Nationalbank

03. März 2011 07:53; Akt: 03.03.2011 08:20 Print

SNB mit 19,2 Milliarden Franken Verlust

Wegen der hohen Euro-Reserven hat die Schweizerische Nationalbank einen Milliardenverlust eingefahren. Ausgerechnet UBS-Ramsch verbessert die Bilanz.

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat 2010 einen Konzernverlust von 19,2 Mrd. Fr. eingefahren, wie sie am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr betrug der Gewinn noch rund 10 Mrd. Franken. Das Stammhaus verzeichnete - wie bereits bekannt - ein Minus von 21 Mrd. Franken.

Dass das Konzernergebnis um gut 1,6 Mrd. Fr. besser ausfällt als jenes des Stammhauses, begründete die SNB in einem Communiqué mit der Konsolidierung des Stabilisierungsfonds. In den Fonds hatte die Grossbank UBS toxische Papiere entsorgen können.

Das Darlehen der SNB für den Fonds sank innert Jahresfrist von knapp 21 Mrd. auf unter 12 Mrd. Franken. Die zusätzlich bestehenden Eventualverpflichtungen der Notenbank sanken im gleichen Zeitraum von 3,9 Mrd. auf 2 Mrd. Franken.

2010 konnte der Stabilisierungsfonds einen Gewinn von 2,6 Mrd. Fr. verbuchen, sein Eigenkapital beträgt unterdessen 2 Mrd. Franken. Vor Jahresfrist hatte noch eine Überschuldung von 482 Mio. Fr. bestanden. Das Kapital steht als Absicherung für künftige mögliche Verluste zur Verfügung.

Unveränderte Dividende und Gewinnausschüttung

Das Stammhaus schloss 2010 mit einem Verlust von 21 Mrd. Franken. Die Nationalbank legte die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 724,2 Mio. Fr. fest.

Die Gewinnausschüttung von 2,5 Mrd. Fr. an Bund und Kantone bleibt gleich hoch wie in den Vorjahren. Daneben wird der Generalversammlung eine Dividendenausschüttung von unverändert 1,5 Mrd. Fr. beantragt.

Dass der Nationalbankverlust nicht noch höher ausfiel, ist dem Goldpreis zu verdanken. Die unverändert 1040 Tonnen Gold in den Tresoren der SNB brachten einen Bewertungsgewinn von 5,8 Mrd. Fr. ein.

Insgesamt führte der massiv stärkere Franken zu Euro, Dollar und Pfund im Stammhaus zu Wechselkursverlusten von 32,7 Mrd. Franken. Die Zinserträge auf Fremdwährungsanlagen beliefen sich auf 5,1 Mrd., die Beteiligungstitel profitierten vom günstigen Börsenumfeld und legten um 1,5 Mrd. zu. Zusammen mit weiteren Erträgen reduzierten diese Erfolge die Verluste aus Fremdwährungspositionen auf 26,5 Mrd. Franken.

(sda)