Hilfe bei Entwicklung

23. November 2019 09:22; Akt: 23.11.2019 11:12 Print

Roger Federer investiert in Zürcher Schuh-Firma On

Roger Federer investiert in den Zürcher Schuhhersteller On. Er will auch bei der Gestaltung neuer Produkte helfen. Er ist nicht der einzige prominente Investor.

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Der Schweizer Tennis-Spieler Roger Federer wird Mitinhaber und neues Aushängeschild der Zürcher Laufschuh-Firma On. «Es reizt mich, mit einem jungen Schweizer Unternehmen zusammenarbeiten zu können, das auf dem Sprung ist», sagt Federer der «NZZ am Sonntag». On statt Nike: Roger Federer postete schon Ende Mai auf Facebook ein Bild aus Paris, das ihn in Sneakers der Zürcher Marke On zeigt. Bei den Sneakers handelt es sich um ein limitierte Version des Modells Cloud Terry. «Bei den Olympischen Spielen 2016 gewann Nicola Spirig in diesem Modell die Silbermedaille im Triathlon», teilt eine Sprecherin von On mit. Auf dem Tennisplatz wird er jedoch weiter Nike-Schuhe tragen. Denn Tennis-Schuhe stellt die Schweizer Marke On (noch) nicht her. Federers Kleidung auf dem Court kommt vom japanischen Hersteller Uniqlo. Erst im vergangenen Jahr war Federer auf die Tenniskleidung von Uniqlo umgestiegen. Er unterzeichnete mit der japanischen Firma einen 10-Jahres-Vertrag von 300 Millionen Dollar. Was Federer in seiner Freizeit trägt - hier etwa bei einem Besuch im afrikanischen Staat Malawi für seine Stiftung - wird zu einem Geschäft. Wenn er in Sneakers kommt, dann könnten die künftig von der Marke On sein. Über 20 Jahre hinweg war Roger Federer komplett auf Nike eingestellt. Schon 1998 spielte er im Dress des US-Konzerns. Roger Federer 2017 in Wimbledon mit Security: Bis auf die Socken war alles von Nike. Federer mit Siegerpokal beim Australian Open 2018 – als weltweit gefeierter Tennisstar ist er ein guter Werbeträger für Firmen. Er steht auch bei Rolex unter Vertrag, wie man sieht.

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Der Schweizer Tennis-Spieler Roger Federer wird Mitinhaber und neues Aushängeschild der Zürcher Laufschuh-Firma On. «Es reizt mich, mit einem jungen Schweizer Unternehmen zusammenarbeiten zu können, das auf dem Sprung ist», sagt Federer der «NZZ am Sonntag».

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Wie viel Geld Federer in das Unternehmen investiert, sagt er nicht. Es sei aber substantiell, heisst es bei On. Sowohl für die Firma, wie auch für ihn. Federer sagt: «Der Batzen war gross genug, dass ich mir das gut überlegen musste. Ich wollte ein Zeichen für On setzen, um ihnen zu zeigen, wie sehr ich an die Firma glaube und dass ich langfristig mit ihnen plane.»

Hilfe bei Produktentwicklung

Vorderhand strebt Federer keine Funktion bei On an. Er nimmt aber bereits Einfluss auf die Produktentwicklung. Nächstes Jahr werden erste On-Schuhe auf den Markt kommen, bei denen Federer mitgewirkt hat. «Welchen Komfort braucht ein Topathlet? Wie muss ein Schuh sein? Hier kann ich sehr viel einbringen, habe ich das Gefühl.»

Dieses Investment sei auch zustande gekommen, weil sein Vertrag mit Nike zu Ende ging und er sich Gedanken über sein Karriereende mache. Federer ist bereits in der Vergangenheit mit Schuhen des Labels aufgetreten. Im Mai zeigte er sich mit Sneakers von On. «Wir freuen uns sehr, dass Roger Federer unserer Schuhe in seiner Freizeit trägt», sagte eine On-Sprecherin damals zu 20 Minuten. Man fühle sich geehrt.

Viele Prominente tragen On

On wurde vom Duathlon-Weltmeister Olivier Bernhard, David Allemann und Caspar Coppetti 2010 gegründet. Das Zürcher Start-up entwickelt eigene Laufschuhe und entsprechende Jacken, Hosen und Shirts. Das Grundkonzept der trendigen Turnschuhe ist eine gedämpfte Landung und ein kraftvoller Abstoss. Die On-Schuhe sind heute in über 50 Ländern erhältlich. Die Firma beschäftigt rund 500 Personen, davon 250 in Zürich. Laut der «NZZ am Sonntag» ist das Unternehmen seit 2014 profitabel und erwirtschaftet zwischen 100 und 200 Millionen Franken Umsatz pro Jahr.

Federer ist nicht der einzige Prominente, der sich an der Firma beteiligt. So soll auch der bekannte Milliardär Jorge Paulo Lehmann laut der «Bilanz» bei On investiert haben. Der schweizerisch-brasilianische Biermogul lebt am Zürichsee in Rapperswil-Jona, wo auch Federer ein Anwesen bauen will. Beide sind schon lange befreundet.

Getragen werden die Schuhe auch von Hollywood-Stars wie Emma Stone, John Malkovich und Jake Gyllenhaal sowie Regisseur Wim Wenders. Auch Skifahrerin Wendy Holdener oder Tennis-Crack Venus Williams wurden schon in Sneakers von On gesichtet.

(ehs)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Regula_CH am 23.11.2019 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool!

    Das freut mich sehr! Ein Schweizer, der in ein lokales Produkt investiert. Toll!

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  • D. Ersparer am 23.11.2019 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rip Off

    In den USA kostrn die Schuhe 110$ während wir schweizer 160 chf aufwärts zahlen! rip off par exellence!!

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  • Ladinho am 23.11.2019 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Schuhe

    Die Schuhe sind wirklich super und empfehlenswert; ich trage diese praktisch immer und man fühlt sich wie in Hausschuhen... Das Federer jetzt investiert in diese Marke ist mir eigentlich egal - das tut nichts zur Sache! Hauptsache die Schuhe bleiben qualitativ auf diesem Niveau...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Glück am 03.12.2019 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Tennisrenter werden Unternehmer

    Die Kohle muss arbeiten und die Kasse füllen.

  • Rodney McKay am 25.11.2019 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Rafa blieb auf Mallorca

    Und die Scheichs aus Dubai? Die die Leute wie Sklaven behandeln und dort wo Rotschi seien Zweitwohnung hat, investieren die auch? Wer sich unnötig mit Diktatoren arrangiert, dem sollte keine Platform geboten werden. Zeigt einfach seine Tennisspiele, der Rest ist pure Heuchelei...

  • Läufer am 25.11.2019 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    teurer Preis, schlechte Qualität

    Innenfutter nützt sich in kürzester Zeit ab. Habe schon drei auf Garantie ersetzt bekommen. Bei einem Schweizer Premium Produkt darf das nicht sein. Nike, Asic, Adidas schaffen es auch.

  • WILHELM am 25.11.2019 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ARMSELIG

    Millionären helfen einander. Den Vietnamesen die Arbeit für einen Hungerlohn geben und ein paar Millionäre mehr in der Schweiz.

  • Mimi Meier am 24.11.2019 22:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist das nötig?

    Super, danach kann man es wieder nicht mehr kaufen weil viel zu teuer, weil Federer wieder mit verdient. Bin ja auch Fan von ihm, aber alles was er trägt oder Werbung dafür macht ist überbezahlt, sonst würde Federer ja nicht soviel Geld dafür bekommen.