Tief rot

08. April 2013 10:23; Akt: 08.04.2013 10:52 Print

SRG schreibt 117-Millionen-Defizit

Im vergangenen Jahr musste die SRG ein Minus in neunstelliger Höhe verbuchen. Schuld daran sind vor allem Rückstellungen für die Pensionskassen.

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Die SRG weist schlechte Jahreszahlen aus. (Bild: Keystone)

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Die SRG schliesst für das Geschäftsjahr 2012 mit einem Defizit von 117 Millionen Franken. Wie Generaldirektor Roger de Weck bereits letzten Sonntag in einem Interview durchblicken liess, sind dafür Sondereffekte verantwortlich.

Zum Verlust geführt hätten Rückstellungen für Pensionskassenleistungen im Umfang von 160 Millionen Franken, teilte die SRG am Montag mit. Der Grossteil dieser Rückstellungen betrifft die Senkung des technischen Zinssatzes von 4 auf 3,25 Prozent. Ein Teil ist auch auf die geplante Umstellung vom Leistungs- zum Beitragsprimat bei der Pensionskasse zurückzuführen.

Ohne diese Sondereffekte hätte die SRG schwarze Zahlen geschrieben. Insgesamt stand ein Betriebsertrag von 1,63 Milliarden Franken einem Aufwand von 1,75 Milliarden Franken gegenüber. Wegen des ereignisreichen Sportjahrs stieg der Programm- und Produktionsaufwand um 14 Millionen auf 604 Millionen Franken.

Deutliche Einbussen muss das Unternehmen bei den Einnahmen aus Werbespots hinnehmen. So sank der kommerzielle Ertrag 2012 um 28 Millionen auf 360 Millionen Franken. Der Rückgang der Werbeerlöse liess sich auch durch den leichten Anstieg der Einnahmen bei den Empfangsgebühren nicht kompensieren, heisst es in der Mitteilung.

Pensionskasse nachhaltig aufstellen

2011 hatte die SRG erstmals seit fünf Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. Sie erzielte einen Überschuss von 25,75 Millionen Franken. Im Jahr zuvor hatte noch ein Verlust von 12,3 Millionen Franken resultiert - bei einem Umsatz von 1,6 Milliarden Franken.

Generaldirektor Roger De Weck räumte vor Wochenfrist in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» ein, dass die SRG 2012 rote Zahlen schreiben werde. Die SRG wolle die Pensionskasse «in einem einmaligen Willens- und Kraftakt» nachhaltig aufstellen.

(aeg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D. Keller am 09.04.2013 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Pensionskassensanierung

    Schön, wenn man die Pensionskasse zu 100% auf dem Buckel der Gebührenzahler sanieren kann. In einem Privatunternehmen würden einfach die Pensionskassenbeiträge erhöht, Renten gekürzt o.ä.

  • Zeiss W. am 08.04.2013 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Fernsehen = Schrott

    So ein Debakel und die obersten sahnen mit den Spitzensalären die Firma in den Abgrund. Ich besitze keinen Fernseher, vermisse es keine Minute.

    einklappen einklappen
  • Thomas am 08.04.2013 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Billag

    Das glaubt doch kein Mensch. Soviel wie die mit der billag einnehmen. Schraubt die managerlöhne runter. Alles gelogen!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • SRG-Fernehmüder am 10.04.2013 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    117 Millionen Finanz-Defizit?

    Warum wird nicht über das zunehmend inhaltliche Schrottprogramm-Defizit diskutiert, das ohne Billag-Zwangsabgaben schon längst eliminiert wäre? Bezahlen sollen doch die Konsumenten, die mit dem Programminhalt" zufrieden sind, falls es nicht reicht, wird das Unternehmen geschlossen. So funktioniert die Marktwirtschaft.

  • Nick Schaefer am 10.04.2013 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    SRG: Abschaffen. Subito.

    SRG: Abschaffen. Subito. Einführung der Marke "SRF": Kinderkram, Geldverschleuderung. Fazit: Verlust trotz Riesensubventionen.

  • CH-Meinung am 09.04.2013 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    SRG-Bundeshaus-Korespontenten abziehen

    Was diese Medien-Leute nur Kosten - da kann man viel Geld einsparen.

  • Damian Waser am 09.04.2013 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    klar

    Zu hohe Gehälter für Angestellte und Verwaltungsräte eines Schrottfernsehen und das noch vom Bundesrat unterstützt

  • D. Keller am 09.04.2013 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Pensionskassensanierung

    Schön, wenn man die Pensionskasse zu 100% auf dem Buckel der Gebührenzahler sanieren kann. In einem Privatunternehmen würden einfach die Pensionskassenbeiträge erhöht, Renten gekürzt o.ä.