Millionen-Rechnung

19. Juli 2019 18:35; Akt: 19.07.2019 18:35 Print

So viel mehr Steuern zahlt Roger in Rappi

Der Tennisstar zieht mit seiner Familie in den Kanton St. Gallen. Steuertechnisch wird das sehr viel teurer.

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Nachteil auch bei der Kirchensteuer: Falls Roger und Mirka Federer noch in der römisch-katholischen Kirche sind (das Foto zeigt sie 2006 in Rom bei Papst Benedikt XVI), zahlen sie an ihrem neuen Wohnort deutlich mehr dafür,... ...denn jede Kirchgemeinde legt ihren Steuersatz selbst fest: In Rapperswil-Jona beträgt er 19 Prozent von der sogenannten einfachen Steuer..... ... in Federers bisherigem Wohnort Wollerau beläuft sich der Steuerfuss der römisch-katholischen Kirche jedoch nur auf 8 Prozent... ... in Valbella (hier der Rohbau der Doppelvilla der Familie Federer 2012) beträgt er 15 Prozent. Konkret heisst das: In Valbella müssten die Federers allein an Kirchensteuer jährlich 1,3 Millionen Franken zahlen. In Rapperswil-Jona und in Wollerau ist es entsprechend deutlich weniger. Dies ist die Parzelle in Rapperswil-Jona, wo die neue Federer-Residenz entstehen soll: Das Grundstück ist etwa 16'000 Quadratmeter gross und liegt auf der Höhe der Zürcherstrasse 191. Sie bietet Zugang zum Zürichsee. Laut Experten kostet sie 40 bis 50 Millionen Franken. Auch ein Tennisplatz soll auf dem Gelände entstehen. Die Parzelle hat also Platz genug, um die Eltern zu einem Brunch einzuladen. Ob die Federers ihre Kinder dann auch im neuen Zuhause unterrichten werden, ist noch unklar. Das bestätigte der Stadtpräsident von Rapperswil-Jona der «Linth-Zeitung». Am Sonntag stand Roger Federer noch im Wimbledonfinal. Hier der Blick auf den Centre Court von Wimbledon. Am Mittwoch besuchte Tennisstar Roger Federer dann das Gasthaus Plattenbödeli im Alpstein. Es ist nicht Federers erster Besuch im Appenzellerland. So weilte er bereits im Sommer 2016 im Berggasthaus Aescher und besuchte den Seealpsee.

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Roger Federer wechselt die Seeseite: Von Wollerau im Kanton Schwyz zieht er auf die Sonnenseite des Zürichsees nach Rapperswil-Jona. Dies bestätigte der Stadtpräsident. Dafür nimmt Federer nicht nur Geld für einen Neubau in die Hand, sondern auch jährlich höhere Steuern in Kauf.

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Federers zahlten mit römisch-katholischer Kirchensteuer und vier Kinderabzügen im Steuerparadies Wollerau/SZ rund 16 Millionen Franken an Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern. In Rapperswil-Jona sind es dagegen total 22,3 Millionen – das sind jährlich 6,3 Millionen Franken mehr für den Fiskus. Dies sind Hochrechnungen von 20 Minuten, bei denen ein steuerbares Vermögen von 900 Millionen Franken und ein Jahreseinkommen von 65 Millionen Franken zugrunde gelegt wurde. Offen ist allerdings, ob diese in den Medien verbreiteten Schätzungen den tatsächlichen Einkünften der Familie Federer entsprechen und wie viel sie davon überhaupt in der Schweiz nach Abzügen versteuern muss.

Federer sprengt den Steuerrechner

Für Normalsterbliche lassen sich mit dem Steuervergleichsrechner von Comparis.ch die Steuern für sämtliche Schweizer Gemeinden leicht errechnen und vergleichen. Für die Familie Federer taugt dies jedoch nicht: Denn eingeben lassen sich dort für das Nettoeinkommen höchstens 400'000 Franken, für Nebenverdienste ist eine maximale Summe von 200'000 Franken vorgesehen. Auch eine Vermögenssumme mit neun Ziffern (900'000'000.00 Franken) ist dort nicht vorgesehen, der höchste Wert ist 5'000'000.00 Franken. Deshalb basiert die Steuervergleichsrechnung für die Federers auf den Steuerkalkulatoren der kantonalen Websites.

