USA

24. Dezember 2010 18:34; Akt: 24.12.2010 18:47 Print

Reichtumsschere geht weiter auseinander

Der Unterschied zwischen Arm und Reich in den USA hat sich in den vergangenen Jahren weiter vergrössert. Die Unterschicht musste überproportional unter der Wirtschaftskrise leiden.

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Obwohl die USA zu den wohlhabendsten Nationen der Welt gehören, stecken viele Bürger in der Armutsfalle (im Bild Obdachlose in Birmingham/Alabama). (Bild: Keystone)

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Gemäss einer Studie hat das eine Prozent der US-Haushalte, das am reichsten ist, im Schnitt 225 Mal so viel Vermögen wie der amerikanische Durchschnittshaushalt.

So gross sei der Unterschied seit Beginn der Erhebung 1962 noch nie gewesen, teilte das liberale «Economic Policy Institute» (EPI) am Freitag in Washington mit. Bei der letzten Berechnung 2007 habe der Wert 181 betragen, in den 1960er Jahren lag er noch bei 125.

Zwar sei die grosse Rezession der vergangenen Jahre auch an den Wohlhabenden nicht spurlos vorbei gegangen. So verfügte das reichste Prozent 2009 im Durchschnitt über 14 Millionen Dollar und besass damit 27 Prozent weniger als 2007. Aber bei den restlichen 99 Prozent der Haushalte betrug das Vermögen 2009 nur noch 62'200 Dollar, was ein Rückgang von 41 Prozent bedeutet.

In den Vermögenswert wird unter anderem auch der Hausbesitz eingerechnet. Der durchschnittliche Amerikaner habe viel stärker unter dem Verfall der Immobilienpreise gelitten als die reiche Bevölkerung, erklärte das EPI.

(sda)