stadtguet, Euelbräu und auch Chopfab. Diese fördern lokale Arbeitsplätze.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ubald B. Schmid am 19.11.2014 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Titel

    Eine Steigerung des Pro Kopf Konsums von 56.6 Litern im Jahr 2013 auf 56.5 Liter im Jahr 2014? Man rechne! Ist es nicht toll, dass wir auch bei abnehmendem Pro Kopf Konsum noch von einer Zunahme sprechen können; das ist wohl mit ein Grund, dass es unserer Wirtschaft so gut geht.

  • Philipp Schnyder am 19.11.2014 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Für Biervielfalt

    Der Trend geht eindeutig weg von Industrieplörre wie Feldschlösschen zu eher besonderen lokalen oder auch internationalen Bieren. Es ist erfrischend zu sehen, wie sehr sich die kleinen Bierbrauereien entwickeln. Tipp (den ich durch Zufall entdeckt habe): Mal im neuen Bierladen Beers'n'More an der Universtitätstrasse 25 vorbeischauen.

    • Tom am 19.11.2014 16:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Stimme zu

      Du hast recht! Danke für den Tipp Philipp. Suche schon lange eine Alternative zum Laden im HB. Hoffentlich haben die dort noch andere Biere.

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  • Carlo am 19.11.2014 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Konsumenten schätzen

    Ich habe schon zweimal jeweils an einem Samstag versucht mit meiner heimischen Kligge eine Führung durch die Calanda-Brauerei durchzuführen. Beidemale wurde nicht mal die Mühe gemacht, eine Lösung zu finden, sondern klar gesagt, dass man das an einem Samstag aus Prinzip nicht mache. Was lernt man daraus? Wenn mich die Brauerei als Kunde und Interessierten nicht schätzt, dann schätze ich auch sein Bier nicht mehr. Ganz einfach!

  • like Beer am 19.11.2014 05:46 Report Diesen Beitrag melden

    Stange oder ein Grosses

    So kenne ich die meisten Biertrinker in der Schweiz, wenn ein Restaurant besucht wird. Keiner meiner Bekannten kümmert's wirklich was für ein Bier da drin ist. Das merkt man erst, wenn man aus dem Ausland kommt, wo gefragt wird, "was für ein Bier man möchte?". Die meisten Schweizer sind Standarttrinker und keine wirklichen Bier-Gourmets.

  • eu am 19.11.2014 03:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öufi

    In Solothurn in der Öufi Bierbrauerei Beiz gibts frisch gezapftes Bier im Pet...