La Chaux-de-Fonds

09. Februar 2011 15:26; Akt: 09.02.2011 19:08 Print

Schweizer Batterie-Fabrik gefährdet

Den 226 Angestellten von Energizer in La Chaux-de-Fonds droht die Kündigung: Der US-Konzern gab bekannt, dass er eine Schliessung der neuenburgischen Batteriefabrik prüft.

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Diese Fabrik von Energizer in La Chaux-de-Fons könnte bald Vergangenheit sein. (Bild: Keystone)

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Energizer gab am Mittwoch bekannt, das Unternehmen zweifle am Produktionsstandort Schweiz. Der endgültige Entscheid zur Schliessung der Produktionsstätte im Jura fällt Anfang März. Der US-Grosskonzern will seine Produktion international wettbewerbsfähiger machen. Dabei hat der Schweizer Standort schlechte Karten: Die hiesigen Produktionskosten seien konzernweit am höchsten, und bei der Herstellung von Alkali-Batterien gäbe es Überkapazitäten.

Gewerkschaften sowie die Stadt- und die Kantonsregierung reagierten am Mittwoch schockiert. Das Konsultationsverfahren zum Schliessungsentscheid läuft zwar bis Anfang März. Die Gewerkschaft Unia geht aber nicht davon aus, dass Energizer die Pläne nicht umsetzen wird: «Es bleibt sehr wenig Hoffnung», sagte Catherine Laubscher, Sekretärin der Unia Neuenburg der Nachrichtenagentur SDA.

Die Kantonsregierung zeigte sich sehr beunruhigt. Sie hatte im Vorfeld mit dem Unternehmen andere Lösungen gesucht, namentlich, dass Energizer seine Aktivitäten in La Chaux-de-Fonds lediglich reduziert. Bis jetzt seien aber alle Vorschläge verworfen worden, heisst es in einer Mitteilung.

Für die Neuenburger Wirtschaft ist dies die zweite schlechte Nachricht innert kurzer Zeit: Mitte Januar hatte der Tabakkonzern Philip Morris 120 Stellen in Neuenburg gestrichen.

Die Stadtregierung von La Chaux-de-Fonds verlangt von Energizer einen Sozialplan, sollte das Werk geschlossen werden. Energizer kündete am Mittwoch für diesen Fall eine Reihe von Massnahmen an, unter anderem Abgangsentschädigungen und frühzeitige Pensionierungen.

(sda)