2018

04. März 2019 08:03; Akt: 04.03.2019 08:57 Print

SNB macht Verlust von 14,9 Milliarden Franken

Jetzt liegen die definitiven Zahlen vor. Die SNB hat im Jahr 2018 einen Verlust von 14,9 Milliarden Franken gemacht.

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2018 gemäss nun vorliegenden definitiven Zahlen einen Verlust von 14,9 Milliarden Franken erzielt. Die Zahlen entsprechen ziemlich genau den bereits im Januar publizierten provisorischen Zahlen.

Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen betrug konkret 16,3 Milliarden Franken, wie die SNB am Montag mitteilte. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 0,3 Milliarden Franken. Und mit den Frankenpositionen konnte die SNB dank den Negativzinsen auf Girokontoguthaben einen Erfolg von 2,0 Milliarden Franken erzielen.

Im Jahr 2017 hatte die SNB noch einen Rekordgewinn von 54,4 Milliarden Franken erzielt. Da das Ergebnis der Nationalbank überwiegend von der Entwicklung der Devisen-, Gold- und Kapitalmärkte abhängig ist, sind starke Schwankungen die Regel.

Hohe Kursverluste bei Aktien und Obligationen

Das negative Börsenumfeld führte im Gesamtjahr 2018 zu einem Verlust von 12,4 Milliarden Franken auf Beteiligungspapieren, wie die SNB weiter mitteilte. Auf Zinspapieren resultierte ein Kursverlust von 5,6 Milliarden.

Die wechselkursbedingten Verluste beliefen sich auf insgesamt 11,3 Milliarden Franken. Diesen standen Zinserträge von 9,6 Milliarden und Dividendenerträge von 3,4 Milliarden Franken gegenüber.

Der Bewertungsverlust beim Gold basierte auf einem unveränderten Goldbestand von 1'040 Tonnen bzw. einem um 0,6 Prozent tieferen Goldpreis als Ende 2017.
Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven wird laut der Mitteilung rund 5,4 Milliarden Franken betragen. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 67,3 Milliarden Franken resultiert ein Bilanzgewinn von rund 47,0 Milliarden Franken, so die SNB.

Maximaldividende und 2 Milliarden Franken für Bund und Kantone

Dies ermögliche eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspricht. Zudem richtet die SNB eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone in der Höhe von einer 1 Milliarde Franken aus.

Bund und Kantonen steht zudem eine Zusatzausschüttung von 1 Milliarde Franken zu, da die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Betrag von 20 Milliarden übersteigt, wie es in dem Communiqué weiter heisst.
Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 2 Milliarden Franken zu Gunsten der öffentlichen Hand geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.R. am 04.03.2019 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausser sparen nix gewesen!

    2 Milliarden dank Negativzinsen eingenommen! Diese wurden den Schweizer Sparern direkt, und via den Pensionskassen indirekt, aus der Tasche gezogen.

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  • Norbert am 04.03.2019 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vor-und Nachteil.Gut nur für Multis?

    Euro stützen nur gut für Exporteure die immer Jammern bei tiefs und bei einem Hoch hört man nichts .Importeure leiden darunter und der Kunde geht im Ausland einkaufen.Und jetzt wollen diese Profiteure noch viel weniger Steuern zahlen.Warum?Für höhere Boni!!!!!

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  • Belmam am 04.03.2019 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo bleibt die gerechtigkeit

    solange der Ottonormalbürger zu 18% besteuert wird, bei einem Lohn von 5000fr. spielt das doch keine Rolle. gibt henügen Sklaven in der Schweiz die man drücken kann keine Sorge, und wenn die dann nicht mehr Taugen, na dann öffnen wir die Grenzen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Flanke am 06.03.2019 00:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles im Griff

    Wem gehört die Nationalbank, wem? Wem gehören die Verluste, wem? Wem gehören die Gewinne, wem? Schlussendlich dem Schweizervolk, oder? Also geht es uns etwas an. Herr Jordan und sein Team haben alles im Griff, davon bin ich überzeugt, die Verluste sind ja auch nicht effektiv definitiv.

  • Sven Niklas am 05.03.2019 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Gold preisen gehen immer hoch und runter

    Schweizer Gold bestand. Von wo das wohl herkommt?

  • MadChengi am 05.03.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Die einfache Lösung

    Macht es wie die FED & EZB kauft die eigenen Bonds, schneller, weiter, höher bis zum Horizont.

    • Cartman1993 am 05.03.2019 17:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MadChengi

      brauchen wir nicht. aktuell zahlt der Bund für 10 Jahres-Obligationen -0.233% Zins. Das könntest du wissen, wenn du mal eine Suchmaschine verwenden würdest....

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  • Marcel H. am 05.03.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    Mit Negativzinsen Geld verdienen und Euros aufkaufen mit immensem Verlust. Die SNB sollte die Differenzen der Pensionskassen ausgleichen oder dort auf Negativzinsen verzichten. So geht das nicht weiter. Die Aussschüttung der 2 Mia an Bund und Kantone haben also indirekt die Steuerzahler generiert. Sehr witzig.

    • Cartman1993 am 05.03.2019 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marcel H.

      warum sollte die SNB die Verluste der PKs ausgleichen? Wenn die PKs Gewinne machen, werden diese von der SNB ja auch nicht besteuert, warum dann im umgekehrten Fall?

    • Marc H. am 06.03.2019 05:23 Report Diesen Beitrag melden

      @Cartmann1993

      Die Minuszinsen sind kein Verlust sondern eine Strafe. Die AHV ist davon ausgenommen. Die PKs sollten auch davon ausgenommen sein. Hier geht es darum die Renten zu sichern.

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  • Thom am 05.03.2019 06:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilf dem Euro

    Wir spenden Gerne der EU... nur weiter soo kauft Eurooo

    • Cartman1993 am 05.03.2019 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thom

      Euroraum und die EU sind nicht das gleiche. Du würdest ja auch nicht behaupten, dass Schweiz und Zürich das gleiche seien

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