Förderprogramm

05. September 2013 11:46; Akt: 05.09.2013 16:00 Print

Schweizer Firmen wollen mehr Topmanagerinnen

Bekannte Firmen wie ABB, Credit Suisse oder Sandoz lancieren in der Schweiz ein Förderprogramm, das eine freiwillige Frauenquote von 20 Prozent im Topmanagement vorsieht.

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«Advance - Women in Swiss Business» solle ein Programm bieten, das ambitionierte Kaderfrauen mit Kompetenzen und Führungsqualitäten ausrüstet. (Bild: Keystone)

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Schweizer Firmen sollen mehr Frauen ins Topmanagement holen. Neun Konzerne lancieren dazu das Förderprogramm «Advance - Women in Swiss Business». Gegenüber dem Durchschnitt von heute 4 Prozent Topmanagerinnen bei Schweizer Firmen soll sich der Anteil bis ins Jahr 2020 auf 20 Prozent verfünffachen. Das sei jedoch keine juristisch verbindliche Verpflichtung, sondern vielmehr ein Statement, das die Mitgliederfirmen mittragen sollen, teilte das Netzwerk am Donnerstag mit.

Zu den neun Gründerfirmen, die sich an einer Tagung in Rüschlikon ZH präsentierten, gehören ABB, Credit Suisse, GE Capital, IKEA, McKinsey & Company, PwC, Sandoz, Siemens und Swiss Re. Weitere Mitglieder, insbesondere KMU, sind gesucht. Bis Ende 2014 sollen es mindestens 30 Firmen sein.

Berufliche Karriere mit Privatleben vereinbaren

Präsidentin ist Simona Scarpaleggia, Chefin des Möbelunternehmens IKEA Schweiz, die bereits 2009 in Italien das Frauenförderungsprogramm ValoreD gegründet hat. Dieses zählt heute knapp 100 Mitgliederfirmen. «Advance - Women in Swiss Business» solle ein Programm bieten, das ambitionierte Kaderfrauen mit Kompetenzen und Führungsqualitäten ausrüstet, damit sie ihre Karriereziele verfolgen können.

An Veranstaltungen können Teilnehmerinnen weibliche Top-Führungskräfte aus verschiedenen Branchen treffen, um mit ihnen zu diskutieren und von ihnen zu lernen, wie es hiess. Ausgetauscht werden sollen Praxiserfahrungen zu «innovativen Arbeitsmodellen», damit Frauen ihre berufliche Karriere mit ihrem Privatleben vereinbaren können.

(sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Erstens ist es das Bekämpfen von Sexismus durch Sexismus (Mann bekommt den Job nicht wegen Quote), zweitens befindet sich das Problem grösstenteils in den Köpfen. Und da hilft eine (selbst freiwillige) Quote nicht, sie macht es eher schlimmer ("die hat doch ihre Stelle nur wegen der Quote bekommen" etc.). Flexiblere Arbeitsmöglichkeiten und -zeiten sind aber zu begrüssen, nicht nur für Frauen. Dann kann man auch die uralte Rollenteilung etwas aufweichen, auch viele Männer würden sich gerne mehr der Familie widmen. – Peter K.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H. Hunter am 06.09.2013 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem liegt anderswo!

    Das Problem ist nicht die Verbindung von Berufs- und Privatleben. Als Kaderfrau kann man das Problem mit Geld ganz einfach lösen. Das Problem ist, dass viele Frauen das falsche studieren. Mit alten Sprachen, Pädagogik, Psychologie, Archäologie und Sport wird man nicht Kader in einer Bank, Versicherung, Lebensmittelhersteller oder Maschinenkonzern. Und auf "die Quote" hoffen nützt auch nichts. Das richtige studieren (was gebraucht wird in der Wirtschaft und einem Spass macht; wo die Chancen grösser sind), einen Karriereplan erstellen, sich reinhängen, weiterbilden und es klappt!

