Tabakkonzern

19. Juli 2014 23:32; Akt: 19.07.2014 23:54 Print

RJ Reynolds zu Milliardenstrafe verurteilt

Eine Klägerin aus Florida darf nach dem Tod ihres Mannes eine gigantische Entschädigung erwarten. Dieser war an Lungenkrebs gestorben.

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Dem amerikanischen Tabakkonzern RJ Reynolds kommt der Tod eines Lungenkrebs-Patienten teuer zu stehen. (Bild: Keystone/Archivbild)

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Der US-Tabakkonzern RJ Reynolds ist wegen des Todes eines Rauchers an Lungenkrebs zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 23,6 Milliarden Dollar (17,45 Milliarden Euro) verurteilt worden. Eine Geschworenenjury in Pensacola im US-Staat Florida gestand der Witwe des Rauchers zusätzlich eine Entschädigung im Ausmass von 16,8 Millionen Dollar (12,4 Millionen Euro) zu. Reynolds-Vizepräsident Jeffery Raborn nannte die Summen «extrem überzogen» und kündigte eine Berufung gegen das Urteil an.

Cynthia Robinson hatte 2008 im Namen ihres verstorbenen Ehemannes eine Einzelklage gegen RJ Reynolds eingereicht. Es ist eine von Tausenden, die Angehörige von Rauchern angestrengt hatten, nachdem der Oberste Gerichtshof von Florida 2006 das Urteil zu einer Sammelklage gekippt hatte, das Schadenersatzzahlungen in Höhe von 145 Milliarden Dollar vorgesehen hätte. Nach Angaben von Robinsons Anwalt ist die am Freitag festgelegte Schadenersatzzahlung die bisher höchste in einem der Fälle aus dem ursprünglichen Sammelklage.

(sda)