Wirtschaftskrise

06. Januar 2009 23:00; Akt: 06.01.2009 21:41 Print

Rezession trifft Jugendliche

Für Jugendliche wird die Situation am Arbeitsmarkt dieses Jahr besonders hart. Der Gewerkschaftsbund fordert deshalb mehr Lehrstellen und Ausbildungsplätze.

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Seit Herbst steigt in der Schweiz die Zahl der Arbeitslosen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) rechnet bis 2010 mit 60  000 zusätzlichen Stellensuchenden. Laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund trifft es junge Arbeitnehmer besonders hart: «Wir machen uns grosse Sorgen. Jugendliche werden zuletzt eingestellt und zuerst entlassen», sagt Zentralsekretär Jean Christophe Schwaab.

Auch Serge Gaillard, Chef Arbeit beim Seco, spricht gegenüber Radio DRS von einem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit: «Jugendliche sind immer stärker von einer Rezession betroffen als die anderen Altersgruppen.» Die Schweiz sei jedoch gut vorbereitet und der Arbeitsmarkt vergleichsweise stark.

Laut Schwaab mangelt es bereits heute an Lehrstellen und an Einstiegsjobs für Jugendliche. «In den kommenden Monaten könnte es dramatisch werden», befürchtet er. Der Gewerkschaftsbund fordert deshalb von Staat und Wirtschaft, mehr Lehrstellen und Plätze in Lehrwerkstätten und Berufsschulen zu schaffen. Sonst liefen die Jugendlichen Gefahr, in die Sozialhilfe zu rutschen. Schwaab: «Wenn wir nicht aufpassen, werden heute die Armen von morgen geschaffen.»

(hal)

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