Juli-Unwetter

13. Juli 2011 16:52; Akt: 13.07.2011 17:14 Print

Schäden knacken die 100-Millionen-Marke

Die Schadensbilanz der Unwetter im Juli hat einen neuen Höchststand erreicht. Die Versicherungen rechnen mit Schäden in Höhe von 115 Millionen Franken.

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Schwer erwischt hat es die Heitere-Wiese in Zofingen AG, wo Anfang August das Openair über die Bühne gehen soll. Am Tag nach dem schweren Gewitter sind in Zofingen eindrückliche Spuren zurückgeblieben. Das Gewitter entwickelte eine gewaltige Kraft, wie dieses Bild aus zeigt. Der Sturm von der Nacht auf Mittwoch zerfetzte einen Garten-Pavillon in In wurden die Wegweiser in Mitleidenschaft gezogen. Spektakulärer Blick vom Pilatus auf Das Unwetter richtete grosse Schäden an: Beim Obi-Markt in wurde das 1.-August-Feuerwerk durchnässt. Hier ein Eindruck aus Das Unwetter richtete Schäden im ganzen Land an, so auch an diesem Fenster in Die Scheiben sind glatt zerdeppert. Der Hagel bedeckt den Boden. «Wie im Winter», meldete die Leser-Reporterin dazu. Der Hagelschaden bei der Weinkellerei der Gebrüder Nauer in Glasschaden in Ein umgestürzter Baum in Schäden auf einer Terrasse in Ein Donnerwetter in Gespenstische Stimmung am ... in ... und in Das Maisfeld liegt flach. In Lutry VD liegt ein Baum quer über der Strasse. Diese Autoscheibe in Hirschthal AG hielt dem Hagel nicht stand. Blitze in Basel. Beromünster LU. An vielen Orten knickten Bäume um. Dadurch kam es zu Behinderungen im Strassen- und im Bahnverkehr. So präsentierte sich die Lage am Mittwochmorgen in der Nähe eines Kindergartens in Dietikon. Durch die starken Winde fiel, was nicht festgebunden war. Riesige Hagelkörner fielen vom Himmel. Weisser Rasen im Sommer. Der Hagel richtete Schaden an. Mehrere Leser-Reporter berichten von ungewöhnlich langen Blitzen. Dramatische Wolkenbilder erreichen uns am 12. Juli aus dem bernischen Steffisburg. Der Blick von Unterseen BE Richtung Niesen. Kurze Zeit später ist der Niesen nicht mehr zu sehen. «Weltuntergangsstimmung im Haslital», schreibt dieser Leser-Reporter Ganze sieben Zentimeter misst dieses Hagelkorn aus Läufelfingen BL. Gross wie Baumnüsse: Weitere Hagelkörner aus Läufelfingen. Riesenhagel hat auch dieser Leser-Reporter zu vermelden. Auch das jurassische Delemont wurde vom Hagel nicht verschont.

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Private Versicherer und die Schweizer Hagelversicherung müssen wegen der Unwetter seit Ende Juni Schäden von 115 Millionen Franken übernehmen. Sie haben vorerst provisorische Bilanzen erstellt.

Die privaten Versicherungen hätten mit Sicherheit 100 Millionen Franken zu tragen, sagte Michael Wiesner, Sprecher des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV), am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Weil laufend weitere Schadenmeldungen eingingen, dürfte sich der grob geschätzte Betrag noch erhöhen.

Einen Rekord bedeute die Serie von Unwettern aus Sicht des SVV bisher nicht, sagte Wiesner. Nach den schweren Unwettern im August 2005 hätten die privaten Versicherungen 1,3 Milliarden Franken übernehmen müssen. In 17 Kantonen gab es damals Hochwasser; am schwersten getroffen wurden der Kanton Bern und die Innerschweiz.

Im SVV sind private Versicherungen organisiert, die in sieben Kantonen Gebäude versichern sowie landesweit Autos, Inventare, Hausrat und Betriebsunterbrüche.

Eine vorläufige Schadensumme von 15 Millionen Franken nennt die Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft (Schweizer Hagel) Bisher gingen 3500 Schadenmeldungen ein, wie sie in ihrer im Internet veröffentlichten Bilanz schreibt. Die Schadenexperten ermittelten die Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen laufend.

1000 Meldungen und eine Schadensumme von rund 5 Millionen Franken entfallen laut Schweizer Hagel auf das Unwetter vom vergangenen Donnerstag. Die übrigen Schäden werden den Gewittern vom Sonntag in der Ostschweiz sowie den Unwettern vom Dienstag und der Nacht auf Mittwoch zugeschrieben.

Kulturland-Schäden gab es vorwiegend in der Deutschschweiz (Kantone AG, AR, AI, BS, BL, BE, JU, LU, TG, SZ, SO, TG, SG, ZG und ZH) und zwar an Äckern, Wiesen, Obstanlagen, Rebbergen, Gemüsekulturen und auch in Gärtnereien. Auf Grund der bisherigen Meldungen rechnet Schweizer Hagel mit mehr Schäden als 2010.

Die genannten rund 115 Millionen Franken entsprechen lediglich einem Teil der gesamten Unwetterschäden. Die kantonalen Gebäudeversicherungen der übrigen 19 Kantone konnten am Mittwoch noch keine Angaben zu den Schadensummen machen. Auch noch nicht beziffert sind die Schäden zu Lasten der öffentlichen Hand.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 13.07.2011 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Kurpelt schön die Wirtschaft an

    einklappen einklappen
  • Hans Fritz am 13.07.2011 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    ob das unwetter nochmals kommt?

    ich habe heute alleine 98 Schäden registriert. verrückt, wieviele davon betroffen sind.

  • Iain123 am 13.07.2011 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    aahhh

    richtig schön dieses wetter :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Fritz am 13.07.2011 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    ob das unwetter nochmals kommt?

    ich habe heute alleine 98 Schäden registriert. verrückt, wieviele davon betroffen sind.

  • Hans am 13.07.2011 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Kurpelt schön die Wirtschaft an

    • mitch am 13.07.2011 19:10 Report Diesen Beitrag melden

      naja..

      die Kleveren "unterstützen" doch lieber die Versicherungen..

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  • Iain123 am 13.07.2011 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    aahhh

    richtig schön dieses wetter :)