Bundesbahnen

26. März 2011 23:45; Akt: 26.03.2011 23:51 Print

SBB mit mehr Gewinn - Höhere Preise umstritten

SBB erzielen 298 Millionen Franken Gewinn. Weit mehr als angenommen. Konsumentenschützer wollen nun die angekündigten Preiserhöhungen stoppen.

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Der Bundesrat erwartete von den SBB für 2010 einen Gewinn von 169 Millionen Franken. Stattdessen resultiert nun ein Plus von 298 Millionen, wie «Der Sonntag» aus «zuverlässigen Quellen» weiss. Offiziell werden die Zahlen erst am kommenden Mittwoch von SBB-Chef Andreas Meyer und Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi präsentiert.

Der Hauptgrund für die guten Zahlen ist laut «Sonntag» die rege Nutzung der Bundesbahnen. Beim SBB-Personenverkehr resultierte ein Rekordgewinn von 293 Millionen Franken. Die guten Zahlen sind schlecht mit den steigenden Preisen zu vereinbaren. es regt sich auch offenbar bereits Widerstand.

Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz sagt gegenüber dem «Sonntag»: «Ich sehe nicht, dass die SBB jetzt Tariferhöhungen fordern müssen. Man muss jetzt zuerst klären, wie der Bahnverkehr finanziert werden soll. Es braucht ein ganzheitliches Konzept.»

(aeg)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Urs Schoffner am 27.03.2011 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Preiserhöhung nicht gerechtfertigt!

    Bei einem Rekordgewinn Dank der Pendler wäre es ja wohl völlig fehl am Platz die bereits hohen Preise weiter zu erhöhen!

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  • Christian Rusch am 27.03.2011 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Hohn

    Die SBB macht Jährlich Milliarden Defizit. Die Einnahmen machen gerade mal 1/3 aus, die anderen 2/3 sind Subventionen. Und das nennt man nun Gewinn?

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  • Bianca am 27.03.2011 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Preiserhöhungen nicht angebracht

    Bei Betrachtung von Rekordgewinnen bei der SBB erscheinen die angekündigten Preiserhöhungen der SBB mehr als unangebracht. Der Gewinn von fast 300 Mio. CHF soll reinvestiert werden. Zudem könnte man endlich diesen leidigen Nachtzuschlag abschaffen. Die SBB gehört zum Service Public und soll sich nicht auf Kosten der Schweizer Bevölkerung bereichern. Für Leute mit tiefem Einkommen sind die Abo-Preise kaum noch bezahlbar!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lotti Dampf am 03.04.2011 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Die SBB im Grössenwahn

    Mit meinem tiefen Einkommen kann ich mir kein Abo leisten! 2x im Jahr eine Gemeinde-TK um mit meinem Kind ein Ausflug zu machen. Leider nicht 1. Klasse sonst könnten wir uns ja in der Luxus-Lounge der SBB noch ein Gratis-Häppchen holen. Das käme mir sowiso hoch bei dieser Preispolitik!! Frustrierend!!

  • Anna Berger am 28.03.2011 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Informieren vor kritisieren

    Die SBB ist heute in 3 Teile aufgeteilt, Personenverkehr, Cargo, Infra. Die Subventionen an die Infrastruktur, Schienennetz werden durch den Bund bezahlt. Alle dürfen diese Gleise zu selben Preis benutzen z.B. BLS, DB, ÖBB usw. Die SBB bewirtschaftet zwar die Infrastruktur wie der Bund die Strassen nur ist es nicht der selbe Name. Der Autofahrer bezahlt die Strassen auch nicht voll, sämtliche Gemeinde und Kt.-Strassen werden durch den normalen Steuerzahler bezahlt. Der Regionalverkehr wird subventioniert, weil die Kantone sagen was wann fährt. Der Fehrnverkehr ist selbsttragend. Alles klar?

  • Marc am 27.03.2011 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    Preise halbieren

    Bahnfahren ist in der Schweiz sowieso um 50% zu teuer. Halbtax abschaffen und Preise auf Niveau Halbtax senken, dann ein neues Halbtax für 1000Fr. im Jahr und gut ist :)

    • Giorgio Moroder am 27.03.2011 19:29 Report Diesen Beitrag melden

      Preise richtig stellen

      Irrtum - Bahnfahren ist in der Schweiz zu billig. Was soll derjenige der mit dem Velo 1 km zur Arbeit fährt denjeinge subventionieren der täglich von Zürich nach Bern pendelt. Und nein!!! Es hat nichts mit sozialer Gerechtigkeit zu tun, sondern mit dem von Links und Grün ständig gepredigten verursacher gerechten Kosten. Wer fährt soll zahlen, wer nicht fährt soll den Fahrenden nicht finanzieren. Das ist Gerechtigkeit.

    • Patrick Meyer am 28.03.2011 14:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Marc

      Lieber Marc, Sie scheinen die Finanzierung der SBB nicht zu kennen. Jährlich im Milliarden-Bereich quersubventioniert. Man muss nicht die Preise senken, sondern die Subventionen. Bahnfahren ist in der CH sehr preiswert. Und wenn schon, sollte der Gewinn in die Sicherheit an Bahnhöfen investiert werden.

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  • Bianca am 27.03.2011 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Preiserhöhungen nicht angebracht

    Bei Betrachtung von Rekordgewinnen bei der SBB erscheinen die angekündigten Preiserhöhungen der SBB mehr als unangebracht. Der Gewinn von fast 300 Mio. CHF soll reinvestiert werden. Zudem könnte man endlich diesen leidigen Nachtzuschlag abschaffen. Die SBB gehört zum Service Public und soll sich nicht auf Kosten der Schweizer Bevölkerung bereichern. Für Leute mit tiefem Einkommen sind die Abo-Preise kaum noch bezahlbar!

    • Giorgio Moroder am 27.03.2011 19:33 Report Diesen Beitrag melden

      Leider doch

      @Bianca: Eine unheimlich wichtige Aussage von Dir: "und soll sich nicht auf Kosten der Schweizer Bevölkerung bereichern". Genau das macht sie durch die milliardenhohen Subventionen. Momentan zahlt jeder !!! Bürger über 600 Franken Subventionen an die SBB (4500 Mill. / 7 Mill). Auch Velofahrer, Nichtfahrer, Säuglinge, Sozialhilfeempfänger. Ist das Gerecht?

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  • Alexander Keller am 27.03.2011 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Privilegien des Vorstands streichen

    Trotz höheren Gewinn (298 Millionen) möchte der Vorstand der SBB AG die Ticketpreise erhöhen und die SBB Pensionskasse vom Bund sanieren lassen. Ich wäre dafür, dass man dem Vorstand alle Privilegien streicht. Diese wären Geschäftsauto, Flüge, Mobilephone Rechnungen, Geschäftsessen, ext. Sitzungsräume, Notebooks etc. Als Vorstand hat man eigentlich ein gutes Jahrespolster, da wären solche Privilegien leicht aus der eigenen Tasche zu finanzieren, ist meine Meinung.