Zusammenarbeit

21. Juli 2014 10:33; Akt: 21.07.2014 14:28 Print

SNB schliesst Devisen-Abkommen mit China

Die SNB hat mit der chinesischen Zentralbank ein Abkommen im Devisenhandel beschlossen. So kann die Nationalbank Devisenreserven am chinesischen Anleihenmarkt anlegen.

storybild

Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Für SNB-Präsident Thomas Jordan ist das Swap-Abkommen mit der chinesischen Zentralbank ein Beitrag zur Finanzstabilität der Schweiz und Chinas.

Gleichzeitig stütze es auch den Schweizer Finanzplatzes in seinen Bestrebungen, zu einem Handelsplatz für die chinesische Währung zu werden.

Das Swap-Abkommen sei eine notwendige Voraussetzung dafür, dass in der Schweiz ein Renminbi-Markt entstehen könne, sagte Jordan am Montag gegenüber Radio SRF. Dank des Abkommens könne die SNB Renminbi beziehen, wenn in der Schweiz zu wenige Renminbi vorhanden seien. Und umgekehrt könne die chinesische Zentralbank Schweizer Franken beziehen, wenn in China Bedarf vorhanden ist und dieser nicht über den Markt gedeckt werden könne.

Damit in der Schweiz ein Renminbi-Hub installiert werden könne, seien primär die Banken gefragt. Diese müssten mit der Qualität ihrer Dienstleistungen und mit Innovationen Kunden weltweit davon überzeugen, Renminbi-Geschäfte über den Schweizer Markt abzuwickeln.

Profitieren von einem solchen Renminbi-Hub könnten gemäss den Aussagen Jordans etwa im Export oder Import tätige Unternehmen in der Schweiz, die ihre Transaktionen in der chinesischen Währung dann über ihre Schweizer Hausbank tätigen könnten.

Aber auch für das Anlagengeschäft wäre es ein Vorteil, wenn sich in der Schweiz ein Renminbi-Handelsplatz bilden würde. Es gebe für immer mehr Investitionsmöglichkeiten in China, so Jordan. «Über einen Hub sollte es dann einfacher werden, für ausländische Investoren Anlagen in China zu tätigen», sagte er im Radiointerview.

(sda)