WEF-Bericht

03. September 2013 18:26; Akt: 03.09.2013 18:26 Print

Schweiz bleibt im Standort-Wettbewerb top

Punkto Wettbewerbsfähigkeit bleibt die Schweiz im internationalen Vergleich Spitze. Singapur und Finnland sind dicht auf den Fersen. Mehr Sorgen bereiten südeuropäische Staaten.

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An der Spitze nichts Neues: Die Schweiz ist gemäss einem alljährlichen Bericht des World Economic Forum (WEF) erneut das wettbewerbsfähigste Land der Welt. Auf den weiteren Plätzen folgen Singapur und Finnland.

Deutschland und die Vereinigten Staaten belegen die Plätze 4 und 5. Die USA hätten damit den Negativtrend der letzten vier Jahre hinter sich gelassen und zwei Plätze dazugewonnen, teilte das WEF am Dienstag mit.

Auf dem sechsten Rang folgt Schweden. Das skandinavische Land hat wie auch Hong Kong (Rang 7) im letzten Jahr zwei Plätze verloren. Die Niederlande haben drei Ränge eingebüsst und landen auf dem achten Platz, noch vor Japan und Grossbritannien.

Den grössten Sprung nach vorne machte Indonesien. Das nach Bevölkerungszahl viertgrösste Land der Welt sprang von Rang 38 auf 12. Von den Schwellenländern führt China auf Platz 29 das Rating an. Danach folgt Südafrika (Platz 53), Brasilien (56), Indien (60) und Russland (64).

In Europa zeigten sich die Probleme rund um die Schuldenkrise, heisst es im Bericht. So habe der Kampf gegen die Verschuldung und gegen das Auseinanderbrechen des Euro die Aufmerksamkeit weg von den strukturellen Problemen der Wettbewerbsfähigkeit gelenkt.

Das WEF empfiehlt den Staaten - etwa Spanien (Rang 35), Italien (49), Portugal (51) und Griechenland (91) - den Zugang für Innovationen zu verbessern, um die Ineffizienzen und Flexibilität ihrer Märkte anzugehen.

Lob für Schweizer Wirtschaftsumfeld

Die Vorteile der Schweizer Wirtschaft für die globale Wettbewerbsfähigkeit haben sich gemäss WEF im vergangenen Jahr nicht verändert. Die Stärken lägen in der Innovationskraft sowie dem Bildungssystem und den Forschungsinstituten. Ausserdem besitze die Schweiz eine der wirksamsten und transparentesten Administrationen der Welt, eine hervorragende Infrastruktur sowie gut funktionierende Finanz- und Arbeitsmärkte.

«Das makroökonomische Umfeld in der Schweiz ist eines der stabilsten der Welt, während viele Nachbarländer mit Schwierigkeiten konfrontiert sind», unterstreichen die Autoren. Weiter loben sie Schweizer Produkte sowie die Vielfalt der Dienstleistungen des Landes.

Kritik an «protektionistischer Landwirtschaft»

Im Gegenzug kritisieren die Autoren des Berichts die stark protektionistische Landwirtschaft. Zudem wird der Schweiz nahegelegt, Jugendlichen den Zugang zu Universitäten und Frauen den Zugang in die Wirtschaft zu erleichtern - zwei Punkte, in denen die Schweiz anderen Ländern hinterherhinke.

Das WEF lobt derweil den Finanz- und Bankensektor, der sich schnell auf die neuen Realitäten eingelassen habe. Die Banken und Finanzinstitute schafften es immer wieder, neuen Kunden zu gewinnen, heisst es im Bericht, der auch die Bemühungen der Behörden, den Finanzsektor zu regulieren, zur Kenntnis nimmt.

Allerdings blieben Risiken bestehen - etwa die hohe Abhängigkeit der Banken vom Ausland und die hohe Rate der Hypothekenschulden. «Der Motor der Schweizer Wirtschaft - die Banken und Finanzinstitute - wird unter Aufsicht gestellt und ist gezwungen, grosse Veränderungen vorzunehmen», heisst es weiter. «Es ist wichtig, dass die Schweiz von Überregulierung und Protektionismus absieht und sich auf ihre Wettbewerbsvorteile konzentriert.»

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hugo Schweizer am 04.09.2013 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Indonesien??

    Auf Platz 12? Wirklich? Und China als bestes Schwellenland auf Platz 29? Was ist denn Indonesien? Kein Schwellenland? Ich blick da nicht durch...

  • Schweden am 03.09.2013 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Danke 20-Min. endlich mal wieder eine positive Message :)

  • Fidanoo am 04.09.2013 00:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saudis?

    Was ist mit Saudi Arabien (Dubai) oder Qatar? Ich meine die könnten sich nicht mal überschulden bei dem Geldsegen aus dem Boden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hugo Schweizer am 04.09.2013 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Indonesien??

    Auf Platz 12? Wirklich? Und China als bestes Schwellenland auf Platz 29? Was ist denn Indonesien? Kein Schwellenland? Ich blick da nicht durch...

  • Albert B. am 04.09.2013 05:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr lange

    Wohl nicht mehr lange. Der bundesrat versucht alles um die erkämpften vorteile der schweiz preis zugeben und sich dem diktat der eu zu unterwerfen. Besse wäre es die energie aufzuwenden um das erreichte zu halten. Wer nichts tut, bekommt auch nichts. Also keine bücklinge mehr.

  • Fidanoo am 04.09.2013 00:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saudis?

    Was ist mit Saudi Arabien (Dubai) oder Qatar? Ich meine die könnten sich nicht mal überschulden bei dem Geldsegen aus dem Boden.

  • Johan am 03.09.2013 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer :-)

    Wir sind schon seit langem auf dem ersten Platz. Trotzdem nimmt das Jammertal und die düsteren Prophezeihungen kein Ende. Auch diese lächerliche links/rechts Bashing zeugt von bildungsferne Bürger. Die Schweiz ist deshalb so erfolgreich, weil das gesamte politische Spektrum beteiligt ist. Mit oder ohne 1:12, ändern wird sich nichts. Wer auf diese Angstmachereien reinfällt ist selber Schuld. Mir muss jedenfalls kein möchtegern Panikmacher seine Horror Geschichten erzählen. Stimme so ab wie ich es für richtig halte. Tut das selbe!

  • Pragmatiker am 03.09.2013 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ist es eine gute Nachricht?

    Oder eher nicht.... Bedeutet nämlich, dass wir mehr Arbeiten (für's gleiche Geld) als die anderen. Soviel zum Thema hohe Schweizer Löhne...