Millionenauftrag

04. Dezember 2019 17:14; Akt: 07.12.2019 08:41 Print

SBB bestellt 122'000 Mobiltelefone und Tablets

von S. Spaeth - Die SBB-Mitarbeiter erhalten bald neue Handys und Tablets. Der Konzern sucht einen Lieferanten für die nächsten 5 Jahre. Die alten Geräte kann das Personal behalten.

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Gute Nachricht fürs SBB-Personal: Die Belegschaft darf sich auf neue Smartphones freuen. Die SBB sucht einen Händler, der in den nächsten fünf Jahren rund 122'500 Mobiltelefone und Tablets liefern kann. Neue Smartphones gibts nicht zur fürs Zugpersonal, sondern auch für die Angestellten am SBB-Hauptsitz. Die Festnetztelefone wurden grösstenteils abgeschafft. Aktuell hat die SBB Interdiscount als Lieferanten. Der zur Coop-Gruppe gehörende Elektronikhändler hat sich 2014 den noch heute laufenden SBB-Deal gesichert. Der Deal mit der Coop-Tochter dauerte fünf Jahre und wurde um ein Jahr verlängert. «Der auslaufende Vertrag wurde ausgeschöpft», heisst es bei der SBB-Medienstelle. Das Volumen dürfte sich auf insgesamt 23 Millionen Franken belaufen. Interdiscount lieferte unter anderem gegen 30'000 Samsung-Galaxy-Smartphones... ...sowie 4000 Minit-Tablets der Marke Samsung. Zudem gabs eine Option im Wert von bis zu 11 Millionen Franken, die Geräte nach zwei Jahren auszutauschen. Im Rahmen des für 2020 geplaten Grosseinkaufs rüstet die SBB auch die Lokführer und die Kundenbegleiter mit neuen Geräten aus. Die neuen Geräte müssen die Anforderungen für das sogenannte GSM-R-Netz erfüllen. Hierbei geht es um ein normales Handy-Netz, das für die Verwendung bei den Bahnen erweitert wurde. Zudem plant die SBB 11'000 neue ELAZ-Geräte (elektronische Assistent Zugpersonal) womit das Zugpersonal die Ticketkontrolle durchführt. Das alte Smartphone ist nach dieser Zeit abgeschrieben und kann laut der SBB-Pressestelle kostenlos vom Mitarbeiter übernommen werden Wollen Mitarbeiter ihr Gerät nicht behalten, wird es als Occasionshandy in der Wiederverkauf gebracht.

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Gute Nachricht fürs SBB-Personal: Die Belegschaft darf sich auf neue Smartphones freuen. Der Bundesbetrieb hat auf der Plattform Simap eine Vorankündigung für eine öffentliche Ausschreibung publiziert. Die SBB sucht einen Händler, der in den nächsten fünf Jahren rund 122'500 Mobiltelefone und Tablets liefern kann. Der Deal mit dem Händler, der laut Ausschreibung eine «grosse Produkte- und Markenpalette» liefern können muss, beläuft sich auf fünf Jahre.

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Wie aus der Publikation hervorgeht, umfasst der Deal drei verschiedene Geräte-Typen. So braucht die SBB für ihre Mitarbeiter Mobiltelefone und Tablets für Business-Anwendungen. Bei der SBB gibt es laut Sprecher Reto Schärli kaum mehr Festnetz-Geräte. Die Bahn setzt darum auf Smartphones oder IP-Telefonie – und braucht jährlich laut Ausschreibung 13'000 Smartphones und 5000 Tablets. Die SBB hat einen Personalbestand von rund 33'000 Mitarbeitern.

Interdiscount ergatterte sich den Deal

Wie viel Geld die SBB für die neuen Geräte budgetiert hat, will Mediensprecher Schärli nicht beantworten. Der Preis sei Teil der Verhandlungen. Aktuell hat die SBB Interdiscount als Lieferanten. Der zur Coop-Gruppe gehörende Elektronikhändler hat sich 2014 einen Fünfahres-Deal mit Verlängerungsoption um ein Jahr gesichert.

Interdiscount lieferte gegen 30'000 Samsung Galaxy-Smartphones und 4000 Mini-Tablets. Das Auftragsvolumen belief sich auf rund 12 Millionen Franken. Zudem gabs eine Option im Wert von bis zu 11 Millionen Franken, die Geräte nach zwei Jahren auszutauschen. «Der auslaufende Vertrag wurde ausgeschöpft», heisst es bei der SBB-Medienstelle.

