Nur noch Mittelmass

24. Juni 2019 10:25; Akt: 24.06.2019 10:25 Print

EU-Länder haben weniger Arbeitslose als die Schweiz

Die Erwerbslosenquote liegt in der Schweiz bei 4,9 Prozent. Damit fällt sie im Vergleich mit anderen Ländern im Ranking deutlich zurück.

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Im Vergleich mit der EU nur noch auf dem 13. Rang: In der Schweiz gibt es mehr Stellensuchende als beispielsweise in Deutschland. Die Erwerbslosenquote erfasst nicht nur sämtliche Leute, die bei Arbeitsämtern verzeichnet sind, sondern auch Sozialhilfebezüger, berufliche Wiedereinsteiger oder all jene, die keine Lust auf den Gang zum RAV haben. Seit Juli 2018 gilt in der Schweiz die Stellenmeldepflicht, d. h. Arbeitgeber müssen freie Stellen zuerst beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV melden. Die folgenden Bilder zeigen eine Auswahl der Berufe, die seither meldepflichtig sind. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Betonfräser, Betontrennfachmann, Betonbohrer ... ... Betonmischer, Betonmacher oder Betonelementmonteur. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Hotelrezeptionist, Hotelconcierge ... ... Portier oder ... ... Empfangsangestellte. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Etagengouvernante, Hotel-Gouvernante oder Zimmerfrau. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Köchin, Küchenangestellter oder ... ... Pizzaiolo. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Landwirtschaftlicher Vorarbeiter ... ... Knecht oder ... ... Melkerin. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Umschlagsarbeiter, Materialverwalterin ... ... Lagerist oder Regal-Einräumer. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Marketingplanerin, Marketingassistent, Event Manager oder PR-Beraterin. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Kabarettist, Theaterschauspielerin, Statist oder Komikerin. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Barista ... ... Servicefachangestellte oder ... ... Barkeeper. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Taxidermist ... ... Modellbauer ... ... Zirkusarbeiterin ... ... Fabrikarbeiterin oder ... ... Pinselmacher. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Uhrenarbeiter EBA, Uhrsteinschleiferin, Uhrfedermacher ... ... Ziffernblattzeichner, Zeigereinsetzerin oder Uhrstylist. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Baupraktiker, Pulverbeschichter ... ... Bauhandlanger, Rohrleger, Fassadenbauerin oder ... ... Entwässerungstechnologe. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Call Center Agent, Telefongehilfe oder ... ... Technischer Chefoperator. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Gipserin, Deckenverputzer oder Gipser-Trockenbauerin. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Hilfsarbeiter Garage oder ... ... Hilfsarbeiterin Produktion. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Zeitungsverträger ... ... Chauffeur oder ... ... Kurier. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Fachmann Hauswirtschaft, Hausverwalter oder Hauswirtschaftlicher Betriebsleiter. Kategorie: Meldepflichtige Berufe: Fugenmonteur, Wärme-Kälteisoleur oder Abdichtungspraktiker.

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Noch vor fünf Jahren hatte die Schweiz im Vergleich mit der EU die tiefste Erwerbslosenquote aller 29 Länder. Mit einer Quote von 4,9 Prozent ist sie inzwischen allerdings auf den 13. Rang zurückgefallen, wie «CH Media» berichtet.

Vor der Schweiz rangieren Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Polen, Tschechien, Estland, Slowenien, Malta, Deutschland, Österreich Grossbritannien und die Niederlande.

Kein Alarmsignal

Während die SVP laut Bericht die Schuld beim freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EU sucht, widersprechen Ökonomen dieser These. Sie sehen den Grund viel eher im hohen Lohnniveau und darin, dass heute deutlich mehr stellenlose Personen angeben, einen Job zu suchen.

Von einem Alarmsignal für die Schweiz könne man nicht sprechen, sind sich die Ökonomen einig. Bewegt hat sich die hiesige Erwerbslosenquote nämlich kaum. Es seien auch die Fortschritte der anderen Länder, welche die Schweiz schlechter aussehen liessen.

Alle Stellensuchenden erfasst

Die Erwerbslosenquote erfasst nicht nur sämtliche Leute, die bei Arbeitsämtern verzeichnet sind, sondern auch Sozialhilfebezüger, berufliche Wiedereinsteiger oder all jene, die keine Lust auf den Gang zum RAV haben.

