Rückgängige Werbeeinnahmen

24. September 2019 10:46; Akt: 18.12.2019 11:06 Print

SRF muss Stellen abbauen und sparen

SRF sieht sich gezwungen, mindestens 16 Millionen Franken einzusparen. Davon betroffen sind alle Abteilungen des Unternehmens.

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Die SRG muss die Kosten im Budget 2020 unternehmensweit um 50 Millionen Franken reduzieren. Grund dafür sind die einbrechenden Werbeeinnahmen beim Schweizer Radio und Fernsehen, wie aus einer Mitteilung, die am Dienstag veröffentlicht wurde, hervorgeht.

In der Folge müssen beim SRF mindestens 16 Millionen Franken gespart werden. Um dies zu erreichen, wird es voraussichtlich zu einem Stellenabbau kommen, heisst es in der Mitteilung weiter. Wie viele Stellen genau betroffen sind, ist noch unklar. Ein wesentlicher Teil der Reduktionen soll aber über natürliche Abgänge erreicht werden.

Sendungen werden gestrichen

Im Rahmen des anstehenden Sparprogramms hat die Geschäftsleitung von SRF ein Paket von Sparmassnahmen verabschiedet – darunter auch Verzichte und Reduktionen im Programm. Unter anderem wird SRF im kommenden Jahr nur eine anstelle der ursprünglich zwei geplanten «Tatort»-Folgen ausstrahlen.

Am Sonntagabend nicht weitergeführt werden die Sendungen «Sternstunde Musik» und «Arena/Reporter», zudem werden die Eigenproduktionen bei SRF 2 reduziert. Weitere Einsparungen sind durch die Reduktion der Budgets in allen Abteilungen und der Unternehmensinvestitionen möglich.

Trotz der Sparmassnahmen sollen die Projekte, mit denen der digitale Wandel im Unternehmen vorangetrieben werden, nach Plan umgesetzt werden. Dazu gehört, wie bereits im April angekündigt, die Zusammenführung von tpc, Business Services SRG und SRF per 1. Januar 2020 zur neuen Abteilung Operationen bei SRF. Leiter dieser Abteilung und damit Mitglied der Geschäftsleitung von SRF wird Christoph Gebel, der die Geschäfte von tpc schon seit dem Sommer interimistisch führt.

(doz)