Jobumfrage 2012

13. Dezember 2011 22:25; Akt: 13.12.2011 23:55 Print

Schlechte Aussichten für Verkäufer

von Hans Peter Arnold - Wegen des starken Frankens müssen Angestellte im Handel um ihre Stelle fürchten. Deutlich freundlicher ist die Lage auf dem Bau.

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Trübe Aussichten: Im Detailhandel wird mit einer Abnahme der Beschäftigung gerechnet. Foto: ddp

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Düstere Aussichten für Angestellte im Detailhandel: Fürs kommende Frühjahr rechnen erheblich mehr Arbeitgeber mit einer Abnahme als mit einer Zunahme der Beschäftigung. Das geht aus einer Studie von Manpower hervor. «Die eher trüben Aussichten für den Handel sind auf den starken Franken und den daraus entstandenen Einkaufstourismus zurückzuführen», erklärt Urs Schüpbach, Chef von Man­power Schweiz.

Ganz anders sieht es in der Bauwirtschaft aus: Die Bauunternehmen wollen im ersten Quartal 2012 mehr Stellen schaffen. «Das zeigt, wie solide dieser Sektor ist», kommentiert Schüpbach. Dieses Ergebnis steht allerdings im Gegensatz zur November-Umfrage des Konjunkturforschungsinstituts KOF ETH Zürich, die im Bau nicht nur aus saisonalen Gründen eine Abkühlung voraussagt. Während das KOF für das Finanzgewerbe ebenfalls mit einer weiteren Abkühlung rechnet, sind die von Man-power befragten Arbeitgeber im Bank- und Versicherungswesen zuversichtlicher.

Regional sind die Arbeitgeber in der Grossregion Zürich und in der Ostschweiz besonders optimistisch. Ausgesprochen pessimistisch sind die Befragten in der Zentralschweiz und der Nordwestschweiz. 89% der befragten Arbeitgeber in der Schweiz rechnen für das erste Quartal 2012 mit keiner Veränderung des Beschäftigungsniveaus. Nur 5% rechnen mit einem Anstieg und ebenso viele mit einem Rückgang.