So ist diese Zahl mehr als doppelt so hoch als die Arbeitslosenquote, die bei guten zwei Prozent liegt – aber nur Menschen erfasst, die bei den Arbeitsämtern gemeldet sind.

(scl)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zuuum am 24.06.2019 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inländervorrang

    Ohne zwingenden Inländervorrang werden Arbeitskräfte importiert und als Resultat sind Inländer arbeitslos. Macht doch keinen Sinn!

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  • Angesteller Ü50 am 24.06.2019 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist..

    Kein Wunder wenn die Schweiz alle "EU Fachkräfte" hierher einladet und denen danach auch noch für Jahre Arbeitslosengeld bezahlt..

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  • Giaraa am 24.06.2019 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle Länder tricksen

    Die Schweiz steuert Arbeitslose aus und andere Länder tricksen mit Mini-Jobs und sonstigen Programmen die Arbeitslose aus den Statistiken verschwinden lassen, die Realität sieht in Deutschland zum Beispiel deutlich anders aus als die Statistiken und erzählen wollen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinz am 09.07.2019 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Cüpli in Bern

    Die grossmauligen Ökonomen die 2008 bewiesen haben zu was sie taugen sollen bitte schweigen. Tatsache ist, dass es seit pfz rasant runterging für die Schweizer. Hatte noch nie so viele im Kollegenkreis die kaum noch was finden. Von den ü50ern ganz zu schweigen. Und der CH Staat schaut zu und trinkt Cüpli in Bern.

  • Tut nicht zur Sache am 08.07.2019 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Quatsch

    Im Inland die Qualität erhöhen was Schulbildung und Ausbildung betrifft und Kaderstellen gehen nicht mehr weg. Wie auch schon gesagt in der Schweiz geht alles in diese Quote rein , in den anderen Ländern nur ein kleiner Bereich in der EU wird diese Quote beschummelt und zwar drastisch , schon mal in Rumänien oder Bulgarien gewesen ? Wer glaubt dass die Arbeitslosen Quote da besser ist als in der Schweiz glaubt noch an den Weihnachtsmann

  • Secondo am 26.06.2019 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen schieberei

    Nichts neues, wurde Zweit das wird diese Zahlen richtig darstelle. Den Statistiken von unseren Ostblock Kollegen würde ich jetzt nicht hunderprozent trauen. Ball flach behalten meine Freunde

    • rosco am 26.06.2019 18:23 Report Diesen Beitrag melden

      secondo

      träum weiter, es gibt kein Land, das die Wirtschatsstatistiken nicht frisiert, am meisten aber die hochverschuldete Länder, das sind bei Weitem nicht alle Ostblockländer, auch DE macht kräftig mit, sie geben unter 80% BIP Schulden an obwohl es schon 2012 140% war

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  • ricco am 26.06.2019 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    welche

    "Überraschung", danke an die PFZ Turbos und jetzt wo die weltweite Rezession schon unterwegs ist, wird es erst noch lustig.

  • Ausgesteuerter60iger am 26.06.2019 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Teure Schweizer Arbeitnehmer

    Vielleicht müsste man endlich die altersmässig aufsteigenden BVG-Beiträge auf lebenslang gleiches Niveau setzten. Dann erst könnte man objektiv vergleichen, welchen Einfluss zugewanderte Arbeitskräfte auf unsere Erwerbslosenstatistik haben. Unter den gegebenen Umstände sind ältere Schweizer Arbeitnehmer schlicht weg zu teuer. Ich würde mich selber auch nicht einstellen, wenn ich für meine Lohnkosten aufkommen müsste, also kann ich das auch nicht von potentiellen Arbeitgebern erwarten.

    • Junge Frau am 27.06.2019 06:21 Report Diesen Beitrag melden

      Zu kurzfristig gedacht

      Das ist zu kurzfristig gedacht. Das System besteht seit Jahrzehnten und vorher wurde es nie als zu teuer deklariert, erst seit der PFZ. Klar, ist es dem Staat billiger, wenn Arbeitskräfte für 5-8 Jahre kommen, abkassieren, danach wieder gehen. Es gibt aber nun mal Schweizer, die hier zur Welt kamen und hier bleiben wollen. Viele 50+ Arbeitnehmer schiessen PK-Beiträge selber sein, ist das der Weg? Gut verdienen, danach in der Rente drastisch weniger zu haben? Also weg von den BVG-Beiträgen.

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