Im Rahmen des ab 2020 anstehenden Grosseinkaufs rüstet die SBB auch die Lokführer und die Kundenbegleiter mit neuen Geräten aus. Diese müssen die Anforderungen für das sogenannte GSM-R-Netz erfüllen. Hierbei geht es um ein normales Handy-Netz, das für die Verwendung bei den Bahnen erweitert wurde. Von diesen Geräten, die die SBB auch für andere Schweizer Bahnen kauft, brauchts in den nächsten fünf Jahren insgesamt 21'500 Stück. Zudem plant die SBB 11'000 neue ELAZ-Geräte (elektronische Assistent Zugpersonal), womit das Zugpersonal die Ticketkontrolle durchführt.

Mitarbeiter dürfen Geräte behalten

Nach drei Jahren erhalten die SBB-Mitarbeiter laut der Pressestelle «aus Security- und betrieblichen Gründen ein neues Dienstgerät.» Das alte Smartphone sei nach dieser Zeit abgeschrieben und könne kostenlos übernommen werden, sagt Schärli. Wollen Mitarbeiter ihr Gerät nicht behalten, wird es nach einem «Zurücksetzen auf Werkeinstellungen und dem Löschung der Daten» als Occasionshandy in der Wiederverkauf gebracht. Ein Teil des Erlöses kommt den SOS-Kinderdörfern zugute.

Der SBB scheint es mit dem neuen Lieferanten eilig zu sein. Die Angebotsfrist wurde gemäss Ausschreibung von 40 auf 24 Tagen verkürzt. Dies ist im Rahmen der Regeln über die öffentliche Beschaffung möglich, wenn zuvor eine Vorankündigung erfolgt ist. Die offizielle Ausschreibung wird Mitte Januar 2020 publiziert. Den grossen Smartphone-Wechsel fürs SBB-Personal gibt es ab Mitte des kommenden Jahres.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anna am 04.12.2019 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötiger Artikel

    Also warum ist das nun ein Artikel wert? Jeder Grosskonzern macht Grossbestellungen für Arbeitsgeräte, seien es Computer, Tablets, Handys usw. Nur weil es mal wieder die SBB ist, macht man daraus ein Drama?

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  • Dominik T. am 04.12.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1,2,3

    Finde ich gut. Und jetzt kommen alle SBB-Hater. Das wird lustig.

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  • Männchen am 04.12.2019 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Normal

    Das ist normal. In einem Betrieb, wo die Mitarbeiter unterwegs sind, müssen Geräte ausgegeben werden. Die wirklichen Kosten sind nicht in der Hardware, sondern den zugehörigen Mobilfunkabos zu suchen. Da sieht man einmal, was so ein Betrieb halt kostet. Dass die Geräte nach 3 Jahren an die Mitarbeiter übergehen ist auch normal. Eigentlich sind in vielen Betrieben sogar 2 Jahre üblich. Wenn das Gerät wirklich zur Arbeit gebraucht wird, ist es nach knapp 2 Jahren definitiv nicht mehr verkaufbar.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • D.R am 05.12.2019 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preis Dumpermethode

    Vorsicht, unsere Firma hatte auch mal eine Ausschreibung bei SBB mitgemacht. Die Stückzahl lag ebenfalls bei 100'000 Einheiten, was einen massiv tieferen Preis ergibt beim Einkauf. Effektiv bestellt wurden jedoch nur 30'000 Stück. Die einfachen Mitarbeiter der SBB gingen leer aus und die SBB konnte einmal mehr eine Firma der Privatindustrie über den Tisch ziehen.

  • marc am 05.12.2019 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow

    122'000 Geräte für 33"000 Mitarbeiter?

  • vvzvvx am 05.12.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    ja klar

    es gibt viele, die auf die SBB hauen. es gibt auch viele SBB MAs, die zeit zum kommentieren haben. das fällt auf, wenn auf biegen udn brechen jeder noch so unsinnige mumpitz gutgeheissen wird. denkt ihr, wir sind blind und taub?

  • Lisa am 05.12.2019 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ahhhh...

    Zumindest weiss man jetzt wieso die SBB immer wie teuer wird;)

    • Analyst am 05.12.2019 18:05 Report Diesen Beitrag melden

      Vorbildlich

      Du nutzt natürlich dein Smartphone oder Tablet für deine Firma auf deine Kosten!

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  • Äl.B am 05.12.2019 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welches Telefon?

    Mich hätte interessiert welche Marke sie kaufen:( Ps es ist eine frechheit, dass die ein Telefon geschenkt bekommen. Auch GA s darf man nicht schenken. Immerhin sind das 35k gahs die man verschenkt. Das ist elm subentionierter betrieb. Es nervt mich jedes mal wenn ich 7 Fr für 8km Fahrt zahlen muss. Anstelle 4 Franken

    • Heinz Müller am 05.12.2019 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      Echt jetzt?

      Möchtest du diese alten Geräte die tahgäglich in Betrieb waren?

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