Die Familie Federer besitzt in der Schweiz auch eine Doppelvilla in Valbella, das zur Bündner Gemeinde Vaz/Obervaz gehört. Dort ist der Steuersatz noch einmal höher als in Rapperswil-Jona: Die Steuern für die Familie würden sich an diesem Ort total auf 23,5 Millionen Franken belaufen. Allein für die Kirchensteuer mit einem Steuerfuss von 15 Prozent würden jährlich 1,3 Millionen Franken fällig.

Wo und wie genau Federers ihr Einkommen und Vermögen versteuern, unterliegt dem Steuergeheimnis.

(ish)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sebastian am 19.07.2019 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Appell

    Lasst den Mann in Ruhe! Einer der wenigen guten die es noch gibt und nicht wegen den Steuern umzieht sondern der Lebensqualität seiner Kinder zuliebe. Wäre jeder Millionär nur die Hälfte von Federer wäre die Welt eine besserer Ort

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  • Und Jetzt? am 19.07.2019 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wen interniertes.

    Last den lieben Roger doch mal in Ruhe. Es scheint mir diese Art von Artikel sollen nur Diskussionen herauf beschwören und als Bonus noch ein paar Neider/Hater auf den Plan rufen. Last ihn sein Leben leben, er hat keinem was Böses getan, im Gegenteil.

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  • Steuerzahler am 19.07.2019 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So gehts

    Normal sagen die Reichen der Steuergemeinde, was sie an Steuern bereit sind zu bezahlen. (Sonst komme ich nicht in eure Gemeinde) Pauschalsteuer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jo term am 20.07.2019 23:12 Report Diesen Beitrag melden

    Steuern

    in Dubai hat er gar keine Einkommenssteuer bezahlt , was erzählt ihr da von mehr Steuern.

  • Dani am 20.07.2019 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Status

    Steuern sind egal. Wo gibt es sonst noch 16000m2 mit Seeanstoss in der Schweiz. An all die Steuersparer, die in Zug oder Wollerau eingepfercht sind, mir ist ein grosses Grundstück wichtiger und das kann ich mir leisten.

  • Gutenberg am 20.07.2019 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Löst endlich eure Probleme

    Frage: War es heute zu warm? Dann wird es nächst Woche wohl noch peinlicher in den Foren. Oder gibt es in der Schweiz viele Bekiffte, die sich in den Foren tummeln? Was ich hier lese, sorry, da kann ich einfach nur den Kopf schütteln.

  • Buddah B. am 20.07.2019 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armer Fedi

    Fedis Karriere geht den Bach ab. Was ihm noch bleibt ist sein Geld und Mirka. Wer von euch würde Mirka schon wollen?

    • Widmer am 21.07.2019 00:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Buddah B.

      Und wer würde Sie Buddah.B. wollen? Jedenfalls nicht Mirka und ich auch nicht! Schon bald 20 Jahre sind Mirka und Roger ein Paar, davon 10 Jahre verheiratet und haben zusammen 4 Kinder! Ein Glück für die Federers Kinder,Sie nicht als Vater zu haben.

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  • Maya am 20.07.2019 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe es gar nicht dicke,

    aber ich mag es ihm trotzdem von Herzen gönnen. Alle sehen immer nur das viele Geld. Solche Leistungssportler haben für ihre Karriere einen grossen Teil ihrer Kindheit geopfert. Fast alle grossen Tennisspieler haben später erhebliche gesundheitliche Probleme, Gelenke, Rücken usw. Ob man diese Sportler auch darum beneidet? Da wäre ich persönlich dann doch um Längen lieber ein Topmanager. Die tun oft weitaus weniger für's Geld. Ein Sportler muss liefern!