Quartalszahlen

31. Juli 2018 03:57; Akt: 31.07.2018 07:31 Print

CS steigert Reingewinn um 114 Prozent auf 647 Mio.

Am Dienstag präsentierte die Credit Suisse die Resultate für das zweite Quartal 2018.

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CS-CEO Tidjane Thiam. (Archivbild)

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Die Credit Suisse ist weiter auf Erholungskurs: Sie hat im zweiten Quartal 2018 deutlich mehr verdient und den Reingewinn gar mehr als verdoppelt. Ausserdem hat sie viele neue Gelder an Land gezogen. Im Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf zeigt sie sich aber eher vorsichtig.

Unter dem Strich erzielte die zweitgrösste Schweizer Bank einen Reingewinn von 647 Millionen Franken. Dies entspricht einem Plus von 114 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie die CS am Dienstag mitteilte. Auf Vorsteuerebene lag der Gewinn bei 1,05 Milliarden Franken ( 71%), bereinigt um diverse Faktoren waren es 1,3 Milliarden ( 88%).

Höchster bereinigter Vorsteuergewinn der letzten 12 Quartale

Deutlich weniger stark legte die Bank bei den Erträgen zu. Insgesamt war das Plus hier lediglich 7 Prozent auf 5,60 Milliarden Franken. Bei einem Geschäftsaufwand von 4,47 Milliarden ergibt sich ein Verhältnis aus Kosten und Erträgen (Cost-/Income-Ratio) von rund 79,8 Prozent. Das heisst die Bank gibt für jeden eingenommen Franken rund 80 Rappen wieder aus. Insgesamt lagen die Zahlen in allen Bereichen über den Schätzungen gemäss AWP-Konsens.

CEO Tidjane Thiam zeigt sich in der Mitteilung denn auch sehr zufrieden: «Wir haben unseren höchsten bereinigten Vorsteuergewinn der letzten zwölf Quartale erzielt und den Gewinn im Vorjahresvergleich im siebten Quartal in Folge gesteigert.»

Den Vermögensverwaltungseinheiten flossen in der Periode von April bis Juni Nettoneugelder in Höhe von 9,1 Milliarden Franken zu. Verglichen mit den 14,4 Milliarden im ersten Quartal sind das zwar etwas weniger, die grosse Konkurrentin UBS hatte in dieser Periode aber einen Abfluss von 1,2 Milliarden Franken zu verzeichnen.

«Wird Phasen mit erheblicher Unsicherheit»

Die verwalteten Vermögen wurden per Ende Juni mit 1'398 Mrd CHF ausgewiesen und damit etwas höher als Ende März. Die UBS ist in diesem Punkt mit zuletzt 3'242 Milliarden allerdings mehr als doppelt so gross wie die CS.

Bekanntlich ist Kostenreduktion bei den meisten Grossbanken ein wichtiges Thema - so auch bei der Credit Suisse. Im ersten Halbjahr verbuchte sie zusätzliche Nettokosteneinsparungen von 0,5 Milliarden, hiess es dazu. Die Bank sieht sich diesbezüglich denn auch auf Kurs und bestätigte entsprechend ihr Ziel, die Kostenbasis bis Ende Jahr auf unter 17 Milliarden Franken zu senken.

Mit Blick nach vorne gibt sich die CS relativ vorsichtig. Im Rest des Jahres 2018 dürfte es aufgrund der geopolitischen Entwicklungen und den Spannungen im Welthandel «Phasen mit erheblicher Unsicherheit» geben, heisst es. Die Bank sieht aber trotzdem Wachstumspotential in einigen Bereichen und sieht sich auf guten Weg bezüglich Eigenkapitalziel.

(20 Minuten/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niels am 31.07.2018 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke für meine Kündigung

    2 Kinder und keinen Job mehr aber ihr habt den Gewinn gesteigert.... tolle Leistung Danke Danke Danke

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  • Bonifatz am 31.07.2018 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist auch keine Kunst..

    ..Wenn dem halbem Betrieb gekündigt wird..Irgendwann muss ja ein Plus entstehen.

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  • Eckzahn am 31.07.2018 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wachstum

    Und jetzt? Wachstum, Wachstum über alles! Soll man dazu noch gratulieren, oder wie oder was? Haben die Mitarbeiter auch was davon?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mz.... am 01.08.2018 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das könnte ich auch....

    Wenn man so viele Stellen streicht ist dies ja normal.

  • Pia Zil lig am 01.08.2018 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Minus

    und wo bleiben unsere Zinsen? Solche Zahlen sagen nichts aus. Nächstes Jahr wird es wieder ein Minus sein.

  • Peter Sattler am 01.08.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Thymians Lohn für 150 Leute

    Mit dem Lohn von Thymian können 150 Leute 1 Jahr lang bezahlt werden. Ich verstehe immer noch nicht wieso man so was tolleriert. Er kann ja nach Afrika zurück, dann würde die Bank auf einen Schlank 14 Millionen 990'000 sparen.

    • Mo am 01.08.2018 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Sattler

      Ist doch positiv oder? Aber Hauptsache sie können was negatives sagen. Traurig s o was.

    • Heinz Maier am 01.08.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Sattler

      ja rein mathematisch mögen sie recht haben, doch braucht man für diese 150 mitarbeiter zuerst ein mal ARBEIT. niemand beschäftig sinnlos mitarbeiter nur damit man sie "beschäftigen" kann. solche milchbüchleinrechnungen gehörten auf den bauerhof, wo sie auch sinn machen, nicht aber ein ein konzerngebilde, welches nun mal einen ceo zu einem marktpreis benötigt. zudem gibt sich thiam seinen lohn nicht selbst.

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  • W.T. am 01.08.2018 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Aaaah so!

    Da ist also das gestohlene Geld der ehrlichen Arbeiter.

  • gusti am 31.07.2018 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sehr motivierend

    ja kein wunder bei diesem zinssatz und den "kontoführungsgebühren" überlege mir das geld abzuheben