Umsatz gestiegen

07. August 2009 13:22; Akt: 07.08.2009 13:30 Print

Puma blickt skeptisch in die Zukunft

Nach einem leichten Umsatzplus im ersten Halbjahr sieht der Sportausrüster Puma die kommenden Monate skeptisch.

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Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher könne sich in der zweiten Jahreshälfte negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken, warnte Puma-Chef Jochen Zeitz am Freitag bei der Vorlage der Zwischenbilanz in Herzogenaurach. Eine genaue Prognose wollte er nicht abgeben. Der Gewinn ging wegen einer höheren Steuerlast erneut zurück.

Den von Analysten geschätzten Umsatzrückgang für das Gesamtjahr um zwei Prozent bezeichnete Zeitz als Orientierungshilfe. «Wir gehen von einem anhaltend schwierigen Geschäftsklima aus», sagte er. Im ersten Halbjahr 2009 stieg der Konzernumsatz um 3,8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2008 hatte Puma 2,5 Milliarden Euro umgesetzt.

Wachstumsimpulse erwartet das Unternehmen im laufenden Jahr unter anderem von der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin, an der die von Puma ausgerüsteten Sprinterstars Usain Bolt, Asafa Powell und Shelley-Ann Fraser teilnehmen. Bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika will Puma seine Position als weltweite Nummer drei der Fussball-Ausstatter weiter ausbauen.

Sparprogramm zeigt Wirkung

Unterm Strich verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal 38,5 Millionen Euro und damit fast 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dennoch sprach Zeitz von einer «soliden Geschäftsentwicklung». «Unsere Erwartungen wurden übertroffen», sagte er. Die Puma-Aktie verbilligte sich bis zum Mittag um fast 4 Prozent.

Kosten für das Ende 2008 eingeleitete Sparprogramm in Höhe von 110 Millionen Euro, die im ersten Quartal angefallen waren, belasteten den Puma-Ertrag auch aufs Halbjahr gesehen: Der Konzerngewinn nach Steuern ging um fast 68 Prozent auf 44 Millionen Euro zurück. Puma-Konkurrent Adidas hatte im ersten Halbjahr ebenfalls einen dramatischen Gewinneinbruch verbucht, geht aber für den weiteren Jahresverlauf von einer erheblich besseren Geschäftsentwicklung aus als der Wettbewerber.

Puma erklärte, die Spar- und Umbaumassnahmen zeigten Wirkung und sollten in den kommenden 18 Monaten zu weiteren Verbesserungen führen. Schon jetzt seien die operativen Aufwendungen und die Marketingausgaben niedriger als im Vorjahr. Weitere Kosten für das Sparprogramm sollten im laufenden Jahr nicht anfallen, betonte der Puma-Chef.

Zahl der Mitarbeiter soll konstant bleiben

Mit dem Programm will der nach Adidas zweitgrösste Sportausrüster Europas «schlanker und effektiver» werden. Dafür wird die Produktpalette überarbeitet, Ausrüstungsverträge kommen auf den Prüfstand. Einsparungen sind auch beim Personal geplant. Allerdings soll die Zahl der Mitarbeiter weltweit unter dem Strich konstant bleiben, wie Zeitz betonte.

(ap)