Under Armour

07. November 2018 19:05; Akt: 07.11.2018 19:05 Print

Schluss mit Stripclub-Besuchen auf Spesen

Die Angestellten eines US-Sportartikelherstellers vergnügten sich jahrelang auf Firmenkosten in Stripclubs. Das Unternehmen hat jetzt reagiert.

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Mitarbeiter des Sportartikelherstellers Under Armour haben Stripclub-Besuche, Limousinen und Glücksspiele über Spesen abgerechnet. Jahrelang. Damit soll nun Schluss sein. In einem E-Mail an die Mitarbeiter vom Februar schreibt das Unternehmen, dass die Stripclub-Besuche nicht mehr über die Firmenkreditkarte abgerechnet werden dürfen, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Laut Insidern sei es gängige Praxis gewesen, dass Führungskräfte und Angestellte mit Sportlern oder Mitarbeitern in Stripclubs gegangen seien. Gezahlt habe oft die Firma. Bei manchen Besuchen sei sie für mehrere Hundert Dollar aufgekommen.

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Die Missstände reichen laut der Zeitschrift noch weiter. Über ein Dutzend aktuelle und frühere Angestellte berichteten, dass die Stripclub-Besuche symptomatisch für das frauenerniedrigende Verhalten im Unternehmen sei. Einige sagen männlichen Führungskräften unangemessenes Verhalten gegenüber weiblichen Mitarbeitern nach. Bei Beförderungen hätten sie zudem schlechtere Chancen als ihre männlichen Kollegen. Ein Mitgründer der Firma habe ausserdem entgegen den Vorschriften mit einer Untergebenen eine Liebesbeziehung gepflegt, so ein Insider.

Go-go-Tänzerinnen an Firmenparty

An einer Firmenparty, zu der in der Regel Führungskräfte, Sportler und VIPs eingeladen waren, habe man zudem attraktive Mitarbeiterinnen teilnehmen lassen. Um den «Teich aufzustocken», wie Manager von Under Armour dies bezeichnet hätten. Im letzten Jahr hätten zudem leicht bekleidete Go-go-Tänzerinnen an der Party für Unterhaltung gesorgt.

Under Armour beschäftige insgesamt 14'ooo Angestellte, schreibt das «Wall Street Journal». Es ist nicht der einzige Sportartikelhersteller, der mit Diskriminierung von Frauen zu kämpfen hat. Auch bei Nike hatten sich schon mehrere weibliche Angestellte dagegen gewehrt. Nike hat daraufhin reagiert und versprach, die Situation zu verbesssern.

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Blerim LooooooooL am 07.11.2018 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LoooooooooL

    Es gibt sachen die können nur in den USA passieren, und ich glaube das ist eins davon.

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  • Strip Lisi am 07.11.2018 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    So nicht...

    Eine Frechheit sondergleichen, von was soll ich noch leben?

  • Fritz Lanz am 07.11.2018 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein bisschen Spaß muss sein....

    Echt, ich sehe das Problem nicht. Bei einer netten Männerrunde im Strip-Club ist schon so manche Geschäftsbeziehung entstanden, die der Firma ungleich mehr gebracht hat. Das meine Erfahrungswerte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas am 08.11.2018 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann halt nicht mehr!

    War für mich früher der einzige Grund für Geschäftsreisen!

  • Rosa am 08.11.2018 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ach wäre es schön

    Durften Frauen auch in einem Männerstrip Club gehen und es wurde bezahlt

  • Hei Ri am 08.11.2018 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prüdes Amerika

    Ausgerechnet in den USA. Strange!

  • Kurt am 08.11.2018 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo Problem

    was ist daran nicht ok. ich war 40 Jahre im Außendienst, sowas ist ganz normal und ging immer auf Spesen wenn es nötig war. wieso soll das jetzt ein Problem sein

    • Züri bünzli am 08.11.2018 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kurt

      Es ist nötig in Strip Clubs zu gehen? Wusste nicht das neben Essen und Trinken, auch Nackte Haut zu den grundbedürfnissen des Menschen zählen... Muss da mal mit meinem Chef reden ;-) Nein im ermst jetzt, ich bin ja auch ein etwas "wilder" aber wenn es ins Erotische geht, ist es ja wohl immernoch für mein Persönliches vergnügen und muss ganz sicher nicht meine Firma dafür aufkommen!

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  • Claire Marie Obrist am 08.11.2018 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klarer Fall

    Es ist grundsätzlich Privatsache, wer mit wem wann und unter welchen Umständen sexuelle Beziehungen pflegt! Wesentlich ist, das alles auf der Basis der Freiwilligkeit und der Einvernehmlichkeit geschieht.