  • Andreas Ackermann am 07.09.2013 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Frauen

    wie ich sehe sind sehr viele Männer hier überhaupt nicht abgeneigt, eine Frau in einer Kaderposition zu sehen. Das Problem heute ist bestimmt nicht dass WIR dies nicht wollen, sondern eher, dass viele sich nicht zu 100% reinhängen möchten. Eine Familie gerecht zu ernähren heisst: 100-150% Job. Ein Mann kann es sich einfach NICHT leisten nur 60-80% zu arbeiten, um noch ein wenig mehr hinter den Herd zu stehen. Und wenn wir dann schon von Gleichberechtigung reden; bitte auf ganzer Linie durchziehen, meine Damen, nicht nur dort wo es einem gerade so passt. Gäbed Gas! ;)

  • Männertraum am 06.09.2013 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Qualitätssicherung der Frauen

    Ob Mann oder Frau sollte nebensächlich sein ist mir Wurst welches Geschlecht mein Chef hat Hauptsache kompetent ! Wenn ich eine stelle nur Kriege wegen dem Geschlecht würde ich mich fragen ob ich überhaupt dort arbeiten will , Frauen seid doch ein wenig selbstsicherer und wieder fraulicher es graust mich mittlerweile wenn ich die (Mannsweiber) Frauen seh welche wie ihre männlichen Kollegen über Leichen gehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andreas Ackermann am 07.09.2013 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Frauen

    wie ich sehe sind sehr viele Männer hier überhaupt nicht abgeneigt, eine Frau in einer Kaderposition zu sehen. Das Problem heute ist bestimmt nicht dass WIR dies nicht wollen, sondern eher, dass viele sich nicht zu 100% reinhängen möchten. Eine Familie gerecht zu ernähren heisst: 100-150% Job. Ein Mann kann es sich einfach NICHT leisten nur 60-80% zu arbeiten, um noch ein wenig mehr hinter den Herd zu stehen. Und wenn wir dann schon von Gleichberechtigung reden; bitte auf ganzer Linie durchziehen, meine Damen, nicht nur dort wo es einem gerade so passt. Gäbed Gas! ;)

  • BenG am 07.09.2013 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Immer mehr Vorzüge verlangen

    Die Frauen haben in den letzten 30 Jahren vieles richtig gemacht. Sie konnten eine Gesellschaft kreieren in der die Männer nicht nur das Geld nach Hause bringen, sondern gleichzeitig auch den Haushalt schmeissen, liebende Väter sind, und für alles ein offenes Ohr haben. Sie haben sich überall die Rosinen herausgepickt: sie gehen früher in Rente, erhalten bessere Sozialleistungen, leisten keinen Militärdienst und werden bei Scheidungen konsequent bevorzugt. Jetzt wollen sie auch die gut bezahlten Jobs, nicht etwa durch Leistung und Weiterbildung, sondern durch Quoten. Fordert nur weiter!

  • Männertraum am 06.09.2013 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Qualitätssicherung der Frauen

    Ob Mann oder Frau sollte nebensächlich sein ist mir Wurst welches Geschlecht mein Chef hat Hauptsache kompetent ! Wenn ich eine stelle nur Kriege wegen dem Geschlecht würde ich mich fragen ob ich überhaupt dort arbeiten will , Frauen seid doch ein wenig selbstsicherer und wieder fraulicher es graust mich mittlerweile wenn ich die (Mannsweiber) Frauen seh welche wie ihre männlichen Kollegen über Leichen gehen.

  • Walti am 06.09.2013 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oje

    Das kann nicht gut gehen. Frauen und Führungspositionen, das geht einfach nicht.

  • H. Hunter am 06.09.2013 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem liegt anderswo!

    Das Problem ist nicht die Verbindung von Berufs- und Privatleben. Als Kaderfrau kann man das Problem mit Geld ganz einfach lösen. Das Problem ist, dass viele Frauen das falsche studieren. Mit alten Sprachen, Pädagogik, Psychologie, Archäologie und Sport wird man nicht Kader in einer Bank, Versicherung, Lebensmittelhersteller oder Maschinenkonzern. Und auf "die Quote" hoffen nützt auch nichts. Das richtige studieren (was gebraucht wird in der Wirtschaft und einem Spass macht; wo die Chancen grösser sind), einen Karriereplan erstellen, sich reinhängen, weiterbilden und es klappt!